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Bibliothek des Stadtarchivs

Adresse. Domplatz 31, 38820 Halberstadt; [Karte]
Postfach 1537, 38805 Halberstadt
Telefon. (03941) 55 14 20 und 55 14 21
Telefax. (03941) 68 71 40

Unterhaltsträger. Stadtverwaltung Halberstadt
Funktion. Archivbibliothek.
Sammelgebiete. Stadt-, Heimat- und Regionalgeschichte.

Benutzungsmöglichkeiten. Präsenzbibliothek. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 9-16 Uhr, Freitag 9-12 Uhr. Leihverkehr: DLV über Bibliothek des Gleimhauses (Hs 2).
Technische Einrichtungen für den Benutzer. Kopiergerät, Mikrofilm-Lesegerät, Reader-Printer.
Gedruckte Informationen. Stadtarchiv Halberstadt. 1996 (Faltblatt).
Hinweise für anreisende Benutzer. Schriftliche oder telefonische Anmeldung erbeten. Vom Hauptbahnhof Fußwegnähe (ca. 25 Minuten). Straßenbahnverbindung (Linie 2) oder Busverbindung (Linie 11) bis Haltestelle Holzmarkt. B 79 (von Braunschweig); A 2 (E 30), Ausfahrt Helmstedt, B 245 (von Hannover); Ausfahrt Magdeburg, B 81 (von Berlin). Parkmöglichkeiten am Domplatz.

1. BESTANDSGESCHICHTE

1.1 Die Anfänge der heutigen Bibliothek gehen auf das 16. Jh zurück. Bereits im 17. Jh verfügte die Ratsbibliothek, die vor ihrer Unterbringung im Rathaus zusammen mit der Kirchenbibliothek und der Büchersammlung des Oberpredigers Herold († 1623) in der Martinikirche aufgestellt war, über einen beträchtlichen Bestand theologischer und geschichtlicher Werke. Die Anschaffungen der Magistratsbibliothek im 19. Jh galten vorwiegend den Verwaltungsfächern und der Lokalgeschichte. Um 1906/07 erhielt das Stadtarchiv eine größere Anzahl von Büchern, darunter die Brandenburgischen und Königlich Preußischen Verordnungen und Edikte von 1445-1776 und 1751-1851 nebst Register sowie das Gesetz-Bulletin des Königreiches Westfalen 1808-1812. Bei der Neugründung der Stadtbücherei und Lesehalle Halberstadt im Jahre 1914 wurde mit den älteren theologischen Werken der Martinikirche sowie den Beständen zur Geschichte der Stadt und des Harzes eine Stadtgeschichtliche Bibliothek im Gleimhaus gebildet, die 1926 ca. 4000 Bde umfaßte.

1.2 Der Verlauf des Zweiten Weltkrieges zwang dazu, wertvolle Archivalien, Halberstädter Drucke, Zeitschriften, stadtgeschichtliche Literatur und die Handbibliothek des Stadtarchivs zum Schutz vor Luftangriffen zunächst in die Dompropstei sowie in Kirchen und Gehöfte umliegender Orte auszulagern. 1944 wurden 90 Prozent des Stadtarchivs in Kisten und Paketen, darunter die seit 1808 bis 1940 in Halberstadt erschienenen Zeitungen, Unterlagen des Gymnasiums, des Gleimhauses und des Theaters sowie weitere 8 Kisten mit Teilen der Stadtgeschichtlichen Bibliothek im Salzbergwerk der Solvay AG Plömnitz eingelagert.

1.3 Der Bombenangriff auf Halberstadt am 8. April 1945 zerstörte das Gebäude des Stadtarchivs mit den verbliebenen Restbeständen des Archivs und der Stadtgeschichtlichen Bibliothek vollständig. Bei der Rückholung der ausgelagerten Bestände, z. B. aus Badersleben, mußten erhebliche Diebstähle von Akten, Briefen und Büchern festgestellt werden. Die noch im Dezember 1945 durch die Deutsche Solvay AG als unbeschädigt bestätigten Bestände in Plömnitz waren bereits im Oktober 1945 von der Sowjetischen Trophäenkommission beschlagnahmt worden und wurden laut Protokoll im August 1946 in 87 Kisten und 704 Paketen nach Leningrad abtransportiert.

1.4 Im Juni 1945 begann in Halberstadt der Wiederaufbau des Stadtarchivs im Gleimhaus. Dank öffentlicher Aufrufe zur Rückgabe von widerrechtlich angeeigneten Archivalien und Büchern und durch Buchankäufe verfügte die Stadtgeschichtliche Bibliothek 1946 wieder über 850 Bde. 1950 zog das Stadtarchiv in den Petershof am Domplatz um. Im Laufe der folgenden Jahre erhielt die Bibliothek sporadisch und auf Umwegen über andere Archive und Bibliotheken weitere ausgelagerte Bestände zurück, so z. B. zwischen 1950 und 1957 aus der Universitätsbibliothek Leipzig und 1953 aus dem Deutschen Zentralarchiv Potsdam. Im Jahre 1954 umfaßte die Bibliothek 2200 Bde, im Jahre 1957 über 3500.

1.5 Im Rahmen der Restitution deutscher Kulturgüter aus der Sowjetunion konnte das Stadtarchiv im Februar 1959 83 Kisten (d. h. 770 der 999 ausgelagerten Aktenpakete, darunter die Halberstädter Zeitungen und der Hauptteil der beschlagnahmten Bücher) in Empfang nehmen. Nach gemeinsamer Verwaltung mit dem Kreisarchiv zwischen 1974 und 1990 ist das Stadtarchiv seit dem 1. Januar 1991 wieder der Stadtverwaltung zugeordnet. Am 24. April 1991 folgten 17 weitere Kartons mit Urkunden, Ratsprotokollen, Rechnungsbüchern sowie Magistratsakten, die 1990 aus dem Moskauer Archiv für alte Akten gemeinsam mit Aktengut des Bremer Staatsarchivs zurückgegeben worden waren. Im gleichen Jahr wurde die Erschließung der Zeitungssammlung aufgenommen und die 1984 zunächst mit Schülern begonnene Katalogisierung der Archivbibliothek fortgesetzt. Seit April 1995 stehen dem Stadtarchiv im neu erbauten Anbau des Gleimhauses moderne Magazin-, Benutzungs- und Funktionsräume zur Verfügung.

2. BESTANDSBESCHREIBUNG

Chronologische Übersicht und Übersicht nach Sprachen

2.1 Der bis auf etwa 200 Bde erschlossene Gesamtbestand von ca. 10.000 Bdn enthält 2969 erfaßte historische Titel. Davon stammen 12 aus dem 16. Jh, 58 aus dem 17. Jh und 323 aus dem 18. Jh. Den Hauptanteil bilden mit 2576 Titeln die Werke des 19. Jhs. 2878 Titel erschienen in Deutsch, 80 in Latein (17. Jh 4, 18. Jh 3 sowie 19. Jh 73), 2 in Englisch sowie 7 in Französisch. Zwei Titel sind Notendrucke des 16. Jhs. Die Ermittlung der Titelzahl erfolgte anhand des mit zahlreichen Mehrfachnachweisen ausgestatteten Sachthemen-Kataloges, wobei die Titel bereits bei ihrem ersten Auftreten gezählt wurden. Hinzu kommen die 4 separat erschlossenen Sondersammlungen. Systematische Übersicht

2.2 Ein einleitendes Katalogfach " Nachschlagewerke" verzeichnet 12 historische Titel unterschiedlicher Thematik aus dem 19. Jh, darunter mehrere Ortslexika von Preußen und dem Deutschen Reich, z. B. Karl von Rottecks Staats-Lexikon (Altona 1845-1849) oder Johann Heinrigs' Verzeichniß sämmtlicher Vorlagen zum Erlernen der Schönschreibkunst und der calligraphischen Kunstblätter so weit sie bis September 1829 erschienen sind (Halberstadt o. J.).

2.3 Zur allgemeinen Wappenkunde (10 Titel) liegen u. a. vor Christian Friedrich August von Meding, Nachrichten von adelichen Wappen (Hamburg 1789) sowie das Stammbuch des blühenden und abgestorbenen Adels in Deutschland, hrsg. von einigen deutschen Edelleuten (Regensburg 1863-1866). Unter den Zeitschriften erwähnenswert ist der Deutsche Herold (1878-1905; unvollständig).

2.4 Im Fach " Lexika, Atlanten" (7 Titel) sind neben Brockhaus' Allgemeiner deutscher Real-Enzyklopädie für die gebildeten Stände (Leipzig 1819-1820) 2 Schulatlanten ... der Alten Welt in 9 illustrierten Karten (beide Gotha 1824) zu nennen. Unter den deutschen und fremdsprachigen Wörterbüchern (21 Titel aus dem 19. Jh) finden sich neben Karl Lexers Mitteldeutschem Wörterbuch (Leipzig 1872-1878) sowie Karl Schillers und August Lübbens Mittelniederdeutschem Wörterbuch (Bremen 1875-1881) auch 5 französische Wörterbücher (darunter 2 originalsprachige) sowie je 2 lateinische und englische. Johann Spangenbergs Bellum grammaticale liegt in Latein (Göttingen 1887) und Deutsch (Berlin 1895) vor.

2.5 Im Fach " Bibliographie, Literaturverzeichnisse" (5 Titel des 18. und 6 des 19. Jhs) finden sich u. a. Johann Gottfried Heinrich Lucanus, Historische Bibliothek vom Fürstenthum Halberstadt, oder Verzeichniß der den ältern und neuern Zustand dieses Landes betreffenden Schriften (Halberstadt 1778), sowie Georg Arndts Übersicht über die Literatur betreffend Einführung der Reformation in den zur Provinz Sachsen vereinigten Gebieten und über die Reformationsjubelfeiern in den vergangenen Jahrhunderten (o. O., Ende 19. Jh). Vorhanden sind auch verschiedene Dokumente zu verschollenen, für das Halberstädter Geistesleben und die Stadtgeschichte ehemals wichtigen Bibliotheken, z. B. 5 Auktionskataloge von Halberstädter Privatbibliotheken des 18. Jhs, darunter die des Predigers und Konsistorialrates Johann Gottfried Heinrich Lucanus (Halberstadt 1795).

2.6 Das Fach " Quellenkunde" verzeichnet 18 Titel (davon 3 des 18. Jhs). Vorhanden sind Sammlungen von Regesten, Diplomatica, Bullen und weiteren Geschichtsquellen, z. B. zu Quedlinburg, Stolberg, Magdeburg, Harzburg und anderen Gebieten. 17 Titel (davon einer aus dem 18. Jh) sind Urkundenbücher, darunter die Veröffentlichungen des Halberstädter Gymnasialdirektors und Stadtarchivars Gustav Schmidt (1829-1892) über Päpstliche Urkunden und Regesten aus den Jahren 1295-1352 (Halle 1886) und 1353-1378 (Halle 1889) sowie der Halberstädter Urkunden zur Geschichte der Stadt, des Bistums und der Collegiatstifte. Weitere Urkundensammlungen liegen vor u. a. von Quedlinburg (Friderich Ernst Kettner, Leipzig 1712; Karl Janicke, Halle 1873-1882) und Wernigerode bis 1460 (Eduard Jacobs, Halle 1891). Neun Titel (19. Jh) gelten Themen des Archivwesens.

2.7 Im Fach " Genealogie" finden sich 212 Titel (16. Jh einer, 17. Jh 7, 18. Jh 38 und 19. Jh 166). Anzuführen sind z. B. Johann Christoph Dreyhaupts Genealogische Tabellen oder Geschlechts-Register sowohl der vornehmsten im Saalkreyse mit Ritter-Gütern angesessenen Adelichen Familien ... (Halle 1750), erschienen als Beilage zu Bd 2 der Pagus Neletici et Nudzici oder Ausführliche diplomatisch-historische Beschreibung des zum ehemaligen ... Herzogthum Magdeburg gehörigen Saal-Creyses (Halle 1749-1750) sowie David Chytraeus' Newe Sachssen Chronica vom Jahr Christi 1500 biß auffs [MD] XCVII. (Leipzig 1607). Aus dem Fach " Familien, Geschlechter" (18. Jh 10 Titel und 19. Jh 18) sei erwähnt Leberecht Guerike, Theatrum nobilitatis Praecipue equestris ordinis inferioris Germaniae, imprimis Saxoniae circulorum ... usque ad annum MDCCXXX (Magdeburg 1730). Ebenfalls hier eingeordnet wurde Christian Gottlieb Jöchers Allgemeines Gelehrten-Lexikon (Leipzig und Delmenhorst 1750-1897). Einige der im Fach " Genealogie" sowie im Fach " Biographien" (5 Titel des 18. Jhs und 7 Titel des 19. Jhs) eingeordneten Titel behandeln Luther und Wallenstein, dabei insbesondere deren Aufenthalt in und Verhältnis zur Stadt Halberstadt (teilweise in mehreren Exemplaren).

2.8 Der Bestand " Münzen und Münzkunde, Siegel" weist 11 Titel auf, darunter Karl Friedrich Zepernick, Die Capitels und Sedisvacanzmünzen und Medaillen der ganzen Erz-, Hoch- und unmittelbaren Reichsstifte (Halle 1822, nebst Ergänzung von 1825 sowie deren Nachtrag aus dem Jahr 1834).

2.9 Zu den 70 Titeln des Faches " Natur, Umwelt" (17. Jh einer, 18. Jh 6 und 19. Jh 63) gehören u. a. Thomas Schreibers Kurtzer Bericht von Aufkunft und Anfang der Fürstl. Braunschweig-Lüneburgischen Bergwercke an und auf dem Hartz (Osterode und Nordheim 1678) und Christian Carl Platos anonym erschienene Unterhaltsame topographische und statistische Beschreibung einer Sommerreise durch die Provinzen Magdeburg, Braunschweig, Halberstadt und Barby (Halle 1791).

2.10 Der Komplex " Lebensweise, Sprach- und Schriftentwicklung, Gesellschaftsentwicklung" enthält 44 Titel (17. Jh einer, 18. Jh 2 und 19. Jh 41) zu Volkskunde, Brauchtum, Sitte, Bevölkerungsgeschichte u. ä. Erwähnung verdienen z. B. Christoph Hartknoch, Alt- und Neues Preussen oder Preussische Historie (Frankfurt und Leipzig 1684) sowie aus Christoph Otto Mylius' Corpus Constitutionum Marchicarum die ... von Policey-, Hochzeits-, Kindtauffen-, Begräbniß und Trauer-Kleider gehörigen Ordnungen (Berlin 1740).

2.11 Zu " Stadtentwicklung, -verfassung, Städtetag, Straßen- und Ortsnamen" liegen 9 Titel vor (2 davon aus dem 18. Jh), darunter 2 Exemplare der Städteordnung für die sechs östlichen Provinzen der Preußischen Monarchie vom 30. Mai 1853 nebst Ergänzungsgesetz vom 25. Februar 1856 (Breslau 1856).

2.12 Im Fach " Landwirtschaft" (35 Titel) verdienen Erwähnung Lucius Junius Columella, Vom Ackerbau (Magdeburg 1612) und Palladius Rutilius, Von dem Bawers Werck (Magdeburg 1612). Von aktueller Bedeutung für die Region waren um die Mitte des 19. Jhs Bücher wie Louis Walkhoff, Der praktische Rübenzuckerfabrikant und Raffinadeur, ein Lehr- und Hülfsbuch (Braunschweig 1866) und andere.

2.13 Im Bestand " Wirtschaft und Technik" (59 Titel: 17. Jh einer, 18. Jh 4 und 19. Jh 54) finden sich u. a. die Hansischen Geschichtsblätter (1878-1969; unvollständig) sowie Einzelveröffentlichungen über verschiedene Industriezweige, wie den Kanal-, Eisenbahn- und Bergbau.

2.14 " Denkmale und die Denkmalpflege" behandeln 27 Titel des 19. Jhs. Vorhanden sind z. B. die Jahresberichte des Vereins zur Erhaltung der Denkmäler der Provinz Sachsen (1894-1900) sowie der dem Kreis Oschersleben gewidmete Bd 14 (hrsg. von Gustav Schmidt, Halle 1891) aus der Reihe Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete. Dem Fach " Archäologie" sind insgesamt 17 Werke zugeordnet (3 des 18. Jhs und 14 des 19. Jhs).

2.15 Zur Gruppe " Recht, Rechtswissenschaft, Staat, Politik und Polizei" liegen 55 Titel vor (17. Jh einer, 18. Jh 6 und 19. Jh 48). 89 Titel (17. Jh 3, 18. Jh 11 und 19. Jh 75) sind " Rechtliche Bestimmungen", u. a. zum Allgemeinen Landrecht für die Preußischen Staaten (Berlin 1835 u. ö.). Zwei Ausgaben beinhalten die Allgemeine Gerichtsordnung für die Preußischen Staaten (Berlin 1795 und 1828). Ein Sammelband umfaßt gedruckte Abschriften von Bekanntmachungen und Verordnungen von Bischöfen, Kurfürsten und Königen von Preußen 1612-1810 ( o. O. o. J.).

2.16 Der Bestand " Militärgeschichte, Kriege" (86 Titel: 17. Jh einer, 18. Jh 4 und 19. Jh 81) enthält Darstellungen verschiedener Kriege in Deutschland, Flugblätter und Nachrichten von den Kriegsschauplätzen aus den Jahren 1869 bis 1871 sowie Regimentsgeschichten, Dienststellen- und Ranglisten, zumeist preußischer Armee- und Marineeinheiten.

2.17 Ältester Titel im Fach " Kirchengeschichte einschließlich der jüdischen" (41 Titel: 16. Jh einer, 17. Jh 6, 18. Jh 4 und 19. Jh 30) ist Johann Arndts Ikonographie (Halberstadt 1597). Erwähnung unter den Titeln des 17. Jhs verdient vor allem Johann Böttigers Praxis Christianismi, Das ist: Gottselige übung des wahren Christenthumbs (Halle 1648) und ...

Praxis Statuum, Das ist: Christliche Betrachtung und Übung Der Empter und Stände in der Christenheit (Halberstadt 1646).

2.18 Die Bibliothek besitzt 16 Bibeln (17. Jh eine, 18. Jh 6 und 19. Jh 9). Sieben Ausgaben stammen aus Halberstädter Druckereien, davon 4 aus der Druckerei Ziegler (1765, 1771, 1780 und 1783) und 3 aus dem Druckhaus Doelle (1807, 1824 und 1826). Ebenfalls in Halberstadt erschien C. E. Brendels Biblisches Spruchregister oder Handbuch zur Erleichterung des Auffindens der biblischen Sprüche (Halberstadt 1831). Von den 39 Gesangbüchern wurden 17 bei Ziegler sowie 7 bei Doelle (4 für den reformierten Gottesdienst und 3 für die katholische Kirche) gedruckt. Aus dem 18. Jh liegen 2 Erbauungsschriften vor, darunter Luthers Postilla (Nürnberg 1786), hrsg. von Johann Spangenberg.

2.19 Im Bereich " Reformation, Luther" (35 Titel, davon 5 aus dem 18. Jh) finden sich u. a. Joachim Barward Lauensteins Hildesheimer Kirchen- und Reformationshistorie (11 Bde, Braunschweig 1734-1736), eine Ausgabe von Luthers Briefwechsel (Stuttgart 1893) sowie einige Monographien zu Aufenthalten des Reformators z. B. in Torgau und Halle.

2.20 Die Geschichte des Reichsstifts Quedlinburg behandeln 12 (davon 3 des 18. Jhs), die des Stifts Magdeburg 8 Titel. 24 Titel (davon 3 des 18. Jhs) sind Urkundenbücher und Beschreibungen von Kunstwerken und ähnlichem von weiteren Klöstern und Stiften, z. B. Johann Gustav Büschings Reise durch einige Münster und Kirchen des nördlichen Deutschlands im Spätjahr 1817 (Leipzig 1819).

2.21 Der Bereich " Schule und Bildung" (93 Titel: 16. und 17. Jh je 2, 18. Jh 6 und 19. Jh 83) enthält Schul- und Universitätsgeschichten der Provinz Sachsen, Jahresberichte, Gymnasialprogramme und -reden, Universitätsvorträge, Schulverordnungen, die Verhandlungsprotokolle der Direktoren-Versammlung der Provinz Sachsen (Halle 1880-1927) sowie Schullehr- und Liederbücher. Zur Philosophie liegen 10 Titel vor (18. Jh einer und 19. Jh 9).

2.22 Im Fach " Literatur zur Unterhaltung" (25 Titel) reicht das Spektrum von Sagensammlungen ( u. a. Kyffhäusersage) über Geschichten von Sonderlingen aus der Region bis zu Niederschriften von Kriegserlebnissen.

2.23 Das Fach " Medizin" (7 Titel, 3 davon aus dem 17. Jh) enthält Halberstädter und Magdeburger Arzneibücher, wie Henning Scheunemanns Hygeia Argenta. Das ist ... Ein über aus schön heilsamb Silbergewechs (Halberstadt 1614), allgemeinverständliche medizinische Vorträge sowie Titel zur Gesundheitsgesetzgebung und Militärmedizin.

2.24 Der Bestand zur " Kunst- und Kulturgeschichte, allgemein" (49 Titel) faßt kulturgeschichtliche Darstellungen verschiedener Zeitabschnitte zur Literatur-, Theater-, Musik-, Kunstgeschichte und Kunstbetrachtungen und Texte von Balladen, Dramen, Liedern, Sagen und Legenden aus der Region zusammen. Weitere 23 Titel sind Festschriften und Beschreibungen von staatlichen und kirchlichen Jubelfeiern, von Denkmalsenthüllungen sowie Gewer be-, Industrie- und Kunstausstellungen.

2.25 64 Titel dokumentieren die Aktivitäten von historischen, kunstwissenschaftlichen, gewerblich-industriellen und sozialen Vereinen sowie Freimaurerlogen. Zu den meist periodischen, z. T. langjährigen Veröffentlichungen zählen neben den von der Historischen Kommission der Provinz Sachsen publizierten Neujahrsblättern in Einzelthemen (ab 1877) vor allem die Neuen Mittheilungen aus dem Gebiet historisch-antiquarischer Forschungen (Halle 1838-1893, unvollständig.)

2.26 Die Gruppe " Weltgeschichte und Geschichte des Auslandes" weist 70 Titel auf (17. Jh einer, 18. Jh 6 und 19. Jh 63), darunter mehrere umfangreiche Standardwerke, wie Georg Webers Allgemeine Weltgeschichte (Leipzig 1857-1880 und Register, 1865), Friedrich Christoph Schlossers Weltgeschichte (Berlin 1900), Karl von Rottecks Allgemeine Geschichte vom Anfang der historischen Kenntniß bis auf unsere Zeiten (Freiburg i. Br. 1832-1833) oder Curt Wernickes Die Geschichte der Welt mit den Teilen Geschichte der Neuzeit (Berlin 1861-1862) und Die Geschichte der neuesten Zeit (Berlin 1881). Zur Französischen Revolution liegen z. T. in mehreren Ausgaben Titel vor von François Auguste Mignet (Quedlinburg und Leipzig 1826-1830 sowie Paris und Leipzig 1835) und Heinrich von Sybel (Düsseldorf 1877). Vorhanden ist auch Der Engelländische und Holländische Staat unserer Zeit (Köln 1703).

2.27 Zur " Deutschen Geschichte in Zeitabschnitten" enthält der Bestand 5 Gesamtdarstellungen. Im Fach " Altertum und Vorzeit der Deutschen Geschichte" (18. Jh ein Titel und 19. Jh 8) liegt u. a. vor Caspar Calvör, Saxonia Inferior Antiqua Gentilis et Christiania. Das ist das alte Heydnische und Christliche Niedersachsen (Goslar 1714). Zu " Mittelater, Reformation" (42 Titel) sei hingewiesen auf Walter Schultze, Die Geschichtsquellen der Provinz Sachsen im Mittelalter und in der Reformationszeit (Halle 1893) sowie auf 21 Bde der Reihe Monumenta Germaniae Historica (Hannover 1826-[1866]).

2.28 Im Abschnitt " Neuzeit" (2 Titel des 18. Jhs und 32 des 19. Jhs) behandeln 9 Titel den Dreißigjährigen Krieg und die deutschen Befreiungskriege. Zum Westfälischen Frieden finden sich Johann Ludolph Walthers Universal-Register über die sechs Theile der Westphälischen Friedens-Handlungen und Geschichte (Göttingen 1740) und eine Lebens-Geschichte der Westphälischen Friedens-Gesandten (o.O., o.J.). Fünf Titel gelten der bürgerlich-demokratischen Revolution von 1848/49. Julius Fröbel behandelt das System der Socialen Politik (München 1847). Die meisten der insgesamt 17 Titel zum Deutschen Reich sind Ausgaben des Bürgerlichen Gesetzbuches aus den achtziger Jahren des 19. Jhs. Unter den Veröffentlichungen über die Verfassung des Deutschen Reiches finden sich 2 Ausgaben (Leipzig und Hannover) aus dem Jahre 1849.

2.29 Im allgemeinen Teil des geographisch gegliederten Kataloges zur deutschen Geschichte (" Deutsche Geschichte geographisch") finden sich 13 Nachweise, darunter z. B. Ernst Försters Handbuch für Reisende in Deutschland (München 1853; mit Kupferstichen von Stadtplänen und Eisenbahnkarten) sowie Julius Grotes Verzeichniß jetzt wüster Ortschaften, welche im Herzogthum Braunschweig, Königreich Hannover, Halberstädtischen, Magdeburgischen und in den angrenzenden Ländern belegen waren (Wernigerode 1863). Zu Anhalt liegen 5 Titel des 19. Jhs vor, zu Sachsen 4 des 18. Jhs, u. a. Jacob Friedrich Ludwig, Das Sächsische Weichbild in der Lateinischen und jetzo gebräuchlichen Hoch-Teutschen Sprache aus alten bewährten Codicibus (Halle 1721). 54 Titel betreffen die Provinz Sachsen, darunter Eduard Jacob, Geschichte der in der Provinz Sachsen vereinigten Gebiete (Goslar 1883) und G[ustav] Hertel, Landeskunde der Provinz Sachsen und des Herzogthums Anhalt (Breslau 1890) sowie das periodisch erschienene Handbuch der Provinz Sachsen (Magdeburg und Salzwedel 1839, 1865, 1889 und 1900). Ein Titel gilt Ostfalen, 12 Titel (davon je 2 aus dem 17. und 18. Jh sowie 8 aus dem 19. Jh) behandeln die Mark Brandenburg.

2.30 Unter den 86 Titeln zur Geschichte Preußens finden sich neben Gesamtdarstellungen auch Abhandlungen zu politischen Einzelfragen, so Die neuen Wahlen des Preußischen Volks (Berlin 1849) oder Max Lenn, Preußen und die Katholische Kirche seit 1640 (Leipzig 1878). Auch Titel zur Geschichte verschiedener staatlicher Institutionen liegen vor, z. B. Heinrich von Stephan, Geschichte der Preußischen Post von ihrem Ursprunge bis auf die Gegenwart (Berlin 1859), Carl Rudolf von Ollech, Über die sittlichen Grundlagen in der historischen Entwickelung der preußischen Armee (Berlin 1872) oder Johann Daniel Friedrich Rumpf, Der Preußische Secretär (Berlin 1815).

2.31 Zur Geschichte Thüringens liegen 9 Titel vor, zur Geschichte des Herzogtums Braunschweig 8 (einer davon aus dem 17. Jh, 2 aus dem 18. Jh und 5 aus dem 19. Jh). Der Geschichte des von 1648 bis 1815 bestehenden Herzogtums Magdeburg widmen sich 4 Titel aus dem 18. Jh, u. a. Johann Heinrich Häveckers Chronica und Beschreibung der Städte Calbe, Aken und Wantzleben ... (Halberstadt [1720]) und die Revidirte Berg-Ordnung für das Herzogthum Magdeburg, Fürstenthum Halberstadt, die Grafschaften Mannsfeld, Hohenstein und Reinstein (Berlin 1772). Für den 1815 neu gebildeten Regierungsbezirk Magdeburg in der Preußischen Provinz Sachsen erschienen 1843 gleich zwei historisch-geographisch-statistisch-topographische Darstellungen von J. A. F. Hermes und M. J. Weigelt (Magdeburg 1843) und A. Kober (Halberstadt 1843). Unter den periodischen Veröffentlichungen zu nennen sind vor allem die Geschichtsblätter für Stadt und Land Magdeburg (1869-1939/41).

2.32 Zehn Darstellungen zur Geschichte Niedersachsens (17. Jh 3, 18. Jh 2 und 19. Jh 5) verdeutlichen geschichtliche Berührungspunkte zum Raum Sachsen-Anhalt, so z. B. Caspar Abels Sammlung etlicher noch nicht gedruckten Alten Chronicken, als der Nieder-Sächsischen, Halberstädtischen, Quedlinburgischen, Ascherslebischen und Ermslebischen (Braunschweig 1732). Vier Titel behandeln Lüneburg. Die zeitweilige Bindung an Westfalen dokumentieren 4 Titel des 19. Jhs. Darüber hinaus liegen vor je 2 Titel des 19. Jhs zur Geschichte des Regierungsbezirks Kassel und der Oberlausitz sowie ein Titel (18. Jh) zu Mecklenburg. Drei Titel (19. Jh) behandeln den Rheingau.

2.33 203 Titel (16. und 17. Jh je einer, 18. Jh 20 sowie 19. Jh 181, davon 174 Titel in Deutsch und 7 in Latein) sind Darstellungen über " Städte, Dörfer und Kreise", vorwiegend im Raum Braunschweig-Magdeburg-Halle-Wittenberg, darunter z. B. die Sorgfeltige und sehr gründliche Beschreybung der weytberühmten guten Stadt Braunschweig (Braunschweig o. J.), D. Friedrich Hondorffs ... Beschreibung des Saltz-Wercks zu Halle in Sachsen, hrsg. von Johann Christoph Dreyhaupt (Halle 1749) oder Heinrich Wilhelm Bensen, Das Verhängniss Magdeburgs (Schaffhausen 1858). Hinzu kommen Beschreibungen Merseburgs sowie zahlreicher kleinerer Orte. Einige Beiträge widmen sich der Hallenser Universität (Kurtze Nachricht von der Stadt Halle und absonderlich von der Universtität daselbst, Halle 1709) und dem Magdeburger Domgymnasium.

2.34 Der größtenteils aus dem 19. Jh stammende Bestand zu dem der Stadt Halberstadt nahe gelegenen Harzgebiet umfaßt insgesamt 196 Titel. Der älteste Titel ist Georg Henning Behrens' Hercynia curiosa i. e. curiöser Hartz-Wald, darinnen alle, an- und auf dem Hartz gelegene Hölen, Seen, Brunnen, Berge und daselbsten anzutreffende Curiositeten beschrieben werden (Nürnberg und Altdorf 1720). Es folgen Julius Bernhard von Rohr, Geographische und Historische Merckwürdigkeiten des Ober-Hartzes (Frankfurt und Leipzig 1739) sowie Rudolph Leopold Homanns Alterthümer des Harzes (Clausthal 1754).

2.35 119 Titel (17. Jh 4, 18. Jh 13 und 19. Jh 102) berichten über " Harzstädte und -kreise, Grafschaften und Betriebe", davon allein 35 über die Stadt Quedlinburg sowie 17 über Wernigerode und den Grafen zu Wernigerode-Stolberg. Hinzu kommen Titel zu den Grafschaften Hohenstein, Mansfeld, dem Fürstentum Blankenburg sowie den Städten Goslar, Nordhausen und anderen. 19 Titel liegen vor zu den ehemaligen Klöstern Michaelstein, Ilsenburg, Drübeck, Hermesleben, Kelbra, Stötterlingenburg, Walkenried, Aschersleben sowie der Benediktinerabtei Huysburg (8 Titel). Von Christian Friedrich Kessling sind vorhanden die Nachrichten von Schriftstellern und Künstlern der Grafschaft Wernigerode vom Jahre 1074 bis 1855 (Magdeburg 1856).

2.36 Zum Harz liegen aus der Zeit vor 1900 20 Zeitschriften, Kalender, Jahrbücher und andere Periodika vor, darunter neben dem Harz-Boten (1831-1833) auch die 1868 in Gernrode gegründete und noch heute erscheinende Zeitschrift des Harzvereins für Geschichte und Altertumskunde nebst zahlreichen Extraausgaben und Sonderdrucken. Fünf Titel haben Sagen und Geschichten über den Harz zum Inhalt, 7 sind Wanderführer.

2.37 Zu " Münzen und Siegeln des Harzes einschließlich Halberstadts" liegen u. a. vor Johann George Adalbert von Mülverstedts Mittelalterliche Siegel aus den Harzländern (o. O. um 1870) sowie Adalbert Dürings Übersicht über die Münzgeschichte des kaiserlichen freien weltlichen Stiftes Quedlinburg (Quedlinburg 1886).

2.38 22 Titel (18. Jh einer und 19. Jh 21) beziehen sich auf einzelne Orte des heutigen Kreisgebietes Halberstadt, z. B. auf Derenburg, Ermersleben, Groß-Quenstedt und Osterwieck und andere. Der Landwirtschaft und Verwaltung von Domänen in der Region gelten 10 Titel des 19. Jhs. Achtzehn Titel zu Halberstadts Geschichte konzentrieren sich auf die Stadtgeschichte im engeren Sinne (18. Jh 8 und 19. Jh 10, 7 davon in Deutsch, 3 in Latein). Zu nennen sind hier vor allem der Sammelband Fasciculus Opusculorum historicum selectus (Halberstadt 1721), eine anonym erschienene Geschichte von Halberstadt (Halle 1765), Ludwig Friedrich Niemann, Geschichte des vormaligen Bisthums und jetzigen Fürstenthums, insbesondere aber der Stadt Halberstadt (Halberstadt 1829) und Carl Elis, Chronik der alten Bischofsstadt Halberstadt (Halberstadt 1859). In mehreren Ausgaben vorhanden ist Gustav Schmidts Urkundenbuch der Stadt Halberstadt (Halle 1878-1892 u. ö.).

2.39 Den Bestand zur Stadt Halberstadt ergänzen 36 " Stadt-, Reiseführer und Wegweiser" (19. Jh), darunter Ludwig Friedrich Niemann, Die Stadt Halberstadt und die Umgebung derselben. Versuch eines topographischen Handbuchs für Einheimische und Reisende (Halberstadt 1824). " Halberstädter Straßen, Gebiete, Häuser" erläutert das Standardwerk von Karl Scheffer, Inschriften und Legenden Halberstädter Bauten (Halberstadt 1864). 46 Titel (17. Jh 2, 18. Jh 6 und 19. Jh 38) zur " Stadtverwaltung" enthalten schwerpunktmäßig Ortsstatuten sowie Stadt-, Feuer-, Markt-, Straßen-, baupolizeiliche und Schulordnungen.

2.40 Die Mehrzahl der Gesamtdarstellungen und Historien zu einzelnen Zeitabschnitten ist dem Territorium des " Landes" (Bischofs- und Fürstentum) Halberstadt gewidmet. Die frühe Geschichte sowie " Bistum, Bischöfe und Reformation" (13 Titel) behandeln u. a. Georg Hermann Feuerbaum, Historia Halberstadensis ab originibus per singulos episcopos ad praesentem statum repetita (Jena 1675), Johann Georg Lenckfeld, Antiquitates Halberstadensi oder historische Beschreibung des Bisthums Halberstadt und deren Bischöfe (Wolfenbüttel 1714) sowie Friedrich Eberhard Boysen, Monumenta inedita rerum germanicarum praecipue Magdeburgicarum et Halberstadiensium (Leipzig und Quedlinburg 1761). Aus dem 19. Jh sei verwiesen auf Wilhelm Langenbecks Geschichte der Reformation des Stiftes Halberstadt (Göttingen 1886) sowie das Urkundenbuch des Hochstiftes Halberstadt und seiner Bischöfe (Leipzig 1883-1889) und das Urkundenbuch der Collegiat-Stifter S. Bonifaci und S. Pauli in Halberstadt (Halle 1881), beide ediert von Gustav Schmidt.

2.41 Jeweils einbezogen ist die Geschichte des Episkopats in die bis zum Fürstentum weiterführenden Chroniken und Gesamtdarstellungen (18. Jh 6 und 19. Jh 19), die größtenteils bis zur Aufnahme Halberstadts in die Preußische Provinz Sachsen im Jahre 1816 berichten. Aus dem 18. Jh stammen Samuel Lenz, Diplomatische Stiffts- und Landeshistorie von Halberstat und angräntzenden Oertern (Halle 1749), Carl Gottlob von Benningsen, Merckwürdigkeiten der Halberstädtischen Geschichte (Halberstadt 1751) sowie Caspar Abel, Stiffts-, Stadt- und Land-Chronik Des jetzigen Fürstenthums Halberstadt (Bernburg 1754). Vorhanden ist auch das erste Topographisch-statistische Handbuch vom Fürstenthume Halberstadt (Magdeburg 1803), verfaßt von Joachim Heinrich Bruder " ... für Gebildete aller Stände". Wilhelm Frantz Klamer gab die Geschichte des Bisthums, nacligen Fürstenthums Halberstadt von seiner Gründung ums Jahr 800 bis zur Aufnahme in die Provinz Sachsen im Jahre 1816 (Halberstadt 1853) heraus.

2.42 Das geltende Recht im Fürstentum Halberstadt (9 Titel; 17. Jh 2, 18. Jh 6 und 19. Jh einer) enthalten der Sammelband Halberstadensia Edicta 1658-1772 ( o. O. o. J.) sowie Leopold August Wilhelm Lentzes Provinzialrecht des Fürstenthums Halberstadt und der zu demselben gehörigen Graf- und Herrschaften Hohenstein, Regenstein und Derenburg (Leipzig 1827). Verordnungen der Markgrafen von Brandenburg, später der preußischen Könige, bestimmten seit 1648 die Regelungen für Akzise, Kirchenwesen, Familienfeste, aber auch Bauaufsicht und anderes im Territorium Halberstadt. In einer gesonderten Gruppe " Kriege und Revolutionen in Halberstadt, Halberstädter Militär" liegen 5 Titel vor (darunter je einer aus dem 17. und 18. Jh).

2.43 Die " Halberstädter Kirchengeschichte, Reformation" behandeln 28 Titel (17. Jh 4, 18. Jh 7 und 19. Jh 16), z. B. Albert Reinecke, Die Einführung des Christenthums im Harzgau im achten Jahrhundert mit besonderer Berücksichtigung der Gründungsgeschichte des Bisthums Halberstadt (Osterwieck 1888) und Gustav Nabe, Die Kirchenvisitationen des Bisthums Halberstadt in den Jahren 1564 und 1589 (Halle 1880). Vorhanden sind auch Kirchenordnungen und Klosterhistorien. Der Bestand " Prediger und Predigten in Halberstädter Kirchen, Festgottesdienste" umfaßt 39 Titel (16. Jh einer, 18. Jh 6 und 19. Jh 32). In größerer Anzahl liegen anlaßgebundene Predigttexte vor sowie Noten und Texte zu Kirchenfesten, z. B. zum Jubiläum der Reformationseinführung des Jahres 1891.

2.44 84 Titel (16. Jh 4, 18. Jh 11 und 19. Jh 69) sind Darstellungen von Bau-, Allgemeingeschichte und Ereignissen in verschiedenen Halberstädter Kirchen sowie Beschreibungen ihrer Kunstschätze. Zum Teil über längere Zeiträume liegen die gedruckten Kirchenkalender vor, so von der Hohen Stifts- und Domkirche (1828-1939), der St. Johanniskirche (1869-1922), der Liebfrauenkirche (1877-1918 und 1939), der Martinikirche (1848-1933/34) und der Moritzkirche (1851-1936/37). Fünf Titel betreffen die jüdische Geschichte in Halberstadt.

2.45 Zum Bestand " Armen- und Gesundheitswesen" (17. Jh ein Titel und 19. Jh 9) gehören mehrere Berichte und Anordnungen zur Sozialfürsorge. Hingewiesen sei auf das heilkundliche Werk von Georg Graman, Hermetica et jatro-chemica morbi sulphurei cagastrici Curatio (Halberstadt 1614) und Christian Friedrich Heinckes Übersicht De Medicis quos Halberstadensis, Quedlinburgensis, Wernigerodensis... (Halberstadt 1864). Nur noch als Kopien verfügbar sind Johann George Adalbert von Mülverstedts Hierographien, welche auch gesondert in der Zeitschrift des Harzvereins für Geschichte und Altertumskunde für die Kreise Aschersleben und Oschersleben (1869, 1871, 1872 und 1899), die Stadt Quedlinburg (1869), die Grafschaft Mansfeld und das Fürstentum Querfurt (1868) veröffentlicht wurden.

2.46 Halberstädter Denkmale, deren Pflege und Bau behandeln 5 Titel. Zu Handel und Gewerbe, Verkehr und Betrieben in Halberstadt liegen 30 Titel vor (19. Jh), u. a. Festschriften, Geschäftsverträge und Berichte der traditionsreichen Doelleschen Buchdruckerei (Halberstadt 1891), der Zuckerfabrik Ferdinand Heine (Halberstadt 1815 und 1880) sowie ein Salzbuch für Herrn Oberlandesgerichts-Referendar Heine (Halberstadt 1837).

2.47 30 Titel (17. Jh 4, 18. Jh 10 und 19. Jh 16) finden sich zum kulturellen Leben in Halberstadt, zu Traditions- und Heimatpflege. Davon entfallen auf Bühnenwerke, Chöre und Kompositionen 12 Titel (ein Titel des 17. Jhs, 2 des 18. Jhs und 9 des 19. Jhs), z. B. Hypomnemata Musica, Oder Musicalisches Memorial (Quedlinburg 1697) von Andreas Werckmeister (1645-1706), einem in seiner Zeit geschätzten Musiktheoretiker und Organisten der Martinikirche Halberstadt von 1696 bis 1706. Weitere 13 Titel (18. Jh 3 und 19. Jh 10) gelten den Veranstaltungen und Ausstellungen, z. B. den Kunstausstellungen des Halberstädtischen Kunstvereins oder den Halberstädter Winterkonzerten. Aus dem 18. Jh liegen 3 Titel von Jacob August Franckenstein zum Theater vor, z. B. Englisches Theatrum, worinnen dieses Königreichs völlige Historie und sonderbare Veränderungen enthalten (Halberstadt 1725).

2.48 Zu den kulturellen Einrichtungen der Stadt (Bibliotheken, Museen und Theater) liegen 19 Titel vor, darunter der Katalog der Vorgängerinstitution der heutigen Bibliothek des Stadtarchivs, der Catalogus librorum der Magistrats-Bibliothec bey der St. Martini-Kirche (Halberstadt 1745), das Verzeichnis der ehemaligen Regierungsbibliothek Halberstadt (Bibliotheca Regiminis Halberstadensi Catalog Anno MDCCLXXXX. Secundum Materias, Ordine Digestus, Halberstadt 1790), die 1817 an die Bibliothek der Königlichen Regierung Magdeburg überging, sowie ein Katalog der Gleimschen Familienstiftung (Halberstadt 1840).

2.49 Die " Natur in und um Halberstadt" beschreiben u. a. Wilhelm Schatz' Flora von Halberstadt (Halberstadt 1854) und Gestrenges Reglement für den Pickenick auf den Spiegelschen Bergen am 16ten Mai 1845 (Halberstadt) sowie Johann Conrad Rätzels Catalogus oder Eine in ordentlichen Classen abgetheilete Specification vieler aus dem regno animali vegetabili und minerali, raren Colligirten Natural- auch einiger artifical-Cabinet-Stücke (Halberstadt um 1730).

2.50 Der Bestand " Schulen und Unterricht" der Stadt Halberstadt umfaßt insgesamt 82 Titel, darunter auch frühes reformpädagogisches Schrifttum, z. B. Verordnung und Entwurf zur Besserung der Domcapitularischen Landschulen (Halberstadt 1787) oder Johann Werner Streithorsts Sonderdruck Über das Bedürfnis einer Bürgerschule für Halberstadt, erschienen in den Neuen Gemeinnützigen Blättern (10, 1794, I, S. 323-336). Ein allgemeiner Teil enthält Lehrbücher zu verschiedenen Fächern und Unterrichtsstufen, Drucke von Einführungsveranstaltungen für neu berufene Lehrkräfte und Organisten sowie Lebensbeschreibungen einzelner Pädagogen.

2.51 Jahresberichte, Lehrpläne, geschichtliche Darstellungen sowie Veröffentlichungen verschiedener Schulveranstaltungen liegen vor aus dem 1545 gegründeten Martineum (später Städtische Realschule; 11 Titel), dem 1775 gegründeten Königlichen Domgymnasium (29; einer davon aus dem 18. Jh), dem 1778 gegründeten Evangelischen Schullehrer-Seminar (10), der ab 1822 städtischen Höheren Töchterschule (8, davon einer des 18. Jhs), der Höheren Bürgerschule (19. Jh 2 und 18. Jh einer), der Mittelschule (2), der Städtischen Volksschule (3), der Taubstummenschule (2) sowie aus verschiedenen Gewerbe- und Berufsschulen.

2.52 Fast vollständig, z. T. als Bestandteil von Archivalien, vorhanden sind die Jahresberichte (Programme) des Domgymnasiums für die Schuljahre 1850/51 bis 1928/29, als Vorläufer ferner die Neuen Nachrichten von der Domschule zu Halberstadt (Halberstadt 1806). Erwähnung verdienen auch die Gratulationsdrucke auswärtiger Gymnasien ( z. B. Erfurt, Halle und Nürnberg) zum 100jährigen Bestehen des Domgymnasiums nebst wissenschaftlichen Abhandlungen sowie der gedruckte Katalog der Schüler-Bibliothek des Kgl. Domgymnasiums zu Halberstadt (Halberstadt 1879). Von Johann Christoph Sicherer liegt eine Schrift zum 300jährigen Bestehen des Martineums vor (Halberstadt 1845), von Peter Villaume (1746-1825), Prediger der französischen Gemeinde und entschiedener Philanthrop, eine Einladung zur " Prüfung seiner Frauenzimmer" an die von ihm gegründete Töchterschule (Halberstadt 1779).

2.53 183 Titel widerspiegeln die Aktivitäten von Halberstädter Vereinen, Verbänden und Logen. Drei Titel des 18. und 21 des 19. Jhs beinhalten Geschichten, Statuten, Festschriften u. ä. der Harmonie-Gesellschaft (gegr. 1805), der Liedertafel (seit 1829) und des Halberstädter Gesangvereins (seit 1856). Hinzu kommen die Nachrichten des Halberstädter Kunstvereins (gegr. 1828) sowie die Drucke der Ansprachen aus der Literarischen Gesellschaft (1785-1810) nebst einem Bibliothekskatalog dieser Vereinigung (Halberstadt 1796). 13 Titel des 19. Jhs enthalten Jahresberichte, Vorträge und das Verzeichnis der Büchersammlung (Halberstadt 1850) der seit 1840 wirkenden Wissenschaftlichen Gesellschaft zu Halberstadt sowie die Berichte der naturwissenschaftlichen Vereine des Harzes (ab 1844/46 bis 1864) und von Halberstadt und Umgebung (ab 1894).

2.54 Hervorhebung verdienen die halbjährlich in Einzelheften publizierten Abhandlungen des Halberstädter Lesevereins aus den Bereichen Geschichte, Sozialwissenschaften, Ökonomie, Pädagogik, Kunstgeschichte, Naturwissenschaften und Medizin (95 Titel). 14 Titel gehen auf die Landwirtschaftliche Gesellschaft und den Geflügelzüchterverein zurück. Verschiedene Gewerbevereine der Stadt sind mit 6 Titeln, der Schützenverein ist mit 8 Titeln vertreten. Berichte und Predigten der Gustav-Adolf-Stiftung liegen seit 1845 vor, Veröffentlichungen der Missionsvereine und anderer wohltätiger Gremien erst seit den achtziger und neunziger Jahren des 19. Jhs. Fünf Titel sind Mitgliederverzeichnisse und Historien der Halberstädter Loge zu den drei Hammern. Aus anderen Vereinen stammen weitere 6 Titel (davon einer aus dem 18. Jh).

2.55 Das Fach " Halberstädter Persönlichkeiten, Familien, Bürger" weist 55 Titel auf (16. Jh einer, 17. Jh 2, 18. Jh 11 und 19. Jh 41). Vorhanden sind Denkschriften über Halberstädter Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft, Ansprachen und Predigten mit biographischen und autobiographischen Bezügen sowie einige allgemeine Schriften, u. a. des Organisten Andreas Werckmeister (3 Titel: 1691, 1710, 1715), des Theologen Johann Arndt (1555-1621; Paradyß-Gaertlein, Halberstadt 1699) oder auch die Huldigung zur Eheschließung des Diözesankanzlers Peter Böttcher (Chorus musarum, Nordhausen 1568). An dieser Stelle finden sich auch Kataloge, z. B. der Gelehrtenbibliothek des Domschulrektors und Publizisten Nathanael Fischer (1748-1800), zusammengestellt von Christian Friedrich Bernhard Augustin (Halberstadt 1803), oder der gewerblichen Lesebibliothek von Carl Brüggemann (Halberstadt o. J.).

2.56 Aus Halberstadt und anderen Städten stammen 20 historische Adreßbücher (19. Jh), darunter aus Halberstadt ein Adreßbuch von 1841 bis 1857 sowie das Adreß- und Geschäfts-Handbuch von 1858 bis 1918. Hinzu kommt ein Adreßbuch für Hausbesitzer (1878), der Wohnungs-Anzeiger von Halberstadt (1885-1899; unvollständig) und anderes mehr, einige davon in mehreren Exemplaren vorliegend. Sondersammlungen

2.57 Die Sammlung der lokalen Zeitungen (200 Bde) weist 35 Titel aus der Zeit vor 1900 auf. Früheste Veröffentlichung ist die von der Halberstädtischen Literarischen Gesellschaft (1785-1810) herausgegebene Wochenschrift Halberstädter gemeinnützige Blätter (1785/86-1787/88), ab 1788/89 bis 1790/91 als Gemeinnützige Blätter, ab 1791 bis 1800 als Neue gemeinnützige Blätter, ab 1801 bis 1810 als Gemeinnützige Unterhaltungen sowie für 1823 als Halberstädtische Blätter weitergeführt. Das ab 2. April 1808 erschienene Intelligenzblatt, von 1814 bis 1887 weitergeführt als Halberstädtisches Intelligenzblatt mit einigen weiteren Titeländerungen ist mit Lücken vorhanden. Seine Fortsetzung, Halberstädter Zeitung und Intelligenzblatt (1873-1918 mit der Beilage Unterhaltungsblatt), die spätere Halberstädter Zeitung, liegt bis März 1943 und von 1990 bis 1992 fast lückenlos vor und wird als Mikrofilm bereitgestellt. Intelligenzblätter finden sich ferner für die Distrikte Halberstadt und Blankenburg (1808) und für den Bezirk des Königlichen Oberlandesgerichts zu Halberstadt (1822-1845; unvollständig). Hinzu kommen Ausgaben vom Generalanzeiger für Halberstadt und Umgebung (1898-1900 und ab 1991), von der Halberstädter Bürgerzeitung (1890; 1892-1894; 1897-1899; 1901-1902 und 1907) und vom Magdeburger Montagsblatt (1882-1942).

2.58 Die Gesetzblattsammlung (9 Titel vor 1900) enthält u. a. das Amtsblatt zur Kgl. Regierung zu Magdeburg (1816-1943), das Gesetzblatt des Kgl. preußischen Staates (1810-1872), das Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes (1867-1870) und das Reichsgesetzblatt (1871-1943).

2.59 Die Kartensammlung umfaßt etwa 900 Blätter aus der Zeit von 1757 bis 1965 (7 davon aus dem 18. Jh, 850 aus der Zeit von 1801 bis 1945). Vorhanden sind Stadtpläne, Kreis- und Wegekarten sowie Schlachtpläne und Kriegskarten aus der Stadt, der Region, aus anderen Gegenden Deutschlands und des Auslandes.

2.60 Die Leichenpredigtensammlung enthält 221 Drucke aus dem Zeitraum 1601 bis 1895, mit Nachrufen auf z. T. namhafte Persönlichkeiten der Stadt und Region Halberstadt.

3. KATALOGE

3.1 Allgemeine Kataloge

Alphabetischer Katalog

[in Zettelform; in Anlehnung an RAK; z. T. nach hauseigenen Regeln]

Titelkatalog [in Zettelform]

Sachthemen-Katalog [in Zettelform; z. T. mit Mehrfachnachweisen] 3.2 Sonderkataloge

Leichenpredigten im Stadtarchiv

[hschr. Liste; alphabetisch nach den Namen der Verstorbenen; enthält neben dem Namen des Verstorbenen den Namen des Ehepartners, Sterbe- und Geburtsdaten, Prediger, Verfasser weiterer Nachrufe sowie vereinzelt sonstige Verwandte]

Katalog der Zeitungssammlung

[in Listenform; systematische Gliederung, alphabetische Ordnung der Bestandsangaben: Halberstädter Tageszeitungen und Regionalzeitungen, Geschichtliche Beilagen sowie Betriebs- und Dorfzeitungen]

Landkarten, Pläne und Zeichnungen

[Findbuch]

4. DARSTELLUNGEN ZUR GESCHICHTE DER BIBLIOTHEK

4.1 Archivalien

Stadtarchiv:

1589 (892-898):

Luftschutzsicherung des Kulturgutes 1942-1944;

Bestätigung über die Unterbringung von Kisten mit Kunst und Kulturgut der Stadt Halberstadt 1943-1944;

Auslagerung in Plömnitz 1944-1957;

Unterbringung in Plömnitz (Solvay-Werke Bernburg) 1944-1945;

Rücktransport d. ausgel. Kulturgutes aus der Umgebung Halberstadts [und] aus Plömnitz 1945. 421: Archivalienrückgabe durch die Sowjetunion. 1959

1000581:

Übernahme von verloren geglaubtem Archivgut 1987-1995 13890: Übergabe an Archive und Museen. 1992-1995

Archivbibliothek:

1520: Hauptlagerbuch der in Fluchtungsquartieren befindlichen Bilder, Archivalien, Karteien und Handschriften des Archivs Halberstadt [hschr.]

1521: Lagerbuch II der in Fluchtungsquartieren befindlichen Bilder, Archivalien, Karteien und Handschriften des Archivs Halberstadt; 1. Liste der untergestellten Bilder [hschr.]

4.2 Darstellungen

Die Halberstädter Bibliotheken. In: Halberstadt. 2. Aufl. Berlin 1926, S. 21 (Deutschlands Städtebau)

Braune, Corinna: Chronik des Stadtarchivs Halberstadt. Halberstadt 1996

Lenn, Klaus-Dieter; Kolasa, Ingo (Hrsg.): Die Trophäenkommissionen der Roten Armee. Frankfurt a. M. 1996, S. 94, 120, 159 und 244 (Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Sonderheft 64)

Stand: August 1998

Waltraut Guth


Quelle: Handbuch der historischen Buchbestände in Deutschland. Digitalisiert von Günter Kükenshöner.
Hrsg. von Bernhard Fabian. Hildesheim: Olms Neue Medien 2003.