FABIAN HANDBUCH: HANDBUCH DER HISTORISCHEN BUCHBESTÄNDE IN DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH UND EUROPA SUB Logo
 
Home
HomeRegionen:Stadtregister:Abkürzungen
Volltextsuche:

trunkiert

BenutzerprofilLogin
Impressum
 Home > Europa > Slowakische Republik > Roznava [Rosenau] 

Biskupská kniznica

Bischöfliche Bibliothek


Adresse. Rímskokatolícky biskupský úrad, nám. Baníkov 20, 048 51 Roznava
Telefon. (0942) 2 31 21
Telefax. (0942) 2 12 92

Unterhaltsträger. Rímskokatolícky biskupský úrad [Römisch-katholisches Bischofsamt] Roznava
Funktion. Historische Bibliothek.
Sammelgebiete. Theologie, Patristik, Bibelwissenschaft, Philosophie, Kunst und Architektur. - Der Bestand wird nicht mehr ergänzt.

Benutzungsmöglichkeiten. Aufgrund umfangreicher Katalogisierungsarbeiten z. Z. nicht allgemein zugänglich. Benutzung nur zu Forschungszwecken und nach schriftlicher oder telefonischer Anmeldung beim Bischofsamt (Montag bis Freitag 8-15 Uhr). - Leihverkehr: nicht angeschlossen.
Technische Einrichtungen für den Benutzer. Kopiergeräte, Computer.
Hinweise für anreisende Benutzer. Schriftliche oder telefonische Anmeldung erforderlich. - Die Bibliothek befindet sich in der Bischöflichen Residenz im Stadtzentrum. - Bahnverbindung von Bratislava über Košice und Zvolen. Busverbindungen von Martin, Košice, Poprad, Zvolen und Banská Bystrica. Vom Hauptbahnhof Busverbindung (Linie 1) bis Haltestelle Zentrum/Busbahnhof. - Von Košice E 571 oder von Bratislava E 75 über Trencín bis Zilina, weiter E 50 über Martin bis Poprad, dann Straße Nr. 67 bis Roznava. Parkmöglichkeiten unweit der Bischöflichen Residenz.

1. BESTANDSGESCHICHTE

1.1 Die Gründung der Bischöflichen Bibliothek in Roznava hängt eng mit der Gründung des römisch-katholischen Bistums im Jahre 1776 zusammen. Da das Bistum nur gering dotiert wurde und die Donationsurkunde der Bischofsresidenz keine Bibliothek zubilligte, wurde die Sammlung zunächst ausschließlich aus Schenkungen, u. a. von Pfarrern und anderen kirchlichen Würdenträgern, insbesondere aber durch Nachlässe bischöflicher Privatbibliotheken aufgebaut. Den Grundstock der Bibliothek bildete der Nachlaß von Graf Anton Andrássy (Andráši, 1742-1799), der von 1780 bis 1799 Bischof von Roznava war. Er hinterließ der Bibliothek 229 Titel in 658 Bdn.

1.2 Weitere Schenkungen vergrößerten kontinuierlich die Bestände der Bibliothek. Übernommen wurden z. B. in der Folgezeit die Privatbibliotheken der Bischöfe František Sánni (Szányi; Amtszeit 1801-1810) mit 660 Titeln (1037 Bdn) und Graf Ladislav Esterházi (1810-1824) mit 938 Titeln (1675 Bdn). Die später inkorporierten Nachlässe der Bischöfe Ján Scitovský (1828-1838) mit 138 Titeln (238 Bdn), Vojtech Bartakovic (1844-1850) mit 152 Titeln (389 Bde) und Štefan Kollarcík (1850-1869) mit 851 Titeln (1530 Bdn) umfaßten auch gedruckte Slovacica.

1.3 Um eine zweckmäßige und angemessene Unterbringung der Bibliothek bemühte sich Bischof Juraj Schopper (1872-1895), der einen neuen, mit der Bischöflichen Residenz zusammenhängenden Trakt erbauen ließ. Er trägt die Inschrift Georgius episcopus Litheris 1892 und beherbergt bis heute die Bibliothek und das zugehörige Archiv mit einem wertvollen historischen, vorwiegend theologischen Bestand. Der Öffentlichkeit war der Bestand in den letzten 40 Jahren nicht zugänglich. Heute dient er, wenn auch in beschränktem Ausmaße, primär wissenschaftlichen Forschungen, obwohl die Bestände derzeit erst bearbeitet werden. Es existieren weder Akquisitionsverzeichnisse noch Kataloge aus früherer Zeit. Inzwischen wurde jedoch mit der EDV-Katalogisierung der Buchbestände und Archivalien begonnen.

2. BESTANDSBESCHREIBUNG

2.1 Der Gesamtbestand der Bibliothek umfaßt etwa 12.500 Bde, darunter zahlreiche mehrbändige Reihenwerke. Da es sich um einen unbearbeiteten Bibliotheksbestand handelt, mußten die Angaben über die Bestandsgröße anhand einer Stichprobe ermittelt werden. Dabei wurden 6 Sachgruppen vollständig bearbeitet (s. u. 2.4), die ungefähr ein Siebtel des gesamten Bestandes ausmachen und einen ausreichenden Überblick über die Germanica der Sammlung bieten. Insgesamt wurden 792 Titel in 1869 Bdn des Gesamtbestandes bearbeitet. Germanica machen demnach schätzungsweise 60 Prozent des Bestandes aus.

Chronologische Übersicht und Übersicht nach Sprachen

2.2 Zum Bestand gehören insgesamt 4 Inkunabeln: Jacobus de Voragine, Sacri sermones (Augsburg 1474, z. Z. vermißt); Antonius Florentinus, Chronicon pars I. et II. (Nürnberg: Anton Koberger 1484); Missale fratrum heremita (Basel: Johannes Amerbach 1496) und das Missale Strigoniense (Brünn 1491, unvollständig). Des weiteren stammen in den 6 ausgezählten Gruppen 42 Titel aus dem 16. Jh (ca. 5,3 Prozent), 63 Titel aus dem 17. Jh (ca. 8 Prozent), 328 Titel aus dem 18. Jh (ca. 41,4 Prozent), 224 Titel aus dem 19. Jh (ca. 28,3 Prozent) und 131 Titel aus dem 20. Jh (ca. 16,5 Prozent). 4 Titel tragen kein Erscheinungsdatum.

2.3 Sprachlich überwiegen in den 6 analysierten Sachgruppen lateinische Schriften, gefolgt von deutschen, ungarischen, französischen und italienischen Titeln; slowakische und tschechische Drucke sind nur in geringer Zahl vertreten.

Systematische Übersicht

2.4 Der Bestand gliedert sich in 26 Sachgruppen, die an den Bücherregalen vermerkt sind: Ius civile; Ius ecclesiasticum; Historia; Fontes Documenta; Patristica; Theologia dogmatica; Biblicum; Aesthetica, Mystica; Apologetica; Theologia moralis; Theologia pastoralis; Catechetica; Homiletica; Liturgica; Socialia; Archivistica; Pars naturalia; Philosophia; Encyclopaedia; Geographia; Agricultura; Ars; Literatura; Linguistica; Statistica; Periodica ecclesiastica. Für diesen Beitrag wurden die Sachgruppen Encyclopaedia, Ars, Theologia dogmatica, Philosophia, Patristica und Biblicum bearbeitet.

2.5 Die Gruppe Encyclopaedia umfaßt allgemeine Enzyklopädien, Handbücher und Konversationslexika, aber auch wissenschaftliche Nachschlagewerke, kirchliche Enzyklopädien und Lexika aus den Bereichen Geschichte und Geographie. Vorhanden sind 33 Titel in 180 Bdn; damit zählt die Gruppe zu den kleinsten. Sprachlich überwiegt deutsches Schrifttum mit 16 Titeln (104 Bdn) vor Latein mit 8 Titeln (23 Bdn), Ungarisch mit 6 Titeln (35 Bdn), Französisch mit 2 Titeln (8 Bdn) und Tschechisch mit einem Titel (11 Bdn). Die meisten Drucke wurden im deutschen Sprachgebiet gedruckt, so in Berlin, Stuttgart, Leipzig, Frankfurt, Altenburg, Basel und Wien. Als Beispiele seien genannt Novissima Polyanthea, in libros XX dispertita ...Studio et opera Josephi Langii ... (Frankfurt 1617), Wolfgang H. von Hohberg, Georgica Curiosa (Nürnberg 1682), Georg Heinrich Zincken, Curieuses und Reales Natur- Kunst- Berg- Gewerck- und Handlungs-Lexicon (Leipzig 1762), Heinrich August Pierer, Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit und neuestes encyklopädisches Wörterbuch der Wissenschaften, Künste und Gewerbe (Altenburg 1840-1846), Joseph von Aschbach, Allgemeines Kirchen-Lexikon (Frankfurt 1846-1850) sowie Heinrich Joseph Welzer und Benedikt Welbe, Kirchen-Lexikon oder Encyklopädie der katholischen Theologie (Freiburg 1847-1850).

2.6 Die Gruppe Ars umfaßt 140 Titel in 175 Bdn, überwiegend aus dem 19. und 20. Jh. Die meisten Drucke stammen aus dem deutschen Sprachgebiet, wobei die deutschsprachigen Drucke mit 61 Titeln in 84 Bdn am zahlreichsten vertreten sind. Es folgen 39 ungarische Titel, 15 tschechische, 16 italienische, 4 slowakische, 3 französische und 2 lateinische. Vorhanden sind u. a. Monographien über Kunst im allgemeinen, die Bildende Kunst, über bedeutende Vertreter der Malerei und Bildhauerei, ferner Abhandlungen über verschiedene Techniken sowie zur Kunst und Kultur einzelner Völker. Erwähnenswert sind u. a. Johann Heinrich Gottlob von Justi, Schauplatz der Künste und Handwerke (Berlin, Stettin und Leipzig 1762-1775); Welt-Gemälde-Gallerie oder Geschichte und Beschreibung aller Länder und Völker ... (Bd 3, Stuttgart 1840); Friedrich Müller, Die Künstler aller Zeiten und Völker, oder Leben und Werke der berühmtesten Baumeister, Bildhauer, Maler ... (Stuttgart 1857-1864); Joseph Ritter von Führich, Von der Kunst (Wien und Gran 1869); Wilhelm Lübke, Grundriß der Kunstgeschichte (Stuttgart 1882); Albert Jele, Die Tiroler Glasmalerei (Innsbruck 1886) sowie Ludwig Hans Fischer, Die Technik der Aquarell-Malerei (Wien 1898).

2.7 Die Gruppe ergänzen Werke zu Ästhetik, Architektur und zum Bauwesen sowie Führer zu Sehenswürdigkeiten und Kulturdenkmälern, darunter Giacomo Barozzi da Vignola, Regeln der fünf Ordnungen von der Architektur (Augsburg 1755); Jacob Leupold, Theatrum machinarum molarium; oder Schau-Platz der Mühlen-Bau-Kunst (Dresden 1767); Kirchenschmuck. Ein Archiv kirchlicher Kunstschöpfungen (Stuttgart 1859-1895); Joseph Doppel, Handbuch der Aesthetik und der Geschichte der bildenden Künste (Regensburg 1871) und Georg Heckner, Praktisches Handbuch der kirchlichen Baukunst (Freiburg 1886). Vorhanden sind zudem Carl August Schimmers Monatsschrift Das Kaiserthum Oesterreich ...historisch-topographisch dargestellt (Darmstadt 1840-1845) und 2 illustrierte Notendrucke: Carol Seyler, Concertus jubilaris (missa in C.) (Wien 19. Jh) und Delphin Alard, Collection progressive et méthodique de duos pour deux violons (in Deutschland gedruckt, o. J.).

2.8 Die Gruppe Theologia dogmatica umfaßt 55 Titel in 261 Bdn. Mit Ausnahme von 12 Titeln stammen alle aus dem 18. Jh. Sprachlich dominieren erwartungsgemäß lateinische Schriften (51 Titel in 147 Bdn). Deutschsprachige Germanica sind nicht vorhanden, jedoch 12 Titel, die aus dem deutschen Sprachraum, größtenteils aus Wiener Druckereien, stammen. Außerdem finden sich 3 große französische theologische Enzyklopädien und ein ungarischer Titel. Unter den gedruckten Slovacica, die aus den Akademischen Druckereien in Trnava [Tyrnau] und Košice [Kaschau] stammen, sind Dissertationen und Traktate, u. a. von Gabriel Heveneši, Paul Segner, Martin Becan, Charles Wuitasse und Martin Szentiványi. Zu den Autoren, deren Werke im deutschsprachigen Raum erschienen sind, gehören Hieremias Drexelius - u. a. mit Orbis Phaethon (München 1629), Punctum honoris aeterni (Wien 1675), Nicetas seu triumphata incontinentia (Wien 1743) und Trismegistus Christianus seu triplex cultus conscientiae caelitum et corporis (Wien 1743) - weiterhin Joannes Nádasi (z. B. mit Cor amoris Dei, sive amor magister cordium cum Dei corde concordium, Wien 1743) sowie Jacques Bénigne Bossuet, Doctrinae Catholicae (Wien 1763).

2.9 Die Gruppe Philosophia bilden 180 Titel des 16. bis 19. Jhs in 256 Bdn; davon sind 95 deutschsprachig, 73 lateinisch, 8 französisch, 3 ungarisch und einer italienisch. Außer einigen auf italienischem Gebiet erschienenen lateinischen Schriften stammen fast alle aus deutschen Druckereien. Druckorte sind Augsburg, Berlin, Braunschweig, Frankfurt, Köln, Leipzig, Mainz, Regensburg, Stuttgart, Tübingen und Würzburg sowie auch Wien. Bei den Slovacica der Sammlung handelt es sich zumeist um Dissertationen und Traktate aus der Akademischen Druckerei in Tyrnau. Vorhanden sind Werke verschiedener philosophischer Schulen von der Antike bis zur deutschen Philosophie des 19. Jhs. Erwähnenswert unter den wenigen Werken zur antiken Philosophie sind u. a. Ciceros Philosophie (Straßburg 1558) und Plutarchs moralisch-philosophische Schriften in deutscher Übersetzung (Wien und Prag 1794). Das humanistische Schrifttum repräsentieren die Werke von Erasmus, darunter Colloquia (Straßburg 1511), Adagia (Amsterdam 1563) und De duplici copia verborum (Heidelberg 1649). An allgemeinen Lehr- und Handbüchern zur Philosophie finden sich z. B. Johann Georg Heinrich Feders Lehrbuch der praktischen Philosophie (Göttingen 1776) sowie Logik und Metaphysik (Göttingen 1790), Albert Stöckls Lehrbuch der Geschichte der Philosophie (Mainz 1870) und Constantin Gutberlets Allgemeine Metaphysik (Münster 1890).

2.10 Den Schwerpunkt bei den philosophischen Schriften bilden die Werke neuzeitlicher deutscher Philosophen, darunter Kants Kritik der praktischen Vernunft (Leipzig 1878) und Kritik der reinen Vernunft (Leipzig 1878), Fichtes Religionsphilosophische Schriften (Leipzig 1846), Zur Seelenfrage (Leipzig 1859) und Vermischte Schriften zur Philosophie, Theologie und Ethik (Leipzig 1869) sowie die Werke von Schopenhauer, Herder, Gottsched, Schlegel und Moses Mendelssohn. Englische Philosophen sind z. B. vertreten durch die Schriften von Thomas More und auch von Charles Darwin. Vorhanden sind darüber hinaus Werke psychologischen Inhalts, wie z. B. Hermann Ulrici, Glauben und Wissen, Speculation und exacte Wissenschaft (Leipzig 1858) sowie Leib und Seele. Grundzüge einer Psychologie des Menschen (Leipzig 1866). Polemiken, Kommentare und Traktate gehören ebenfalls zur Bestandsgruppe, so Ronotte Abbâééš, Die Irrthümer des Herrn von Voltaire (Frankfurt und Leipzig 1773); Der unwissende Philosoph. Aus dem Französischen von Voltaire (Berlin und Leipzig 1785); Johann August Eberhard, Neue Apologie des Sokrates (Frankfurt und Leipzig 1787) und Differenz der Schellingschen und Hegelschen Philosophie (Leipzig 1842). Zu den Werken zur Staatskunde, die ebenfalls dieser Gruppe zugeordnet sind, zählt Jacques Bénigne Bossuets Die Staatskunst, aus den eigenen Worten der heiligen Schrift gezogen (Augsburg 1774).

2.11 Die Gruppe Patristica enthält 163 Titel (645 Bde) vom 16. Jh bis zum beginnenden 20. Jh. Abgesehen von 8 französischen und 10 deutschsprachigen Titeln handelt es sich ausschließlich um lateinische Drucke. 22 der 27 Drucke des 16. Jhs stammen aus Druckereien in Frankfurt, Köln, Wittenberg und Basel. Insgesamt finden sich 64 im deutschen Sprachraum gedruckte Werke, darunter eine Sammlung von Schriften der Kirchenväter (die meisten aus dem 16. Jh) und von Theologen des Mittelalters. Vorhanden sind u. a. Symmachus, Epistolae (Frankfurt 1551) und die Opera des Augustinus (Tom. IV und Tom. VII, Basel 1569); Hieronymus, Opera (Basel 1565 und Köln 1616); Bonaventura, Opera (Mainz 1619) sowie Roberto Bellarmino, Disputationes (Ingolstadt 1601) und De scriptoribus ecclesiasticis (Köln 1613). Hervorzuheben sind ferner Luthers Der Erste Theil ...aller Bücher und Schriften (Jena 1562) und Colloquia oder Tischrede ... (Frankfurt 1574) sowie Melanchthons Corpus doctrinae Christianae (Wittenberg 1562). Den Bestand ergänzen zahlreiche Lehr- und Handbücher zur Patristik, darunter Jacques Paul Mignes Patrologiae cursus completus (Paris 1844-1864) sowie Franz Xaver Reithmayrs Bibliothek der Kirchenväter. Auswahl der vorzüglichsten patristischen Werke (Kempten 1869-1888).

2.12 Zur Bibelwissenschaft liegen in der Gruppe Biblicum insgesamt 221 Titel in 352 Bdn vor. In dieser Gruppe überwiegt das lateinische Schrifttum. Mehr als die Hälfte der Drucke stammt zwar aus deutschen Druckereien, insgesamt liegen aber nur 32 deutschsprachige Titel vor neben 16 ungarischen Titeln, je 8 slowakischen und tschechischen sowie 4 französischen Titeln. Das inhaltliche Spektrum umfaßt komplette Bibelausgaben, Ausgaben des Neuen und des Alten Testaments sowie Teileditionen bis hin zu Erläuterungen und Kommentaren, Evangelien, Psalmen, Kompendien, Episteln, Disputationen, Passionen und Dissertationen. Erwähnung verdienen 4 hebräische Bibelausgaben, die wahrscheinlich im

18. oder 19. Jh in Wien erschienen sind. Ferner seien genannt Theophylact, In Quatuor Evangelia ... (Basel 1554); Petrus Palladius, Isagoge ad libros Propheticos et Apostolicos (Wittenberg 1557); Petrus Canisius, Notae in evangelices lectiones (Freiburg 1593); Concordantiae Bibliorum ad Antiquos et Novos Codices ... (Köln 1629); Biblia sacra (Köln 1679); Annotata ad Pentateuchum, et Libros, qui sequuntur Historicos Josuae, Judicum, Ruth ... (Frankfurt 1695). Aus dem 18. und vom Beginn des 19. Jhs stammen Johan Lorenz Pfeiffer, Biblia, Das ist: Die ganze Heilige Schrift, ...nach der Teutschen Übersetzung D. Martin Luthers (Erfurt 1736); Franciscus Peikhart Matthaeus (München und Ingolstadt 1753) sowie von Luther Das Neue Testament unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi ... (Halle 1801).

2.13 Die Bibliothek besitzt zudem zahlreiche Zeitschriften und Periodika. Neben überwiegend ungarischen Titeln finden sich hier einige deutschsprachige, wie beispielsweise das Journal der Religion, Wahrheit und Litteratur (Augsburg 1797), die Theologisch-praktische Monatsschrift zunächst für Seelsorger (Linz 1825) und Stimmen aus Maria Laach. Katholische Blätter (Freiburg 1871-1891; fortgesetzt im 20. Jh)

3. KATALOGE

Kataloge liegen bisher nicht vor. Eine Katalogisierung mit EDV ist derzeit in Arbeit. Etwa ein Drittel des Bestandes ist in einem hschr. Zugangsbuch verzeichnet. Möglicherweise befinden sich noch historische Nachlaßverzeichnisse der Rosenauer Bischöfe im Archiv der Bischöflichen Bibliothek.

4.DARSTELLUNGEN ZUR GESCHICHTE DER BIBLIOTHEK

Kulla, Jozef: Biskupská kniznica v Roznave [Die Bischöfliche Bibliothek in Roznava]. In: Jozef Kuzmík: Kniznice na Slovensku [Die Bibliotheken in der Slowakei]. Martin 1954, S. 179

Stand: September 1997

Agáta Klimeková


Quelle: Handbuch der historischen Buchbestände in Deutschland. Digitalisiert von Günter Kükenshöner.
Hrsg. von Bernhard Fabian. Hildesheim: Olms Neue Medien 2003.