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 Stadt- Und Universitaetsbibliothek (Frankfurt): 
 Bestandsgeschichte, Bestandsbeschreibung 1-161;

2. BESTANDSBESCHREIBUNG

Francofurtensia

2.162 In diesen Sammlungen befindet sich die Literatur, die sich mit Frankfurt befaßt. Es ist zu unterscheiden zwischen der sogenannten Alten Sammlung (Bestände bis 1943), der Neuen Sammlung und der Sammlung Frankfurter Drucke.

2.163 Die Alte Sammlung wurde zu fast zwei Dritteln im Zweiten Weltkrieg vernichtet. Dabei sind manche Sachgruppen vollständig oder nahezu vollständig verbrannt, so die Biographiae Francofurtanae (biographische Literatur zu Frankfurter Persönlichkeiten), Commercium Francofurtanorum (Handel und Wirtschaft), Dissertationes Francofurtanorum (Dissertationen des 16. bis 19. Jhs von Frankfurter Studenten an fremden Hochschulen), Scholae Francofurtanae (Schulwesen), Statistica Francofurtana (Statistik), Topographia Francofurtana (Ortskunde, Architektur). Wo nur wenig erhalten geblieben ist, wurden die Reste in die Neue Sammlung übernommen. Die weitgehend erhaltenen Sachgruppen sind weiterhin in der alten Ordnung aufgestellt. Sie umfassen 5034 bibliographische Einheiten, davon 2967 aus dem 16. bis 19. Jh. Die Mehrzahl (2420 Titel) stammt aus dem 19. Jh; aus dem 18. Jh stammen 358, aus dem 17. Jh 157, aus dem 16. Jh 32. Neben deutschen Titeln sind nur lateinische und einige wenige französische vorhanden. Vom 17. bis 19. Jh überwiegen die Titel in deutscher Sprache (109 aus dem 17. Jh, 327 aus dem 18. Jh, 2366 aus dem 19. Jh). Nur im 16. Jh ist die lateinische Sprache mit 19 Titeln vorherrschend gegenüber 13 deutschen. Die erhaltenen Bestände sind heute in 13 Sachgruppen mit den alten, sprechenden Bezeichnungen aufgestellt.

2.164 Artes Francofurti cultae enthält Literatur zu den in Frankfurt gepflegten Künsten, überwiegend zu Frankfurter Malern und ihren Werken. Zahlreiche Bildmappen und biographisches Material bilden den Hauptanteil. Weniger umfangreich ist die Literatur zu anderen Künsten, unter denen das Theater vorrangig behandelt wird. Insgesamt sind 243 Titel vorhanden, 198 aus dem 19. Jh, 44 Titel aus dem 18. Jh und einer aus dem 17. Jh. 2.162

2.165 Bibliothecae Francofurtanae umfaßt im wesentlichen Literatur zum Frankfurter Bibliothekswesen. Hier finden sich auch die alten handschriftlichen Kataloge der Stadtbibliothek vom 16. bis 19. Jh sowie zahlreiche Kataloge anderer Frankfurter Bibliotheken und Sammlungen. Erhalten blieben 264 bibliographische Einheiten (222 Titel des 19. Jhs, 38 des 18. Jhs und 4 des 17. Jhs). Catalogi librariorum Francofurtanorum ergänzt die vorangehende Sachgruppe mit Verlags- und Buchhandels-, Versteigerungs- und Antiquariatskatalogen. Von den 328 Titeln stammen 247 aus dem 19. Jh, 40 aus dem 18. Jh, 28 aus dem 17. Jh und 13 aus dem 16. Jh.

2.166 Congressus Francofurti habiti setzt sich aus Kongreßberichten und Materialien zu Tagungen der unterschiedlichsten Art zusammen, die in Frankfurt abgehalten wurden. Dazu gehören geschäftliche Veranstaltungen, Firmenjubiläen, Ausstellungen aller Art wie auch Festveranstaltungen von Vereinen oder wissenschaftliche Tagungen. Erhalten sind 414 Titel, die bis auf 3 Titel des 18. Jhs sämtlich aus dem 19. Jh stammen.

2.167 Fundationes Francofurtanae beinhaltet Literatur im Zusammenhang mit den vielfältigen Stiftungen der Frankfurter Bürgerschaft. Einen großen Raum nehmen die mildtätigen Stiftungen und die Hospitäler ein. Auf das Städelsche Kunstinstitut und dessen Gemäldegalerie bezieht sich ein großer Teil der Sammlung, ebenso auf die Senckenbergische Stiftung. 237 Titel sind erhalten, alle bis auf 5 Titel des 18. Jhs stammen aus dem 19. Jh.

2.168 Historia Francofurtana ist eine Sachgruppe mit überwiegend dokumentarischem Material zur Geschichte der Stadt Frankfurt. Der erhalten gebliebene Bestand ist sehr fragmentarisch, enthält aber viele Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen des Oberrheinischen Kreises, die ins 18. und 17. Jh zurückreichen. Von den 98 Titeln gehören allerdings die meisten ins 19. Jh.

2.169 Hygiena publica Francofurtana ist eine umfangreiche Sammlung von öffentlichen Verordnungen über Mensch- und Tierhygiene. Auch zahlreiche lose Blätter und Zeitungsausschnitte, Jahresberichte des Medizinalwesens der Stadt Frankfurt, amtliche Berichte über hygienische Verhältnisse und einige theoretische Werke über städtische Hygiene sind vorhanden. 8 Titel des 16. Jhs, 23 des 17. Jhs, 72 des 18. Jhs und 114 des 19. Jhs bilden diese Sachgruppe von 217 Titeln.

2.170 Juridica Francofurtana enthält Literatur zum Rechtswesen. Sie besteht weitgehend aus zum Teil vielbändigen Sammlungen von Gesetzen, Erlassen, Gerichtsurteilen und ähnlicher juristischer Gebrauchsliteratur. Daneben findet sich eine beachtliche Zahl von Veröffentlichungen der Juristischen Gesellschaft zu Frankfurt am Main, sowie einige (auch rechtshistorische) Werke über die Rechtsverhältnisse des Frankfurter Umlandes. Von 200 erhaltenen Einheiten stammen 154 aus dem 19. Jh, 18 aus dem 18. Jh, 26 aus dem 17. Jh und 2 aus dem 16. Jh.

2.171 Militaria Francofurtana behandelt das Militärwesen mit allen seinen Aspekten, von der Anwerbung über die Aushebung bis zu Exerzierordnungen und Regimentslisten. Neben den rein militärischen Werken sind auch juristische und medizinische mit militärischem Hintergrund zu finden. Auch hier stammen die meisten der 327 Titel aus dem 19. Jh (260). Aus dem 18. Jh sind 58, aus dem 17. Jh 9 vorhanden.

2.172 Miscellanea Francofurtana ist eine Sachgruppe mit gemischtem Inhalt. Zahlenmäßig bilden Kochbücher die größte thematische Einheit, es sind aber auch sprachwissenschaftliche Untersuchungen zur Frankfurter Mundart, Werke zur Faunaund Flora, Wetteraufzeichnungen oder Werke zum Brauchtum vorhanden. Diese Gruppe umfaßt 59 Titel, von denen 44 aus dem 19. Jh, 5 aus dem 18. Jh und 10 aus dem 17. Jh stammen.

2.173 Scholae Francofurtanae enthält nur noch einen kleinen Restbestand von 14 Schulbüchern des 19. Jhs und einer Fibel des 18. Jhs. Sie betreffen die Fächer Französisch, deutsche Grammatik, Mathematik, Leibesübungen und Gesang. - Societates et instituta Francofurtana beinhaltet Literatur zum Frankfurter Vereinswesen im weitesten Sinne. Es finden sich gleichermaßen Veröffentlichungen von Kleintierzüchtervereinen wie Statuten und Jahrbücher von wissenschaftlichen, künstlerischen oder mildtätigen Vereinigungen. Nur 379 Titel des 19. Jhs sind erhalten.

2.174 Theologica Francofurtana besteht zu einem großen Teil aus kirchlichen Unterlagen Frankfurter Gemeinden. Unter den älteren Werken sind Gesangbücher, Kirchenkalender, Agenden, aber auch viele amtliche Schreiben. Auch kirchliche Zeitungen sind vorhanden. Die Sachgruppe besteht heute aus 186 Einheiten: 75 aus dem 19. Jh, 54 aus dem 18. Jh, 48 aus dem 17. Jh und 9 aus dem im 16. Jh.

2.175 Die Neue Sammlung, nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut, enthält vorwiegend Publikationen des 19. und 20. Jhs und die Reste derjenigen Sachgruppen der Alten Sammlung, die nur zu einem geringen Teil erhalten geblieben sind. Das gilt für Ephemerides litterariae Francofurtanae (literarische und allgemeine Kulturzeitschriften), Ephemerides politicae Francofurtanae (Tageszeitungen) und Judaica Francofurtana (Judentum in Frankfurt).

2.176 Die Sammlung umfaßt insgesamt 12.061 bibliographische Einheiten, davon 2855 aus dem 16. bis 19. Jh. Auf das 19. Jh entfallen 2242 Titel, auf das 18. Jh 425, auf das 17. Jh 143 und auf das 16. Jh 45. Die meisten Titel sind deutschsprachig: im 19. Jh 2208, im 18. Jh 385, im 17. Jh 116 und im 16. Jh 31. Das Lateinische ist bis zum 18. Jh noch mit einer größeren Anzahl von Titeln vertreten.

2.177 Der Bestand der Neuen Sammlung ist im Gegensatz zur Alten Sammlung nicht systematisch geordnet. Gliedert man ihn nach Sachgebieten auf, so entfällt die überwiegende Zahl der Titel auf 9 Gebiete: Geschichte, Sprache und Literatur, Judentum, Kirchenwesen, Theater und Musik, Recht, Wirtschaft, Ortsbeschreibung, Gesundheitswesen und Soziales.

2.178 Im Fach Geschichte (724 bibliographische Einheiten) überwiegen mit 473 die Titel des 19. Jhs; das 16. Jh ist mit 17 Titeln, das 17. Jh mit 74 und das 18. Jh mit 160 vertreten. Ein ähnliches Bild bietet das Fach Sprache und Literatur (341 bibliographische Einheiten). Das 19. Jh stellt mit 307 die meisten Titel; das 16. Jh ist mit einem, das 17. Jh mit 4 und das 18. Jh mit 29 vertreten. Von den 252 Werken zum Frankfurter Judentum sind 180 Titel im 19. Jh erschienen, 43 im 18. Jh, 28 im 17. Jh und einer im 16. Jh. Das Kirchenwesen der Stadt wird in 179 Werken behandelt. Die meisten Drucke kommen aus dem 19. Jh (130). Das 18. Jh ist mit 35, das 17. Jh mit 12 und das 16. Jh mit 2 vertreten. Zu Theater und Musik sind nur 26 Titel aus dem 18. Jh und 142 aus dem 19. Jh vorhanden.

2.179 Die 163 juristischen Werke stammen mit 94 Titeln aus dem 19. Jh, 47 sind im 18. Jh und je 6 im 17. und 16. Jh entstanden. Zur Wirtschaft liegen 122 bibliographische Einheiten vor, davon 98 aus dem 19. Jh, 16 aus dem 18. Jh, 3 aus dem 17. Jh und 5 aus dem 16. Jh. Von den 117 historischen Ortsbeschreibungen stammen nur 6 aus dem 18. Jh, die restlichen sind im 19. Jh erschienen. Gesundheitswesen und Soziales ist mit 101 Titeln vertreten, von denen auf das 19. Jh 87 entfallen, auf das 18. Jh 6, auf das 17. Jh 7 und auf das 16. Jh einer.

2.180 Die folgenden Sachgruppen sind durch einen Bestand von unter 100 bibliographischen Einheiten gekennzeichnet: Kulturgeschichte (93 Titel, davon 75 aus dem 19. Jh), Familiengeschichte (82 Titel, davon 75 aus dem 19. Jh), Allgemeines (78 Titel, darunter 74 aus dem 19. Jh), und Bildende Kunst, Ausstellungen (75 Titel, davon 69 aus dem 19. Jh). Mit einem Bestand von unter 60 bibliographischen Einheiten schließen sich die Sachgebiete Planung und Bauwesen, Verkehr, Verwaltung, Wissenschaft und Bildung, Universitäts- und Schulwesen, Buchdruck und Buchhandel, die Literatur über die Stadtteile, das Militärwesen und Verschiedenes an. Auch in diesen Randgebieten gebieten stammen die weitaus meisten Titel aus dem 19. Jh.

2.181 Die Sammlung Notitia librorum Francofurti impressorum (alte Frankfurter Drucke) gehört zu den wichtigsten Sammlungen der Stadt- und Universitätsbibliothek. Sie dokumentiert die führende Stellung der Stadt im deutschen Druck- und Verlagswesen im 16. und 17. Jh und die Blüte der Frankfurter Buchmesse in diesem Zeitraum. Ihre Entstehung geht auf die Jahre 1893-1902 zurück, als während der Amtszeit Ebrards die Frankfurter Drucke des 16. und 17. Jhs aus dem Gesamtbestand der Bibliothek herausgezogen wurden. Man dehnte später die Sammlung auf Drucke des 18. Jhs und einige jüngere aus. Seit Ebrard wird sie zielstrebig durch Kauf vermehrt. Der heutige Umfang beträgt 2915 bibliographische Einheiten. Die Sammlung enthält viele Beispiele aus der Produktion der namhaften Frankfurter Drucker und Verleger, wie Egenolff, Jacob, Braubach, Gülfferich, Han (Hahn), Feyerabend, Rab (Corvinus), Wechel, de Bry, Spiess, Merian, Bassaeus, Andreae, Palthen, Brönner, Schönwetter, Fleischer, Jung, Stock, Zunner, Hermann, Varrentrapp u.a. Die Frankfurter Buch- und Druckkunst belegen illustrierte Exemplare mit Holzschnitten von Virgil Solis, Hans Brosamer, Hans Sebald Beham, Jost Amman, Matthäus und Kaspar Merian, Johann Israel und Johann Theodor de Bry u. a.

2.182 Chronologisch gliedert sich der Bestand in 1126 Werke des 16. Jhs, 1036 des 17. Jhs, 741 des 18. Jhs und 12 des 19. Jhs. Mehr als die Hälfte der Titel des 16. Jhs (654) und des 17. Jhs (704) sind in lateinischer Sprache. Deutschsprachig sind im 16. Jh 467 Titel und im 17. Jh 327. Im 18. Jh stellt die deutsche Sprache mit 573 die meisten Titel, 134 sind lateinisch, 33 französisch und einer italienisch. Im 19. Jh sind bis auf einen englischen Titel alle deutschsprachig.

2.183 Inhaltlich kann der Bestand in 7 Sachgruppen gegliedert werden: Zu Literatur und Philosophie sind 635 Einheiten vorhanden, die meisten davon aus dem 16. Jh (240). Aus dem 17. Jh sind 178 Titel, aus dem 18. Jh 206, aus dem 19. Jh 11. Stark vertreten sind Profanliteratur und Volksbücher, z. B. Fabeln, das Tierepos Reinecke Fuchs, Till Eulenspiegel, Sprichwörtersammlungen des Johann Agricola, Werke von Hans Sachs, Jörg Wickram, Friedrich Dedekind, Feyerabends Buch der Liebe, Stoffe der italienischen Renaissance (Petrarca, Boccaccio) u.a.

2.184 Die theologische Literatur ist mit 627 bibliographischen Einheiten vertreten, wovon ebenfalls die meisten (286) aus dem 16. Jh stammen. 199 Titel stammen aus dem 17. Jh., 142 aus dem 18. Jh Neben vielen lateinischen Werken enthält die Sammlung auch einen Großteil der auf Luther zurückgehenden deutschsprachigen theologischen Werke.

2.185 Unter den Juridica (573 bibliographische Einheiten) sind 213 Werke des 16. Jhs, 267 des 17. Jhs, 92 des 18. Jhs und ein Werk des 19. Jhs vorhanden. Es handelt sich großenteils um lateinische Ausgaben, aber auch um deutsche Übersetzungen, z. B. der Werke von Justinian.

2.186 Die Medizin und Naturwissenschaften sind mit 537 bibliographischen Einheiten vertreten, die hauptsächlich die medizinischen Bereiche abdecken. Zahlreich vorhanden sind Hebammenbücher, Werke von Albertus Magnus, chirurgische Werke, Arzneibücher, Werke zur Pest und Pestbekämpfung, Kochbücher, speziell zur Diätetik für Kranke, Literatur zu Volks- und Tiermedizin.

2.187 Die Historia umfassen 386 bibliographische Einheiten, in der Mehrzahl aus dem 18. Jh (154 Titel). 120 Titel stammen aus dem 17. Jh, 112 Titel aus dem 16. Jh. Stark vertreten sind Chroniken und Reisebeschreibungen, so die Werke von Johann Ludwig Gottfried, Flavius Josephus und Feyerabends Reisebuch.

2.188 Die 65 Titel Artes beinhalten neben handwerklichen und künstlerischen Lehrbüchern auch Werke für Haus und Garten, zur Kindererziehung oder Ratschläge für das Eheleben. 23 Titel sind dem 16. Jh zuzurechnen, 33 dem 17. Jh und 9 dem 18. Jh.

2.189 Auch bei den Militaria (56 bibliographische Einheiten) sind die meisten Titel aus dem 17. Jh (31), 15 stammen aus dem 16. Jh und 10 aus dem 18. Jh. Die Sammlung enthält die schön illustrierten Kriegskunstbücher des 17. Jhs, z. B. Werke von Leonhard Fronsperger, Johann Jakob von Wallhausen, Johann Wilhelm Dilich u. a. 2.182

2.190 Es gibt keine vollständigen Kataloge zur Sammlung. Die neueren Zugänge (ab Signatur N.libr.Ff 5249 und N.libr.Ff 11281) sind regulär aufgenommen und in den allgemeinen Katalogen enthalten. Der Druckerkatalog der Sammlung Frankfurt, bereits vor dem Krieg begonnen, enthält etwa zwei Drittel der vorhandenen Drucke. Die restlichen Drucke werden zur Zeit eingearbeitet. Gleichzeitig wird ein alphabetischer und ein sachlicher Sonderkatalog angelegt.

Werner Wenzel

Afrika-Sammlung

2.191 Die Afrika-Sammlung der Stadt- und Universitätsbibliothek ist in ihrer Größe und Geschlossenheit hinsichtlich der betreuten Länder und Fächer einmalig im deutschsprachigen Raum. Das erste größere Legat zum Bereich Afrika verdankt die damalige Stadtbibliothek dem Begründer der äthiopischen Studien, Hiob Ludolf (1624-1704). Mit seiner Arbeit über die Sprache der Hottentotten steht er auch am Beginn der Afrikanistik.

2.192 Hiob Ludolf war seit 1684 in Frankfurt ansässig und hatte 1703 in seinem Testament festgelegt, daß diejenigen Bücher und Hss., die seine Erben für sich selbst nicht zu lesen noch zu nutzen wüßten, an die Stadtbibliothek fallen sollten. Das waren vor allem wertvolle Werke zur orientalischen Literatur und Sprachwissenschaft, seine diesbezüglichen Manuskripte, aber auch ein Großteil seiner gelehrten Korrespondenz (770 Briefe, darunter 35 Originalbriefe von Leibniz), ferner die Patrizen und Matrizen der auf Ludolfs Veranlassung von der berühmten Egenolff-Lutherischen Schriftgießerei in Frankfurt geschnittenen amharischen Lettern. Nicht in ihrem Umfang, sondern in der Seltenheit und der wissenschaftlichen Bedeutung liegt der besondere Wert dieser Schenkung. Immer wieder wird im 18. Jh in Berichten über die Stadtbibliothek darauf hingewiesen und das eine oder andere Werk besonders hervorgehoben.

2.193 Eine wertvolle äthiopische Handschriftensammlung wurde der Bibliothek durch den Naturwissenschaftler Eduard Rüppell (1794-1884) übereignet, darunter ein Meisterwerk äthiopischer Malerei aus dem 17. Jh und mehrere Chroniken zur abessinischen Geschichte. Auch wurde im 19. Jh der Nachlaß Eduard Rüppells erworben, wodurch seine naturwissenschaftlichen Werke ins Haus gelangten. Die Afrikabestände der Stadtbibliothek blieben durch regelmäßigen Zukauf zeitgenössischer Forschungs- und Expeditionsberichte stets auf aktuellem Stand, ein erheblicher Anteil ist in den geographischen Zeitschriften, die im 19. Jh beginnen, enthalten.

2.194 Während bis zum Zweiten Weltkrieg Literatur aus Gesamtafrika gesammelt wurde, verschob sichnach dem Zweiten Weltkrieg der Schwerpunkt auf das Afrika südlich der Sahara. Die heute größte und wichtigste geschlossene Gruppe der Sammlung ist die Deutsche Kolonialbibliothek (s. u. 2.196), die nach dem Zweiten Weltkrieg mit nur relativ wenig Verlusten dem Haus übergeben wurde. Das unschätzbare Grundmaterial der Kolonialbibliothek gab 1964 der Deutschen Forschungsgemeinschaft Anlaß, die Sondersammelgebiete Afrika südlich der Sahara, Ozeanien und teilweise auch die Allgemeine und vergleichende Völkerkunde auf die Bibliothek zu übertragen. Dadurch wurde die zeitgerechte Basis zur ständigen Ausweitung der Bestände geschaffen.

2.195 Die Afrikasammlung ist inzwischen auf über 120.000 Bde angewachsen. Im Rahmen des Sondersammelgebietes konnte der vorhandene Bestand laufend systematisch ergänzt und die zugängliche wissenschaftliche Literatur aus Europa und Übersee beschafft werden, desgleichen - soweit greifbar - Material unmittelbar aus Afrika. Der Jahreszuwachs beträgt gegenwärtig 5000-6000 Einheiten. Durch Antiquariatskäufe werden Lücken ergänzt, es werden jedoch nicht um jeden Preis Originale beschafft. Daher stammt inhaltlich gesehen erheblich mehr Material aus der Zeit vor 1900, als es dem physischen Alter der Bücher entspricht. Die Erschließung des Materials erfolgt über den hausinternen Sachkatalog. Dieser wird für den Bereich Afrika als Fachkatalog Afrika beim Verlag Saur, München, publiziert.

2.196 Die Deutsche Kolonialbibliothek besteht aus den Bibliotheken mehrerer Kolonialverbände, die 1936 zum Reichskolonialbund zusammengefaßt wurden; den größten Bestand brachte die Bibliothek der Deutschen Kolonialgesellschaft (gegründet 1882) ein. Die Kolonialbibliothek enthält etwa 18.000 Monographien zum Kolonialwesen sowie zahlreiche Zeitschriften, die jedoch in den allgemeinen Zeitschriftenbestand überführt wurden. Der Originalkatalog dieser Bibliothek existiert noch in seiner alten Form; eine Konkordanz zwischen den Originalsignaturen und den Signaturen der Stadt- und Universitätsbibliothek ist vorhanden.

2.197 88 Prozent der Literatur stammt aus der ersten Hälfte des 20. Jhs (bis 1944), 12 Prozent aus dem 19. Jh. In deutscher Sprache verfaßt sind knapp 59 Prozent, der Rest sind englische (13 Prozent), französische (17 Prozent) sowie italienische und holländische (zusammen 10 Prozent) Titel. Das restliche Prozent entfällt auf afrikanische Sprachen (0,4 Prozent), Spanisch, Portugiesisch sowie Sprachen aus dem Bereich Ozeanien.

2.198 Inhaltlich gliedert sich die Kolonialbibliothek in zwei Bereiche. Literatur zum allgemeinen Kolonialwesen (einschließlich von Wirtschaft, Bergbau und Mission) macht ca. 36 Prozent aus, regionale Literatur ca. 64 Prozent. Der Regionalteil befaßt sich zu ca. 40 Prozent mit Asien, der Südsee und Amerika und zu ca. 60 Prozent mit Afrika, davon wiederum etwa zur Hälfte mit Deutsch-Afrika. Es handelt sich bei dem Material um amtliches Schrifttum der europäischen Kolonialmächte sowie um Amtsdrucksachen der Kolonien selbst.

2.199 Zum anderen enthält die Bibliothek eine Literatursammlung zu allen Fachbereichen, bezogen auf das jeweilige kolonisierte Land: von der Geographie und Wirtschaft bis zur Völkerkunde, einschließlich Vokabelsammlungen und Texten in einheimischen Sprachen, sowie Trivialliteratur, sogenannte Kolonialromane. Die deutsche Kolonialzeit sowie die deutschen Kolonien sind hier in einer Vollständigkeit vertreten wie wohl kaum in einer anderen Bibliothek. Die anderen Kolonialmächte dürften nur jeweils im eigenen Land besser dokumentiert sein. Das Bildarchiv, das zusammen mit der Bibliothek übergeben wurde, ist wegen mangelnder Erschließung schwer benutzbar.

2.200 Da in der Bibliothek das Portugiesische Kolonialreich praktisch nicht berücksichtigt war, wurde 1973 eine ca. 4200 Titel zählende Sammlung zur portugiesischen Kolonisation in Afrika erworben. Hier stammen ca. 70 Prozent der Literatur aus dem 20. Jh und 30 Prozent aus dem 19. Jh; 85 Prozent der Literatur sind in portugiesischer Sprache.

Irmtraud-Dietlinde Wolcke-Renk

Musik und Theater

2.201 Zu den bedeutendsten Spezialsammlungen gehört die Musik- und Theaterabteilung, in der auch die Sondersammelgebiete Theaterwissenschaft, Rundfunk, Fernsehen und Film betreut werden. In ihr sind die reichhaltigen Bestände der Stadtbibliothek, der Rothschildschen Bibliothek und der Manskopfschen Sammlung zusammengeführt worden (s. o. 1.40). Diese überregionalen Schwerpunktsammlungen zu Musik und Theater werden stetig durch umfangreiche Erwerbungen auch älterer Publikationen konsequent ausgebaut. Wesentlich erweitert hat sich auch der Bestand mit Nachlässen von Persönlichkeiten aus dem Musik- und Theaterbereich. Aufgrund ihrer historischen Sonderbestände ist die Musik- und Theaterabteilung zugleich Archivbibliothek der Städtischen Bühnen Frankfurt.

2.202 Musica practica. Der Altbestand an Notendrucken geht zurück auf die Stadtbibliothek, die Rothschildsche Bibliothek, die Sammlung Friedrich Nicolas Manskopf (1869-1928), den Frankfurter Cäcilienverein, mehrere Musikalien-Leihanstalten in Frankfurt und besonders auf die Nachlässe von vielen Komponisten und Musikern, die ganz oder vorübergehend in Frankfurt und Umgebung gelebt haben (so beispielsweise Ferdinand Hiller oder Engelbert Humperdinck).

2.203 Die Notendrucke sind in einem eigenen Sonderkatalog nachgewiesen (als Auszug aus dem Hauptkatalog). Der Gesamtbestand der Notendrucke wurde nach diesem Sonderkatalog ermittelt, von dem ein Drittel genau ausgewertet wurde. Auf dieser Basis wurde der Gesamtbestand berechnet. Er umfaßt 21.128 Titel; hiervon gehören 8831 Titel dem 16. bis 19. Jh an. Aus dem 16. Jh stammen 45 Drucke, aus dem 17. Jh 252, aus dem 18. Jh 760 und aus dem 19. Jh 7774. Bei den Erscheinungsorten der Drucke bis 1900 entfallen auf Deutschland 74 Prozent, Österreich 9, Frankreich 6, England und Italien je 3. Die übrigen Länder treten stark zurück. Die Publikationen bis ca. 1800 sind nachgewiesen im Internationalen Quellenlexikon der Musik (RISM).

2.204 Gesondert aufgestellt sind die 1052 Notendrucke der Rothschildschen Bibliothek. Möglichst umfassend erworben wurden die Quellenpublikationen, die seit der zweiten Hälfte des 19. Jhs verstärkt erschienen; an erster Stelle die vielbändigen Denkmäler wie die Publikation älterer praktischer und theoretischer Musikwerke oder die Denkmäler deutscher Tonkunst. Gezielt wurden auch die wissenschaftlich-kritischen Gesamtausgaben erworben, so von Orlando di Lasso und Palestrina, Schütz und Praetorius, Händel (Ausgaben der Handel-Society 1843-1858 und von Chrysander), Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Mendelssohn und Carl Loewe. Durch Geschenke gelangte eine bemerkenswerte Zahl von alten und seltenen Notendrucken des 18. und 19. Jhs in den Rothschildschen Bestand, wobei Bühnenwerke und Lehrwerke des 19. Jhs besonders stark repräsentiert sind. Enthalten sind auch die Nachlässe von Heinrich Henkel (1822-1899), Ferdinand Hiller (1811-1885) und Julius Stockhausen (1826-1906).

2.205 Der weitaus größte Teil der Notendrucke befindet sich aber in dem 1947 eingerichteteten Numerus currens für Musica practica. - Zum wertvollsten historischen Bestand aus der alten Stadtbibliothek gehört das Aufführungsmaterial der seit 1623 vom Städtischen Musikdirektor organisierten Kirchenmusik in Frankfurt. Es setzt sich zusammen aus etwa 150 Werken in etwa 900 Stimmbüchern, die vorwiegend der Zeit des späten 16. bis zum Ende des 17. Jhs angehören und ursprünglich in der Barfüßerkirche und in der Peterskirche verwendet wurden. Der von Carl Israel bearbeitete Katalog ist 1872 erschienen (s. u. 3.4). Diese Musikdrucke geben einen repräsentativen Querschnitt durch die in Frankfurt gepflegte Vokalmusik aus Deutschland und Italien, mit zentralen Werken der angesehensten Komponisten. Für das 18. und beginnende 19. Jh werden diese Quellen zeitlich fortgesetzt von handschriftlichen Beständen (Signaturengruppe Ms.Ff.Mus.).

2.206 Die Notendrucke der Stadtbibliothek weisen zwei klare Schwerpunkte auf: die in Frankfurt erschienenen Publikationen und die Werke von Frankfurter Komponisten. Dies gilt in geringerem Maße ebenso für die anderen genannten Provenienzen. Insgesamt sind die Notendrucke, abgesehen von den genannten Schwerpunkten und dem starken Anteil der Kammermusik, nicht spezialisiert. Es finden sich in größerer Zahl ebenso Erstausgaben von Werken der großen Meister wie oftmals eine dichte Überlieferung mit Drucken von heute vergessenen Komponisten, die keine biographische Verbindung mit Frankfurt aufweisen.

2.207 Bei den Werken des 16. bis 19. Jhs dominiert mit 44 Prozent die instrumentale Kammermusik. Erst mit größerem Abstand folgen mehrstimmige Vokalwerke (13 Prozent), Lieder und Gesänge für eine Singstimme (12 Prozent), Orchesterwerke (11 Prozent), Studienwerke und Etüden (9 Prozent) sowie Bühnenwerke (9 Prozent).

2.208 Die unkatalogisierten Notendrucke verschiedenster Provenienz sind ausgelagert und nicht benutzbar; auch provisorische Kataloge fehlen. Berechnet analog zur Stellfläche und Bandzahl der gut vergleichbaren Sammlung Offenbach ergibt sich eine Gesamtzahl von 6620 Bdn, fast ausschließlich von deutschen Verlagen des 19. und 20. Jhs. Schwerpunkte bilden Kammermusik, Klavierwerke, Lieder und Gesänge. Dagegen sind Partituren und Orchesterstimmen nur ausnahmsweise vertreten. Wert und Seltenheit der Drucke variieren stark.

2.209 Die Sammlung Offenbach stammt aus Beständen, die der Bibliothek aus dem Archival Depot im Raum Offenbach nach 1945 übergeben wurden. Laut Packliste sind insgesamt 5860 Bde vorhanden, hauptsächlich mit Kammermusik, Klavierwerken und Gesängen aus dem ersten und zweiten Drittel des 19. Jhs, vorwiegend von Leipziger Verlagen. Die Exemplare sind zum größten Teil unbenutzt und ausgezeichnet erhalten. Der provisorische Zettelkatalog ist unvollständig. Der Bestand ist ausgelagert und nicht regulär benutzbar.

2.210 Frankfurter Opernsammlung. Der Grundbestand wurde 1904 und 1924 vom Frankfurter Schauspielhaus und vom Frankfurter Opernhaus der Stadtbibliothek übergeben. Er umfaßt heute 768 Bühnenwerke von annähernd 250 Komponisten des 18. und 19. Jhs, die von 1782 bis etwa 1900 im Frankfurter Stadttheater und im Opernhaus gespielt wurden. Der im älteren Teil überwiegend handschriftliche Bestand enthält auf 210 Regalmetern das in der Oper benutzte Aufführungsmaterial: Partituren, Gesangs- und Instrumentalstimmen sowie Textbücher (Regiebücher, Soufflierbücher, Rollenhefte). Dazu gehört auch eine nahezu vollständige Sequenz der Frankfurter Theaterzettel seit 1793, die den Altbestand der Stadtbibliothek ergänzt, der bis zur Mitte des 17. Jhs zurückreicht.

2.211 1983 übernahm die Bibliothek in ihrer Funktion als Archivbibliothek der Städtischen Bühnen Frankfurt alles weitere, für die Praxis nicht mehr benötigte Aufführungsmaterial, das bis ins 19. Jh zurückreicht. Es umfaßt auf einer Stellfläche von 90 Regalmetern ca. 122 Opern aus der Zeit von 1880 bis 1944 und ca. 96 Opern aus der Zeit nach 1944. Hinzu kommen gedruckte Partituren und Stimmen von ca. 350 Orchesterwerken, die von 1880 bis 1944 für Konzerte im Opernhaus verwendet wurden.

2.212 Der Anteil der Drucke in der Opernsammlung läßt sich z. Z. nur schätzen. Allgemein gilt, daß er sich zur Gegenwart hin stetig vergrößert, aber oftmals setzt sich das Aufführungsmaterial einer Oper aus Hss. und Drucken zusammen, die aufs engste zusammengehören. Stichproben ergaben, daß der Grundbestand der Opernsammlung mit 768 Bühnenwerken durchschnittlich etwa 5 bibliographische Einheiten Drucke je Opernwerk enthält. Danach kann mit einem Gesamtbestand von etwa 4000 Drucken im Grundbestand gerechnet werden. Ein gedruckter Katalog der bis 1944 gespielten 828 Werke ist 1990 erschienen (s. u. 3.4).

2.213 Bücher über Musik und Theater. Der Altbestand an Büchern über Musik und Theater in der Rothschildschen Bibliothek beträgt ca. 3200 Titel. Davon gehören dem 17. Jh 26 Titel an, dem 18. 239 und dem 19. Jh 2493; ca. 350 sind undatiert. Es dominiert die deutsche Sprache mit 2655 Titeln, in französischer Sprache sind 369, in englischer 95 und in italienischer 79 Titel vorhanden.

2.214 Bei der Literatur über Musik sind konsequent ausgebaut die Bibliographien, Lexika, Handbücher sowie die Standardwerke zu allen Teilgebieten einschließlich der systematischen und vergleichenden Musikwissenschaft. Kontinuierlich gesammelt wurden auch musikwissenschaftliche Schriftenreihen und Zeitschriften. Bei den Zeitschriften sind nicht nur die wissenschaftlichen, sondern auch die über das aktuelle Musikleben und die Musikpraxis informierenden in breitem Umfang gesammelt worden. Als Beispiele seien genannt: Cäcilia (Mainz 1824-1848); Allgemeine musikalische Zeitung (Leipzig 1799-1849) oder die von Robert Schumann gegründete Neue Zeitschrift für Musik (Leipzig 1834ff.). Eine ähnliche inhaltliche Charakteristik weist die theaterwissenschaftliche Literatur auf. Der geringere Umfang (ca. ein Viertel des Altbestandes) entspricht dem geringeren Angebot an verfügbaren wissenschaftlichen Veröffentlichungen in der Zeit vor 1900.

2.215 Der Buchbestand aus der Sammlung Manskopf (615 Titel) ist gesondert aufgestellt. Aus dem 18. Jh stammen 19 Werke, aus dem 19. Jh 442 und aus dem 20. Jh 154. Der überwiegende Teil ist in Deutschland erschienen (395), in Frankreich 120 und in Österreich 39. Inhaltliche Schwerpunkte bilden die Musikgeschichte, Oper und Biographien von Komponisten und Musikern.

2.216 Der Musik-Numerus-currens für Bücher enthält fast ausschließlich Literatur des 20. Jhs. Bei einem Gesamtbestand von 10.072 Titeln entfallen auf das 17. Jh 2, auf das 18. Jh 30 und auf das 19. Jh 390. Inhaltlich ist die Sammlung nicht spezialisiert, vertreten sind alle Teilgebiete der Musik- und Theaterwissenschaft.

2.217 Libretti. Zur Sammlung Manskopf gehören 2328 Libretti. Den Schwerpunkt bilden deutsche Opernlibretti des 19. Jhs. Aus dem 18. Jh stammen 102 Titel, aus dem 19. Jh 1009, aus dem 20. Jh 303, undatiert sind 914. In Deutschland gedruckt wurden 1875 Titel, in Österreich 112, in Frankreich 96, in Italien 66, in England 54. Ausgewertet wurde der provisorisch abgefaßte Sonderkatalog. Für den Forschungsschwerpunkt Opera seria am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Frankfurt wurden 2420 Libretti des 18. Jhs in italienischer Sprache aus zahlreichen Bibliotheken des In- und Auslandes verfilmt und in einem differenzierten Katalog mit ca. 15.000 Eintragungen (auf Microfiche) erschlossen.

2.218 Programmhefte zu Ballettaufführungen. Im Jahre 1982 wurden 289 Programmhefte der führenden italienischen Theater zwischen 1804 und 1901 erworben (Signatur: Mus W 236). Die Hefte beziehen sich stets auf die Ballettproduktionen eines bestimmten Theaters (darunter 108 Inszenierungen der Mailänder Scala). Sie geben eine ausführliche Beschreibung der Handlung, nennen Solotänzer und Ballett-Truppe sowie weitere beteiligte Personen.

2.219 Bühnenmanuskripte zu deutschsprachigen Schauspieltexten. Deutsche Bühnenmanuskripte werden von der Bibliothek umfassend gesammelt und als Sondersammlung 13 separat aufgestellt. In dieser fast ausschließlich modernen Sammlung befindet sich ein historischer Bestand mit 404 Titeln, die dem 19. Jh angehören.

2.220 Porträtsammlung. Vertreten sind in der Sammlung 8563 porträtierte Personen des 16. bis 20. Jhs, vorwiegend aus dem Gebiet der Musik, besonders umfangreich ist die Oper vertreten; nur ein kleiner Teil gehört dem Schauspiel an. In der Regel sind zur einzelnen Person mehrere Porträts vorhanden. Der geschätzte Gesamtbestand beläuft sich auf ca. 30.000 Einheiten: Kupferstiche, Lithographien, Stahlstiche, Originalfotografien, Ausschnitte aus Zeitschriften. Die Fotos tragen öfter die Unterschrift des Porträtierten. Auch Handzeichnungen sind gelegentlich vertreten. Eine eigene Abteilung besteht für Karikaturen. Schwerpunkte bilden deutsche und französische Personen des 19. und beginnenden 20. Jhs. Der Grundstock der Porträtsammlung stammt aus der Sammlung Friedrich Nicolas Manskopf (1869-1928). Der größte Teil wurde bislang nicht restauriert und ist deshalb nur im Ausnahmefall benutzbar.

2.221 Plakatsammlung. Die Sammlung setzt sich zusammen aus 1566 Einheiten, fast ausschließlich des 19. und frühen 20. Jhs, hauptsächlich aus Deutschland und Frankreich. Den inhaltlichen Schwerpunkt bildet die Oper. Kleinere Teile beziehen sich auf Konzert und Schauspiel. Zu den Spitzenstücken zählen die französischen Farblithographien vom Ende des 19. Jhs. Die Plakate sind nicht restauriert und leiden z. T. unter Papierzerfall. Sie sind deshalb nur im Ausnahmefall benutzbar. Die Plakatsammlung stammt ebenfalls aus der Sammlung von Friedrich Nicolas Manskopf.

Hartmut Schaefer

Schopenhauerarchiv

2.222 Allgemeiner Bestand. Seine Geschichte beginnt 1921, als im Zuge des Aufbaus eines Schopenhauer-Archivs in Frankfurt am Main zwei Büchersammlungen zusammengeführt wurden: der Schopenhauer-Bestand der Stadtbibliothek, die bald nach dem Tode des Philosophen (1860) begonnen hatte, Literatur zu ihm zu sammeln und durch Kauf wie durch Stiftungen (1905 von der Familie des Schopenhauer-Testamentsvollstrek-kckers Wilhelm Gwinner, 1907 von dem Frankfurter Antiquariat Joseph Baer & Co.) einen größeren Bestand erworben hatte, und die Bibliothek der 1911 gegründeten Schopenhauer-Gesellschaft. Beide Sammlungen bildeten den Grundstock des allgemeinen Bestandes des neuen Archivs, das bei der Stadtbibliothek angesiedelt wurde. 1925 konnten die Eigentumsrechte der Gesellschaft durch einen auf 50 Jahre befristeten Leihvertrag geregelt werden, den man 1975 in einen Dauerleihvertrag umwandelte.

2.223 In den folgenden Jahrzehnten wurde dieser Bestand wesentlich ausgebaut, eine Entwicklung, die, abgesehen von einigen Buchverlusten im Zweiten Weltkrieg, kontinuierlich verlief. Für die jüngere Zeit ist dies vor allem Arthur Hübscher zu danken, der das Archiv von 1962 bis 1982 leitete. Die von ihm privat zusammengestellte Schopenhauer-Kollektion gehört seit 1982 als Sammlung Hübscher ebenfalls zum Archiv.

2.224 Der Bestand umfaßt heute etwa 11.500 Bde. Davon stammen rund 25 Prozent aus dem 19. Jh (nur wenige aus dem 18. Jh). Sie sind, von einigen Ausnahmen in Italienisch, Französisch, Englisch und Spanisch abgesehen, ausschließlich in Deutsch. Es handelt sich um eine ausgeprägte Spezialsammlung. Vor allem sind die Erstausgaben Schopenhauers, zahlreiche Gesamt- und Teileditionen seiner Schriften und fast vollständig die bis Ende des 19. Jhs erschienene Sekundärliteratur vorhanden. Daneben finden sich Publikationen von Johanna Schopenhauer, der Mutter, und von Adele Schopenhauer, der Schwester. Der Bestand reflektiert die Wirkungsgeschichte Schopenhauers, die Beschäftigung mit seinem Werk und seinem Leben und auch seine geistesgeschichtliche Rezeption. Die umfangreiche Literatur, in der Schopenhauer ein Thema neben anderen ist, und die vielfältigen Periodika-Publikationen zu ihm stehen im Allgemeinen Bestand der Stadt- und Universitätsbibliothek oder in deren Zeitschriftensammlung. Ein gesonderter Katalog zum allgemeinen Bestand existiert nicht. Alle Titel sind in den Allgemeinen Katalogen der Bibliothek nachgewiesen. 2.222

2.225 Die Bibliothek Arthur Schopenhauers. Schopenhauer besaß bei seinem Tode etwa 3000 Bde. Heute verfügt das Schopenhauer-Archiv über etwas mehr als ein Sechstel davon (564 Bde). Als Bibliothek eines enzyklopädisch breit interessierten Lesers umfaßt sie alle Wissenschaftsgebiete: Philosophie; Theologie, Religionswissenschaft; Naturwissenschaf-ten, Mathematik; Okkultika; Orientalia; Geschichte, Kultur- und Geistesgeschichte; Geographie, Reisen; Sprachwissenschaft; Griechische Literatur; Lateinische Literatur; Deutsche Literatur; Französische Literatur; Englische Literatur; Italienische Literatur; Spanische Literatur; Russische Literatur. Daneben finden sich Titel zur Philosophie in Schopenhauers Umkreis, zur Geschichte der europäischen Philosophie und zur asiatischen Philosophie und Religion. 1987 bis 1989 wurde ein alphabetischer Katalog (nur für den Dienstgebrauch) erarbeitet. Von den vorhandenen 518 Katalognummern stammen 4 aus dem 16. Jh, 35 aus dem 17., 142 aus dem 18. und 337 aus dem 19. Jh. Sprachlich überwiegt Deutsch (254 Titel) vor Latein (105), Französisch (74), Englisch (46), Griechisch, Italienisch (je 28) und Spanisch (14). Der Bestand wird als Archivbibliothek verwaltet. Wegen der eigenhändigen Unterstreichungen, Randschriften, Korrekturen und Zeichnungen Schopenhauers und wegen der durchschossenen Exemplare ist nur eine eingeschränkte Benutzung möglich.

Alfred Estermann

Die Bibliothek der Erwin-von-Steinbach-Stiftung

2.226 Den Grundstock bildet die Bibliothek des ehemaligen Wissenschaftlichen Instituts der Elsaß-Lothringer im Reich, das 1921 an der Frankfurter Universität gegründet wurde und sich der historischen Erforschung von Elsaß und Lothringen bis zum Ausgang des Ersten Weltkrieges widmete. Aus diesem Institut ging - nach 17jähriger Unterbrechung - schließlich 1961 die gemeinnützige Erwin-von-Steinbach-Stiftung hervor, deren Ziel in der Förderung der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den europäischen Regionen Elsaß und Lothringen und ihren kulturellen Identitäten besteht. Die Stiftung betreibt auch eigenständige Forschungsarbeit und strebt dabei das Zusammenwirken mit Universitäten, Bibliotheken, Archiven, Museen und interessierten Privatpersonen, nicht zuletzt aus dem Elsaß und Lothringen selbst, an. Die Stiftungsbibliothek umfaßt insgesamt ca. 25.000 Einheiten. Dank der Bemühungen des gebürtigen Elsässers Kurt Blaum, Oberbürgermeister Frankfurts zwischen Juli 1945 und August 1946, konnten die alten Institutsbestände nach dem Krieg in ihrer Grundsubstanz erhalten und der Stadt- und Universitätsbibliothek als Dauerleihgabe überlassen werden. Letztere sorgt für deren bibliothekarische Betreuung und fortlaufende Ergänzung in enger Konsultation mit dem wissenschaftlichen Personal der Stiftung, die auch durch eigene Aufwendungen zur Erweiterung der Bibliothek beiträgt.

2.227 Die historischen Bestände der Bibliothek umfassen 4628 vor 1900 erschienene Titel in 11.288 Bdn. Diese Relation ergibt sich aus der großen Anzahl von Reihen, häufig Verwaltungsberichte elsässischer und lothringischer Städte und Gemeinden. Die Mehrzahl der Titel ist im 19. Jh erschienen (4132 Signaturen), wobei eine Häufung in der sogenann-ten Reichslandzeit (seit 1871) unübersehbar ist. Das 18. Jh ist mit 319 Signaturen vertreten, während 110 Titel dem 17. und 67 dem 16. Jh entstammen. Inkunabeln sind nicht vorhanden, allerdings einige Hss. des 16. bis 18. Jhs. Der überwiegende Teil der Literatur vor 1900 ist deutschsprachig (2513 Signaturen), vor allem aus der Zeit nach 1871; es folgen französische Titel (1753) mit Schwerpunkt zwischen 1836 und 1870. Mehrsprachige Veröffentlichungen (deutsch-lateinisch; deutsch-französisch; französisch-lateinisch) sind mit 168 und mundartliche Publikationen (alemannisch; moselfränkisch) mit 141 Signaturen vertreten.

2.228 Nach Sachkriterien untergliedert, bilden die Titel zur politisch-diplomatischen sowie Herrschafts- und Territorial-Geschichte (613 Signaturen) den größten Block. Weitere Sammlungsschwerpunkte sind Theologie und Kirchengeschichte (382), Geschichte einzelner Städte und Ortschaften (371), Biographien (359), Belletristik und Lyrik (289), Ideen- und Geistesgeschichte (268), Verwaltung (199), Rechtswissenschaft und Rechtshistorie (188), Wirtschaft, Technik und Industrie (179), Reiseführer, Geographie und Geologie (171) sowie Kunst und Kunstgeschichte (168). Die meisten der 4628 alten Signaturen kennzeichnen Werke, die sich der Region Elsaß widmen (3259), während 581 Titel einen eindeutigen Lothringen-Bezug aufweisen. Elsaß-Lothringen als Untersuchungsgegenstand betreffen 788 Publikationen.

Undine Schmanke

Stephan Roscher

Sammlungen zur Demokratiebewegung

2.229 Die Sondersammlungen über die Bewegung von 1848 (Sondersammlung 16), den Frühsozialismus (Sondersammlung 25) und die Bibliothek der ehemaligen Deutschen Bundesversammlung (Bundesbibliothek) sind zwar getrennt aufgestellt, doch ist beabsichtigt, die Demokratiebewegungen des kontinentalen Westeuropas im 19. Jh in einer Sammlung zu dokumentieren. Dazu sollen die bereits vorhandenen Sammlungen sukzessive vervollständigt, inhaltlich erweitert und zusammengeführt werden, so daß die politische Diskussion im Zeitraum zwischen 1830 und 1870 sowohl international als auch in ihren Publikationsformen an einer Stelle dokumentiert ist. Schon durch die bislang vorhandene Literatur, häufig Erstausgaben der wichtigsten Werke, ist die Rekonstruktion eines der wichtigsten Demokratie-Diskurse möglich. Der englische Anteil an dieser Diskussion ist leider gänzlich ausgespart.

2.230 Nationalversammlung - Frankfurter Paulskirche 1848/49 (Sondersammlung 16). Als 1948 zum 100. Male der Konstituierung des ersten Deutschen Parlaments gedacht wurde, beschloß die Bibliothek, die bereits vorhandenen Bestände zu den Themen Nationalversammlung, Frankfurter Paulskirche und 48er Revolution zu einer Sammlung zusammenzuführen. Sie wird bis heute lediglich durch Neuerscheinungen erweitert.

2.231 Die Sammlung umfaßt derzeit ca. 2680 Titel, von denen ca. 2100 dem 19. Jh und 580 dem 20. Jh entstammen. Ca. 80 Titel des historischen Bestandes sind fremdsprachig, wobei französische und italienische Werke vorherrschen. Der Schwerpunkt liegt bei Titeln nach 1850 bis zur Gegenwart, während die zeitgenössische Literatur (bis 1850) ca. 1000 Titel umfaßt.

2.232 Die Sammlung ist nach Numerus currens aufgestellt. Inhaltliche Schwerpunkte bilden naturgemäß die Meinungsträger der politischen Diskussionen in der Frankfurter Paulskirche. Dokumentiert ist die ganze Breite der Verfassungsdiskussion: von den Vertretern der radikalen Linken wie Arnold Ruge (Der Sieg des Volks, Leipzig 1848) über die große Mitte, repräsentiert durch den ersten Parlamentspräsidenten Heinrich von Gagern (Allocution an die Nationen und ihre Lenker, Frankfurt a. M. 1848), und den rechts vom ihm stehenden Parlamentarier Friedrich Christoph Dahlmann (Erster Vortrag an der Rheinischen Hochschule, Bonn 1842), bis zur radikalen Rechten, angeführt von Josef Maria von Radowitz (Deutschland und Friedrich Wilhelm IV, Hamburg 1848). Schriften des Vormärz wie ein Abdruck der Rede Johann Georg August Wirths über Die Rechte des Deutschen Volkes (Nancy, September 1833) sind ebenso vertreten wie die des Grafen Bressler, der Die Nothwendigkeit und Heiligkeit des Absolutismus (1850) beschwört.

2.233 Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Dokumente, die der Verfassungsdiskussion der Nationalversammlung vorausgingen. Nennenswert ist die Charte constitutionelle (1814) des französischen Königs Ludwig XVIII., die zum Modell für die konstitutionellen Monarchien der kleindeutschen Staaten wurde, oder die Deutsche Bundesacte von 1815 (Ausgabe von 1820). Neben einem Verfassungsgesetz für den preußischen Staat von 1848 von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen finden sich auch Petitionen, Anträge, Reden der Deutschen konstituierenden Nationalversammlung in Frankfurt/M. 1848-1849.

2.234 Die Berücksichtigung französischer und italienischer Werke ermöglicht Verknüpfungen zwischen den nationalen Bewegungen in Frankreich und Italien mit denen in Deutschland. Hervorzuheben sind die Schriften des Linksrepublikaners Alphons de Lamartine, Geschichte der Revolution von 1848 (1849) und des für die Einheit Italiens kämpfenden Giuseppe Mazzini, Corrispondenza inedita di G. Mazzini (Mailand 1872).

2.235 Sozialgeschichte und republikanische Bewegungen des 19. und frühen 20. Jhs (Sondersammlung 25). Mitte der siebziger Jahre wurde der Bibliothek ein größeres Bücherkontingent zum Frühsozialis-mus und zur frühen Demokratiebewegung angeboten. Es war Anlaß, die bestehende Sondersammlung 16 (Frankfurter Paulskirche und 48er Bewegung) auszubauen und damit den Grundstock für eine Dokumentation der westeuropäischen Demokratiebewegungen des 19. Jhs (ohne England) zu legen. Die Trennung beider Bestände hatte organisatorische Gründe, doch sollen beide Sammlungen zusammengeführt werden (s. o. 2.229).

2.236 Einige Jahre nach diesem Kauf ließ sich diese Sammlung um politische satirische Zeitschriften des 19. Jhs erweitern. Als typisches Ausdrucksmittel der Zeit sind sie unverzichtbare Ergänzung zum literarischen Bestand. Die hauptsächlich aus dem deutschen und französischen Sprachraum stammenden Zeitschriften wurden noch um englische, italienische und spanische erweitert. Ergänzt wird diese Spezialsammlung durch einige hundert politisch-satirische Einzelblätter, vorwiegend aus dem französischen Sprachraum zwischen 1830 und 1872.

2.237 Insgesamt verfügt die Sondersammlung 25 über 2043 Titel, bei denen 184 aus dem 20. Jh 1859 historischen gegenüberstehen. Dem 19. Jh mit 1739 Titeln entstammen 1350 deutschsprachige und 389 fremdsprachige Werke (296 französische, 42 spanische, 41 englische und 10 italienische). Aus dem 18. Jh stammen 118 Titel, von denen ca. 90 Prozent deutscher, der Rest französischer Provenienz ist. Das 17. und 16. Jh. ist mit je einem französischen Titel repräsentiert.

2.238 Die Aufstellung ist nichtsystematisch. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bilden Frühsozialismus und Frühkommunismus mit vielen Schriften im Erstdruck. In einer Erstausgabe (1867-1894) findet sich z. B. Das Kapital von Marx. Von Ferdinand Lassalle liegen mehrere Erstausgaben vor, so seine ökonomische Hauptschrift Herr Bastiat-Schulze von Delitzsch der ökonomische Julian oder: Kapital und Arbeit (1864). Auch Autoren anarchistischer Strömungen sind mit Erstdrucken vertreten, wie der Individualanarchist Max Stirner (Der Einzige und sein Eigenthum, 1845) oder der Anhänger eines kollektivistischen Anarchismus, Pierre Joseph Proudhon (Système des contradictions économiques, ou philosophie de la misère, 1846). Über die frühen sozialistischen und kommunistischen Bewegungen in Deutschland hinaus finden sich auch französische Frühsozialisten (Charles Fourier und Claude-Henri de Saint-Simon) und englische Theoretiker der frühen sozialen Bewegungen (Robert Owen).

2.239 Einen weiteren Schwerpunkt stellt der Deutsche Idealismus und seine Rezeptionsgeschichte dar, u. a. vertreten durch Links- und Rechtshegelianer, mit denen sich Theoretiker wie Marx oder Proudhon auseinandersetzten. Neben Erstdrucken von Schelling, Fichte und Kant sind die Schriften Hegels erwähnenswert, so die Encyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1817) oder dieVorlesungen über die Geschichte der Philosophie (1833-1836). Zu Hegels Freundeskreis zählte Carl Ludwig Michelet, der z. B. mit einer Erstausgabe seiner Entwicklungsgeschichte der neuesten deutschen Philosophie (1843) vertreten ist. Zu den bedeutendsten Althegelianern zählt David Friedrich Strauss, dessen Schriften hier ebenfalls in Erstausgaben vorliegen. Die Junghegelianer sind u. a. durch Ludwig Feuerbach mit dem Erstdruck von Das Wesen des Christentums (1841) vertreten.

2.240 Eine Besonderheit stellt die Sammlung politisch-satirischer Karikaturen dar. Der Schwerpunkt liegt hier auf französischen und deutschen Zeitschriften sowie mehreren tausend, besonders französischen, Einzelblättern. Herausragend ist die Collection Daumier (vollständige Folgen der Zeitschriften La Caricature und Le Charivari). Wichtigstes Pendant zu den kontinentalen Karikaturen sind der Sammelband Englische Karikaturen (um 1795-1827) und Hogarths Original works (1756).

2.241 Bibliothek der ehemaligen Deutschen Bundesversammlung. Sechs Jahre nach der Konstituierung des Deutschen Bundes wurde 1821 eine ihm zugehörige Bibliothek begründet, deren Ziel die Sammlung von Gesetzen, Verordnungen und Parlamentaria aus den Mitgliedsstaaten des Bundes war. Dieser Kern der Bundesbibliothek ist noch heute mit mehr als 300 Titeln in ca. 1200 Bdn in der Bibliothek vorhanden. Ein Jahr nach Auflösung des Deutschen Bundes (1866) wurde seine Dienstbibliothek, die zu diesem Zeitpunkt über 10.000 Bde verfügt haben soll, der Frankfurter Stadtbibliothek übertragen.

2.242 Der heute noch nachweisbare Gesamtbestand von 1300 Titeln in ca. 4000 Bdn entstammt vollständig dem 19. Jh. Erwartungsgemäß dominiert der deutschsprachige Anteil mit 87 Prozent (ca. 1130 Titel). Etwa 10 Prozent (ca 130 Titel) sind französischen und 2 Prozent englischen Ursprungs. Holländische, dänische und italienische Titel sind in geringer Zahl vertreten.

2.243 Neben Schriften unterschiedlichsten politischen Inhalts, deren Verfasser oder Verleger in der Bundesversammlung ein geeignetes Forum zur Verbreitung ihrer Ideen sahen, fanden auch Teile der Bibliothek der Bundesmilitärkommission und Werke aus den Reichsdienststellen Eingang in die Bundesbibliothek. Etwa 300 Titel beschlagnahmter politischer Flugschriften entstammten aus der Arbeit der Mainzer Zentral-Untersuchungs-Kommission, die im Zuge der Karlsbader Beschlüsse gegründet wurde und die revolutionären Umtriebe in den Einzelstaaten aufdecken sollte. Mehr als die Hälfte der politischen Flugschriften im Bestand der Bundesbibliothek stammt aus der Zeit zwischen dem Sieg über Napoleon und der endgültigen Durchsetzung der Karlsbader Beschlüsse. Ihre Hauptthemen sind die allgemeine Ver-fassungsdiskussion, die Beobachtung der Entwicklung in Frankreich und die Anteilnahme an den Emanzipationsbewegungen in Spanien, Süditalien und Griechenland.

Joachim Meißner

Andreas Werner

Sammlung von der Marwitz

2.244 Die Kinder- und Jugendbuchsammlung Aus einem Frankfurter Bücherschrank geht auf eine Schenkung der gebürtigen Frankfurterin Christa von der Marwitz, geb. Zeiss zurück. Sie umfaßt europäische Kinder- und Jugendbücher vorwiegend des 19. und beginnenden 20. Jhs. Von 208 Titeln sind 101 bis 1900 erschienen. Mit Ausnahme eines Titels aus dem 18. Jh (Christian Gotthilf Salzmanns Moralisches Elementarbuch, Leipzig, 1785 und 1787) handelt es sich um Veröffentlichungen des 19. Jhs, davon 19 in englischer Sprache, 15 in französischer und 2 in dänischer (teilweise auch mehrsprachig). Es finden sich sowohl Originalveröffentlichungen als auch Übersetzungen aus dem Deutschen, Englischen, Französischen, Italienischen, Dänischen, Schwedischen, Norwegischen und Russischen.

2.245 Die Sammlung stellt keinen repräsentativen, sondern einen eher zufälligen Querschnitt durch die Lehr- und Unterhaltungsliteratur für Kinder und Jugendliche des vergangenen Jhs und der Jahrhundertwende dar. Das Spektrum der gesammelten Literatur reicht vom Bilder- und Reimbuch für die Kleinen - so ein Band Kinderreime in Hochdeutsch, Plattdeutsch und Englisch, der von Ingeborg von Bronsart in Musik gesetzt und mit Holzschnitten nach Originalzeichnungen von Ludwig Richter illustriert wurde (1882) - über Fabel-, Sagen- und Märchenbücher aus aller Welt, Abenteuer- und Reiseliteratur sowie historische Erzählungen für die Älteren bis hin zu Sachbüchern, auch zum Gebrauch für die Schule. Unter den Zeitschriften und Almanachen befindet sich u. a. eine Ausgabe der Kinder-Gartenlaube von 1890 (der späteren Jugend-Gartenlaube), die in Anlehnung an die populäre illustrierte Gartenlaube seit 1886 als Magazin für junge Leser erschien. Die Sammlung ist katalogisiert (s. u. 3.6).

Brunhilde Frisch Sammlung Schach (Sondersammlung 27)

2.246 Den Grundstock dieses Bestandes bildet die Schachbüchersammlung von Willi Summ (1896-1982) mit ca. 230 Titeln, die dieser im Herbst 1975 der Bibliothek schenkte. Bis Ende 1984 war der Bestand u. a. durch weitere Schenkungen auf 1620 Titel angewachsen. Als Altbestand sind 131 Titel zu betrachten, wobei der zeitliche Schwerpunkt im 19. Jh liegt (91 Titel). Die anderen Jhe sind schwächer vertreten: 3 Titel aus dem 15. Jh (darunter das Schachzabelbuch des Jacobus de Cessolis als Hs. und Inkunabelfragment), 2 Titel aus dem 16. Jh, 6 aus dem 17. Jh und 19 aus dem 18. Jh. Gerhard List

Dauerleihgaben an andere Bibliotheken und Institutionen

2.247 Die Dissertationensammlung Lehnemann (ca. 13.000 Titel) befindet sich seit 1987 für 10 Jahre zur Unterstützung eines differenzierten Erschließungsvorhabens im Max-Planck-Institut für Europäische Rechtsgeschichte. Die ca. 13.000 überwiegend juristischen Dissertationen des 17. und 18. Jhs sind in 650 Kapseln mit durchschnittlich je 20 Stück aufgestellt.

2.248 Die Kinderbuchsammlung Hobrecker wurde 1979 mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft gekauft und nach Katalogisierung und Restaurierung an das Institut für Jugendbuchforschung als Dauerleihgabe abgegeben (s. dort). Die Kinderbuchsammlung Rümann wurde 1966 mit Mitteln der Fritz-Thyssen-Stiftung erworben und ebenfalls als Dauerleihgabe an das Institut für Jugendbuchforschung gegeben (s. dort).

Jutta Hager

Sammlung Gymnastica

2.249 Die Geschichte der Sammlung Gymnastica ist nicht vollständig zu rekonstruieren. Wahrscheinlich wurde das systematische Sammelgebiet Gymnastica von der Frankfurter Stadtbibliothek im Jahre 1879 aufgrund einer Schenkung von August Ravenstein (1809-1881) angelegt. Der bekannte Frankfurter Verleger gilt als der geistige Vater der örtlichen Turnerbewegung. Sein persönlicher Nachlaß wurde erst kürzlich in der Handschriftenabteilung der Bibliothek bearbeitet und erfaßt. Seine Schenkung beinhaltete vor allem gesellschaftspolitische Schriften der Turnerbewegung, praktische Anleitungen für Leibesübungen und die - historisch wertvollen - frühen Bde der Deutschen Turnzeitung (1856ff). Neben diesem Grundstock besteht die Sammlung aus Werken, die, wie die Exlibris belegen, von militärischen Institutionen (Bibliothek der königlichen Kriegsschule zu Potsdam) gestiftet wurden. Inhaltlich berühren diese Titel zumeist militärisch relevante Themen (Fechtanleitungen, Pferdedressur). Zu weiteren Vorbesitzern gehört auch Adolf Freiherr von Holzhausen.

2.250 Um 1930 kam die Sammlung Gymnastica als Dauerleihgabe an das Frankfurter Institut für Leibesübungen. Wie ein erhaltener Index der alten Stadtbibliothek belegt, umfaßte sie zu diesem Zeitpunkt 1121 Titel. Danach verlieren sich die Spuren. Erst 1962, anläßlich einer Revision, wurde ein aktueller Bestand von 363 Titeln ermittelt. Die Sammlung stand bis 1991 im Institut für Sportwissenschaften geschlossen separiert. An einer Vielzahl älterer Signaturen ist erkennbar, daß sie zeitweilig in die Gesamtbestände des Instituts für Leibesübungen eingearbeitet war. Sie ist aus konservatorischen Gründen jetzt wieder in die Zentralbibliothek überführt worden.

2.251 Die Auszählung erfolgte am Standortkatalog. Von den 363 Titeln Monographien und Zeitschriftenstammen rund 70 Prozent (256 Titel) aus dem 19. Jh; auf das 16. Jh entfallen 2 Titel, auf das 17. Jh 6 und das 18. Jh 17. Von den 47 fremdsprachigen Titeln sind 3 lateinisch, 23 englisch, 7 französisch, 13 italienisch und einer spanisch.

2.252 Von den vier inhaltlichen Schwerpunkten ist der erste ein Komplex von Anleitungen für praktische Übungen. Diese didaktischen Hilfestellungen sind für Schul- und Haussport, als gezielte Übungen für Knaben, Mädchen und Erwachsene, als Anleitungen zum Tanz, zu Ballspielen oder als Schwimmfibeln entwickelt worden. Ebenso finden sich Vorschläge zum Bau von Sportstätten. Dokumentiert ist außerdem das Aufkommmen der schwedischen Gymnastik mit therapeutischem Anspruch nach Per Henrik Ling (1776-1839) in der zweiten Hälfte des 19. Jhs. Den zweiten Schwerpunkt bildet an medizinischen Ansprüchen orientierte Literatur zur Gymnastik. Hier liegen Titel bereits aus dem 18. Jh vor, z. B. Clément-Joseph Tissot, Medicinische und chirurgische Gymnastik (Leipzig 1782). Im späten 19. Jh finden sich vermehrt Abhandlungen zum ästhetischen Aspekt der Körperbildung, die etwa den Vorbildcharakter der griechischen Athletik unterstreichen.

2.253 Ein weiterer Komplex umschließt Themen von militärischem Interesse: Fechtschulen, Pferdehaltung, -zucht und -dressur, Ringerfibeln oder allgemeine Anleitungen zur Ertüchtigung der Truppe, z. B. Gustav Schleidt, Die Fechtkunst (Leipzig 1890) oder R. von Franckenberg, Die Gymnastik als Mittel der Ausbildung für den preussischen Soldaten (Berlin 1845). Der vierte Komplex, der die wertvollsten Titel der Sammlung enthält, umfaßt Schriften der Turnerbewegung. Es handelt sich zum einen um die z. T. auch politisch brisanten Werke der Väter der Turnbewegung, z. B. Friedrich Ludwig Jahn und Ernst Eiselen, Die deutsche Turnkunst. Zur Einrichtung der Turnplätze (Berlin 1816). Überdies sind, leider von erheblichen Verlusten gezeichnet, die Publikationen der organisierten Turner nach 1842 (Ende der Turnersperre) vorhanden. Sie gliedern sich in Verbandsnachrichten, Jahresschriften, Festschriften u. ä., aber auch Kuriosa wie Bahn Frei! Deutscher Turnerhumor (Hof 1877). Neben dem deutschem Bestand liegen Titel aus verschiedenen Ländern Europas vor, ebenso eine geringe Anzahl aus Nordamerika. Die Sammlung wird neu katalogisiert.

Alexander Kraft

3. KATALOGE

Moderne allgemeine Kataloge

3.1 Alphabetische und Systematische Kataloge

AK-Zettelkatalog [enthält bis auf wenige Sondersammlungen den Monographienbestand der Stadt- und Universitätsbi-bliothek, der Senckenbergischen Bibliothek und der Hauptbibliothek des Universitätsklinikums. Für die StUB und die Hauptbibliothek werden hier auch die Serien nachgewiesen. Erfassung bis 1985 einschließlich; Anlage nach PI]

AK-Mikrofichekatalog [weist ab 1986 Monographien der StUB, der Senckenbergischen und der Medizinischen Hauptbibliothek nach, außerdem den kompletten Zeitschriftenbestand der drei Bibliotheken ohne Zeitschnittstelle; Anlage nach RAK-WB]

Sachkatalog [weist den Hauptteil der Bestände der StUB nach, seit 1945 nach Methode Eppelsheimer geführt. Gliederung in einen systematischen, einen geographischen und einen biographischen Teil; Zugang durch Schlagwortregister]

Standortkatalog der Handbibliotheken [Alphabetische und Standortkataloge für die Bestände der Lesesäle und der beigeordneten Handmagazine; Anlage nach Poggendorfschen Regeln. Separate Kataloge für Zeitschriftenauslagen]

DFG-Sondersammelgebiete [Ausdruck der jeweiligen Sachkatalogabschnitte und des Zeitschriftenbestandes im Aufbau begriffen. Außerdem entstehen Fachbibliographische Dienste in den jeweiligen Fachabteilungen.] Zeitschriftenkatalog

Stadt- und Universitätsbibliothek, Senckenbergische Bibliothek Frankfurt a. M. Zeitschriftenverzeichnis. 4 Bde. Frankfurt a. M. 1973 [Neubearbeitung dieses Verzeichnisses ist nicht vorgesehen. Der Bestand ist auch in den Mikrofiches des EDV-gestützten Hessischen Zeitschriftenverzeichnisses zugänglich und über das Hessische Bibliotheks-Informationssystem HEBIS nachgewiesen.] Zentrale Nachweise:

Der Monographienbestand ist im Hessischen Zentralkatalog nachgewiesen. HEBIS enthielt bis 1991 nur Monographien ab Erscheinungsjahr 1986. Der Zeitschriftenbestand ist außer im Hessischen Zeitschriftenverzeichnis und in HEBIS auch in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) verzeichnet. Notendrucke sind im Répertoire international des sources musicales (RISM) verzeichnet.

Moderne Sonderkataloge

3.2 Frankfurt-Abteilung

Alphabetischer Katalog [nach PI]

Alphabetischer Zeitschriftenkatalog [enthält in Frankfurt erschienene Zeitschriften und Zeitungen; Anlage nach GAZS-Regeln]

Schlagwortkatalog [enthält sowohl Monographien als auch nichtselbständige Veröffentlichungen in Sammelwerken, Reihen, Zeitschriften und Zeitungen]

Standort- und Nominalkatalog der Handbibliothek des Lesesaals Frankfurt

Druckerkatalog [ordnet die Titelaufnahmen der Frankfurter Drucke alphabetisch nach den Namen der Drucker oder Verleger]

Nominalkatalog der Frankfurter Drucke

Portraitkatalog [weist sowohl Einzelblätter als auch Bildnisse in älteren Büchern nach; erschließt dargestellte Personen, Künstler und Standort des Bildes]

Stadtbibliothek Frankfurt am Main. Katalog der Abteilung Frankfurt. (Bearb.: Arthur Richel). 2 Bde. Frankfurt a. M. 1914-1929 [1.1 Kirchenwesen; 1.2 Bibliotheken; 1.3 Wissenschaftliche Gesellschaften und Vereine; 1.4 Wissenschaftliche Kongresse; 1.5 Schulwesen; 1.6 Die Juden in Frankfurt. 1914. 2. Literatur zur Familien- und Personengeschichte. 1929. Trotz der Kriegsverluste dient dieses Verzeichnis noch als bibliographischer Nachweis.]

3.3 Inkunabelabteilung

Alphabetischer Katalog der Handbibliothek

Standortkatalog der Handbibliothek

Standortregister der Inkunabelsammlung

Freimann, Aron: Die hebräischen Inkunabeln der Stadtbibliothek zu Frankfurt am Main. In: Festgabe für Friedrich Clemens Ebrard. Frankfurt a. M. 1920, S. 129-144

Ohly, Kurt; Sack, Vera: Inkunabelkatalog der Stadt- und Universitätsbibliothek und anderer öffentlicher Sammlungen in Frankfurt am Main. Frankfurt a. M. 1967

3.4 Musik- und Theaterabteilung

Alphabetischer Katalog der Handbibliothek

Standortkatalog der Handbibliothek

Alphabetischer Katalog der Musica practica [Auszug aus dem Hauptkatalog]

Sachkatalog der Musica practica [weist nur ältere Bestände nach; Ordnung nach musikalischer Besetzung und nach musikalischen Gattungen]

Israel, Carl: Die musikalischen Schätze der Gymnasialbibliothek und der Peterskirche zu Frankfurt am Main. In: Programm des städtischen Gymnasiums zu Frankfurt am Main Ostern 1872. Frankfurt a. M. 1872, S. 1-97

Katalog der Sammlung Offenbach [in Zettelform; umfaßt Notendrucke des 19. Jhs; Bestände nicht im Hauptkatalog nachgewiesen]

Katalog der Portraitsammlung

Katalog der Karikaturensammlung

Katalog der Librettosammlung

Katalog der Plakatsammlung

[Diese Sammlungen gehen auf F. N. Manskopf zurück.] Katalog der Bühnenbildentwürfe [nach Bühnenbildner, Regisseur, Autor des Werks und Aufführungsort erschlossen]

Katalog der Szenenfotos

Theaterzettel und Konzertprogramme [Aufbewahrung alphabetisch nach Aufführungsorten und chronologisch, kein Katalog]

Katalog der Programmhefte deutschsprachiger Bühnen [Sondersammelgebiet der Deutschen Forschungsgemeinschaft; Nachweis nach Ort, Bühne und Datum]

Katalog einer Sammlung französischer, italienischer und spanischer Theaterstücke des 18. und 19. Jahrhunderts. Hrsg. von der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Frankfurt a. M. 1989

Didion, Robert; Schlichte, Joachim: Thematischer Katalog der Opernsammlung in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Frankfurt a. M. 1990 [Signaturengruppe Mus. Hs. Opern]

Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt a. M. Zeitschriftenverzeichnis Theaterwissenschaft ein- schließlich Film, Funk und Fernsehen. Bestände der Sondersammelgebietsbibliothek. Stand September 1981. Frankfurt a. M. 1981

3.5 Abteilung Afrika, Asien, Judaica

Alphabetischer Katalog der Handbibliotheken 23-25: Asien, Judaica, Afrika [nach Poggendorfschen Regeln]

Systematischer Katalog der Handbibliotheken 23-25: Asien, Judaica, Afrika [Standortkatalog, nach modifizierter Methode Eppelsheimer]

Alphabetischer Katalog der Mikrofiche-Edition Humane Relations Area Files (HRAF) Afrika:

Alphabetischer und Systematischer Katalog der Kolonialbibliothek [in Zettelform; nach dem Zweiten Weltkrieg übernommen]

Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Fachkatalog Afrika. Subject catalogue Africa. Catalogue-matières Afrique. Bearb. von I. D. Wolcke. Bd 1, Heft 1 ff. Frankfurt a. M. 1. Geschichte. 1976. Neuaufl. Stand Juni 1986. 1987 2. Politik. 1977 3. Literatur. Literaturwissenschaft. 1979 4. Kulturanthropologie [Völkerkunde, Kulturge- schichte, Religion, Kunst, afrikanische Völker]. 1980 5. Geowissenschaften. Sozialwissenschaften. 1981 6. Sprachen. Linguistik. 1982 7. Buch- und Bibliothekswesen. 1983 10. Ostafrika. 10.1 [Ostafrika, Kenia] 2. [Tanzania. Uganda]. 1984

Afrika-Zeitschriften in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Mit einer Vorrede von I. D. Wolcke. Bd 1, 1973; Bd 2 mit Suppl., 1977

Afrika-Zeitschriften in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main 1982 (7 Negativ-Mikrofiches); 3. Aufl. 1989 (9 Negativ-Mikrofiches)

Afrika-Literaturzeitschriften. Aufsätze, Rezensionen, Werke. Bd 1 ff. Frankfurt a. M. 1985 ff.

Wolcke-Renk, Irmtraut-Dietlinde; Hercsik, Adele: Literatur Schwarzafrikas in deutschen Übersetzungen. Frankfurt a. M. 1980 Neuguinea:

Fachkatalog Neuguinea. Frankfurt a. M. 1981 Judaica, Hebraica:

Rabinowitz, Raphael N.: Ohel Abraham. Katalog der Bibliothek Abraham Merzbacher. München 1888 [Ankauf der Bibliothek 1903/04; hebräisch]

Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Fachkatalog Judaica. Bearb. von Sara Cepelinski. Bd 1, Teil 1. Frankfurt a. M. 1977 1. Länderkatalog. Teil 1 Palästina, Israel. 1977

Judaica-Zeitschriften in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Frankfurt a. M. 1975; 2. Aufl. 1984

Freimann, Aron: Stadtbibliothek Frankfurt am Main. Katalog der Judaica und Hebraica. Frankfurt a. M. 1932. Bd 1: Judaica. 1932 [zur Bedeutung vgl. oben 2.147]

Richel, Arthur; Freimann, Aron: Literatur über die Juden in Frankfurt. Frankfurt a. M. 1914. In: Stadtbibliothek Frankfurt am Main. Katalog der Abteilung Frankfurt. Bd 1, 1914

Hebräische Inkunabeln s. o. 3.3

3.6 Weitere Sondersammlungen

Flugschriftensammlung und Bibliothek Gustav Freytag:

Katalog der Bibliothek Gustav Freytag. 1.2: Kulturgeschichte. 3: Lieder. Hans Sachs. 4: Dreißigjähriger Krieg. Neuere Zeit. 5: Personenregister. 6: Sachregister [hschr.]

Bibliotheca Gustavi Freytagii. Index der selbständigen Werke. Stadtbibliothek Frankfurt am Main. [Standortkatalog; nach 1896; mschr.]

Hohenemser, Paul: Flugschriftensammlung Gustav Freytag. Im Auftrag der Gesellschaft der Freunde der Stadtbibliothek bearb. Frankfurt a. M. 1925 (Repr. Hildesheim 1966)

Flugschriftensammlung Gustav Freytag. Vollständige Wiedergabe der 6265 Flugschriften aus dem 15. bis 17. Jh sowie des Katalogs von Paul Hohenemser auf Mikrofiche. München 1980-81

Die Einblattdrucke der Flugschriftensammlung Gustav Freytag sind in dem Katalog Hohenemsers nicht enthalten. Sie sind durch einen bei der Abteilung Frankfurt aufgebauten Schlagwortkatalog zugänglich. Bei derselben Abteilung ergänzt ein Druckerkatalog die Erschließung der Sammlung Gustav Freytag. Bundesbibliothek:

Kelchner, Ernst: Die Bibliothek der ehemaligen Central-Untersuchungs-Commission zu Mainz und der ehemaligen Bundes-Centralbehörde zu Frankfurt a. M. In: Intelligenz-Blatt zum Serapaeum (1868) Nr. 4-9 [verzeichnet die ersten 300 Titel der Signatur Bundesbibliothek]

Stollberg, Jochen: Verzeichnis der Bibliothek der Deutschen Bundesversammlung [1816-1866] im Bestand der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Frankfurt am Main 1985 Sammlung Hirzel:

Hohenemser, Paul: Verzeichnis der Bibliothek Hirzel. Frankfurt a. M. 1927

Bibliotheca Salomon Hirzel. Index [1925, Typoskript] Hobrecker-Sammlung:

Haase, Vera: Die Frankfurter (Karl) Hobrecker-Sammlung. Kommentierte Bibliographie einer Sammlung alter Kinder- und Jugendbücher. Hrsg. von der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main und dem Institut für Jugendbuchforschung an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität. Pinneberg 1983 Sammlung Liebmann:

Vermächtnis Dr. Louis Liebmann. Frankfurt a. M. 1930 [mschr. vervielfältigt; erschließt die Sammlung nur teilweise] Sammlung von der Marwitz:

Aus einem Frankfurter Bücherschrank. Kinder- und Jugendbuchsammlung Christa von der Marwitz, geb. Zeiss. Herausgegeben von der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main, September 1987. (Ausstellungskatalog). Frankfurt am Main 1987 Schachsammlung:

Summ, Willi: Der Frankfurter Schachbücherkatalog. Schachschriften in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Winsen an der Luhe 1978; 2. veränd. und beträchtl. verm. Aufl. Rodgau 1982. Nachtrag 1 [1985] Schopenhauer-Archiv:

Hübscher, Arthur: Die Bibliothek Schopenhauers. In: Arthur Schopenhauer: Der hss. Nachlaß Bd. 5. Frankfurt am Main 1968

Diehl, Robert: Das Schopenhauer-Archiv. Eine Bestandsaufnahme. Bearb. von Irene Schneider. In: Schopenhauer-Jahrbuch 40 (1959)

Ein Katalog der Schopenhauer-Sammlung, der die bisherigen Verzeichnisse ersetzen wird, ist in Vorbereitung. Sondersammlung Ständige Ausstellung:

Stadtbibliothek zu Frankfurt am Main. Katalog der permanenten Ausstellung. (Vorwort: Friedrich Clemens Ebrard). Frankfurt a. M. 1894

Sarnow, Emil: Handschriften, Einbände, Formschnitte und Kupferstiche des 15. Jhs. Druckwerke und Einblattdrucke des 15.-20. Jhs. (Katalog der ständigen Ausstellung). Frankfurt a. M. 1920 Erwin von Steinbach-Stiftung:

Alphabetischer Katalog der Elsaß-Lothringen-Sammlung [in Zettelform; neu erstellt, Veröffentlichung ist geplant]

Eine Reihe der hier beschriebenen Sondersammlungen sind neben ihrem Nachweis im Alphabetischen Hauptkatalog nur in standortbezogenen Indices verzeichnet: Sammlung Wertvoll, Wertvoll, modern, Einbandsammlung, Sammlung Stoltze, Sammlung Wieland, Sammlung Gymnastica.

Historische Kataloge

3.7 Historische allgemeine Kataloge

Pauli, Johannes: Index bibliothecae ab inclyto senatu civitatis Francofurtensis ad Moenum institutae conscriptus anno 1562 quo tempore eadem in conventuali hybernaculo monasterii Minoritarum asservabatur [Ms.]

Schadaeus, Daniel: Indices aliquot librorum bibliothecae huius Francofurtensis [1592, 2 Bde, Ms.]

Schadaeus, Daniel: Secundus index librorum huius bibliothecae iuxta seriem alphabeti et autorum nomina propria [Ms., 2 Bde]

Authaeus, Jost: Katalog der Ratsbibliothek [abgeschlossen 1623, Ms., 2 Bde: 1. Alphabetischer Katalog, 2. Standortkatalog]

Lommer, Daniel: Trias indicum in libros bibliothecae huius Francofurtensis quae ...in usum ministerii ecclesiastici et gymnasii colligitur ...anno 1641 [Ms., 2 Bde]

Waldschmidt, Johann M.: Index librorum bibliothecae Moeno-Francofurtensis juxta ordinem pluteorum ...ab initio digestus, postea ab eodem ut et Conrado Webero et Joh. Jac. Lucio continuatus [1691-1731, Ms., 3 Bde] 3.7

Taxbuch der Stadtbibliothek Frankfurt am Main [alphabetisches Verzeichnis der Bücher bis zum Erscheinungsjahr 1699, Ms.]

Lucius, Johann J.: Catalogus bibliothecae publicae Moeno-Francofurtensis in decem sectionibus ordine alphabetico digestas ...divisius [1728, Ms., 8 Bde]

Lucius, Johann J.: Catalogus Bibliothecae Publicae Moeno-Francofurtensis, ...Francofurti ad Moenum 1728 [erster gedruckter alphabetischer Katalog des Gesamtbestandes]

Lucius, Johann J.: Periculum catalogi Francofurtensis [abgeschlossen 1728, Ms.]

Kneusel, Christoph F.: Catalogus librorum [bibliothecae Francofurtanae; 1750-1760, Ms.]

Stadtbibliothek Frankfurt am Main. Katalog der neueren Bestände. 4 Bde Frankfurt a. M. 1908-1911 [mit einer Vorrede von Friedrich Clemens Ebrard]; Bd 1: I. Enzyklopädien, Sammelwerke, Gesammelte und vermischte Schriften einzelner Verfasser, Zeitungswesen, Wissenschaftskunde, Universitäten, Gelehrte, Gesellschaften, Bibliothekswesen. II. Rechtswissenschaft. III. Staatswissenschaft 1908; Bd 2: IV. Kriegswissenschaft. V. Geographie und Geschichte 1909; Bd 3: VI. Philosophie. VII. Pädagogik. VIII. Künste. IX. Theologie. X. Sprachwissenschaft und Literatur. XI. Naturwissenschaften. XII. Medizin. XIII. Buchwesen 1909; Bd 4: Titel- und Sachregister 1911

Alphabetischer Zettelkatalog der Druckschriften [Kapsel-Katalog; umfaßt die Bestände der Stadtbibliothek bis zu ihrer Zerstörung 1943/44 und bildete die Grundlage für die Feststellung der erhalten gebliebenen Bestände; nach erhaltenen und verlorenen Beständen geteilt]

3.8 Historische Sonderkataloge (s. a. Kap. 4.1)

Catalogus rariorum librorum bibliothecae Francofurtensis [abgeschlossen 1712; Ms.]

Franck von Lichtenstein, Johann S.: Catalogus der Predigten in der Frankfurter Stadtbibliothek [abgeschlossen 1770, Ms.]

Franck von Lichtenstein, Johann S.: Verzeichniss der auf der Frankfurter Stadtbibliothek befindlichen Incunabeln [abgeschlossen vor 1793, Ms.]

Franck von Lichtenstein, Johann S.: Catalogus disputationum [4 Teile, abgeschlossen vor 1793, Ms.]

Catalogus pretiosissimorum librorum cum earum tabulis aeri incisis, qui in certis nitidioribus arcis hujus bibliothecae jacent et ibi adservantur [nach 1823; Ms.]

Kelchner, Ernst: Die Luther-Drucke der Stadtbibliothek zu Frankfurt am Main 1518-1546. Bibliograph. beschrieben. Frankfurt a. M. 1883

Stadtbibliothek Frankfurt am Main. Verzeichnis der Handbibliothek des Lesesaals und der daselbst aufliegenden Zeitschriften und Zeitungen. 5. umgearb. Aufl. Frankfurt a. M. 1913; 2. bis 4. Aufl. Frankfurt 1898-1908

Stadtbibliothek Frankfurt am Main. Verzeichniß der im Lesesaal aufliegenden pädagogischen Zeitschriften. 1899

Ebrard, Friedrich Clemens: Ausstellung deutscher Buchillustration bis Albrecht Dürer. Frankfurt a. M. 1900

Freimann, Aron (Bearb.): Ausstellung hebräischer Druckwerke. Frankfurt a. M. 1902; 2. verm. Aufl. Frankfurt a. M. 1902

Verzeichniss der von der Frankfurter Stadtbibliothek in der Akademie für Sozial- und Handelswesenschaften aufgelegten periodischen Schriften. 4. Ausgabe Frankfurt a. M. 1912 [2. und 3. Ausgabe Frankfurt 1906 und 1907]

Stadtbibliothek Frankfurt am Main. Verzeichnis der Mathematischen Handbibliothek des Lesesaals und der Mathematischen Zeitschriften. Frankfurt a. M. 1907

Hohenemser, Paul: Stadtbibliothek Frankfurt am Main. Katalog der Mathematischen Abteilung. Frankfurt a. M. 1909

Mueller-Loschwitz, Felix: Über die ältesten mathematischen Druckwerke (1482-1550) in der Stadtbibliothek zu Frankfurt am Main. [Katalog]. In: Jahresbericht der deutschen Mathematikervereinigung 19 (1910) Heft 7/8, S. 163-178, 197-225

Stadtbibliothek Frankfurt am Main. Katalog der Abteilung Statistik. Bearb. von Paul Hohenemser. Frankfurt a. M. 1914

Vorläufiges Verzeichnis von Schriften zur Geschichte der Stadt Frankfurt a. M. während des Weltkrieges (1914-1918) [um 1923, Ms.]

Stadtbibliothek Frankfurt am Main. Katalog der Abteilung Klassische Altertumswissenschaften. 2 Bde. Ansbach 1926 [mit einem Vorwort von Paul Hohenemser]

3.9 Kataloge inkorporierter Sammlungen (Auswahl, chronologisch nach dem Zeitpunkt der Übernahme):

Dr. Johann Hartmann Beyeri Catalogus librorum [Ms., Legat 1624; umfaßt auch die Bibliothek des Theologen Hartmann Beyer (1516-1577), seines Vaters] 3.9

Waldschmidt, Johann M.: Bibliotheca Jungiana, sive catalogus librorum quos comparavit ...Johannes Maximilianus Zum Jungen, ...Ordine Alphabetico, additis Authorum cognominibus, ...Francofurti 1682 [Ankauf der Bibliothek 1690]

Hohenemser, Paul: Flugschriftensammlung Discursus politici des Johann Maximilian zum Jungen. Frankfurt a. M. 1930 [Ankauf der Bibliothek 1690; Repr. Hildesheim, New York 1977]

Franck von Lichtenstein, Johann S.: Verzeichnis der Deductionen in Frankfurtischen Gerichten verhandelten Privatsachen. Catalogus collectionum Diefenbachianarum [abgeschlossen vor 1793, Ms.]

Catalogus librorum a Philippo Friderico Pistore ...Bibliothecae Patriae publicae legatorum. 1708 [Legat an die Stadtbibliothek 1708, Ms.]

Lehnemann, Heinrich W.: Beyträge zu der Reichsstadt-Frankfurter Gelehrten-Geschichte gesammelt von D. Heinrich Wilhelm Lehnemann [nach 1800, Ms.; Dissertationenverzeichnis der Frankfurter Gelehrten des 17. und 18. Jhs; Legat 1802]

Lehnemann, Heinrich W.: Catalog und Verzeichniss von Dissertationen aus verschiedenen Fächern, besonders den juristischen [nach 1800, Ms.]

Hagen, Johann L. von: Bibliotheca imperialis ecclesiae S. Bartholomaei. Librorum bibliothecae S. Bartholomaei Francofurti registrum seu potius inventarium 1609. Registrum seu potius inventarium renovatum est 1657 [Ms.]

Straub, J. F. G.: Librorum bibliothecae S. Bartholomaei Francofurti inventarium. 1718 [unvollständiges Ms.]

Bibliothecae imperialis ecclesiae S. Bartholomaei Francofurtensis catalogus librorum typis editorum ordine alphabetico digestus et completus a. 1775 [Ms.]

Codices manu exarati in ecclesiae S. Bartholomaei Francofurtensis bibliotheca reperti eoque quo in forulis modo sunt positi ordine recensiti 1776 [Ms.]

Catalogus librorum bibliothecae fratrum minorum Capucinorum Francofurtensium conscriptus anno 1771 [Ms.]

Catalogus librorum bibliothecae fratrum Capucinorum Francofurtensium renovatus 1782 [Ms.]

Inventarium bibliothecae Carmelitanae Francofurti confectum mensibus Juno et Julio 1634 [Ms.]

Index bibliothecae Carmeli Francofurtensis [18. Jh, Ms.]

Index classicus prae- et cognominalis librorum bibliothecae Carmeli Francofurtensis in loculamentis collocatorum confectus sub ...patre priore Benigno a S. Henrico ...anno 1772 [Ms.]

Bibliotheca Predicatorum Francofurtensium. Catalogus secundum classes [18. Jh, Ms.]

Catalogus librorum bibliothecae Francofurtanae ordinis Praedicatorum [18. Jh, Ms.]

Catalog der Bibliothek des [Frankfurtischen] Museums. Aufgenommen im May 1816 [Ms., Mitte des 19. Jhs in die Stadtbibliothek aufgenommen]

Bibliothek Dr. Eduard Franz Souchay [nach 1872, Ms.]

Verzeichnis von Büchern, Karten, Photographien usw. Christoph Georg Griessbauer [Ms., Schenkung 1895/96; 3 Bde mit verschiedenen der Erschließung dienenden Verzeichnissen]

Cornill-d'Orville, Heinrich A.: Verzeichnis der Dürer Bibliothek [1893, Ms.; Schenkung 1900]

Ehrig, Willy: Katalog der Schenkung Dr. Oskar Kling. Frankfurt a. M. 1928 [mschr. vervielfältigt]

Wohlstadt, Erwin: Verzeichnis der Bücherei der Deutsch-Südslawischen Gesellschaft in der Stadtbibliothek zu Frankfurt a. M. Frankfurt a. M. 1932 [mschr., Übernahme 1932]

Mitteldeutscher Kunstgewerbe-Verein Frankfurt a. M. Fachkatalog der Bibliothek. 1. Frankfurt a. M. 1884 [Kunstgewerbebibliothek, später Bibliothek für Kunst und Technik; 1943 zerstört; Restbestand nach dem Krieg übernommen]

Freiherrlich Carl von Rothschildsche öffentliche Bibliothek. Verzeichnis der Bücher. Frankfurt a. M. 3.9 1892-1905 [Vorwort von Christian W. Berghoeffer; mit Autoren- und Titelregister; 2 Bde: 1892-1898 und 1899-1904]

Freiherrlich Carl von Rothschildsche öffentliche Bibliothek. Verzeichnis der laufenden Periodischen Schriften. Frankfurt a. M. 1891 [auch Ausgaben 1905 und 1913]

Freiherrlich Carl von Rothschildsche öffentliche Bibliothek. Zugangsverzeichnis für das Jahr 1891-[1896]. Frankfurt a. M. 1892-[1897]

Das System der laufenden Bestandsverzeichnung und Bestandserschließung in der Carl von Rothschildschen öffentlichen Bibliothek umfaßte einen Nominalkatalog (nicht mehr vorhanden), ein Personal- und Lokalrepertorium (teilweise noch vorhanden), einen Realkatalog mit 30 Fachgruppen und einen Standortkatalog (noch vorhanden). Zur Katalogisierung wurden bis 1905 eigene, danach die Berliner Titeldrucke verwendet. 4.1 Archivalien

Zur ältesten Geschichte der Bibliothek

In der Stadt- und Universitätsbibliothek:

Erhaltene Handschriften und Drucke der Ratsbücherei und der Barfüßerbibliothek

Katalog der Ratsbücherei [um 1623]

Kataloge der Barfüßerbibliothek [1562, 1592, 1641]

Katalog der Bibliothek J. H. Beyer [17. Jh]

Zugangsverzeichnis [1603-1606, 1609-1611]

Ausleihregister [1643-1690]

Katalog der Bibliothek des Johann Maximilian zum Jungen [1682]

4. DARSTELLUNGEN ZUR GESCHICHTE DER BIBLIOTHEK

4.1 Im Stadtarchiv:

Bürgermeisterbücher [15.-17. Jh]

Ratsprotokolle [17. Jh]

Stipendien Ugb C 11 [Testament der Elisabeth von Heringen; Verzeichnis der Bücher des Ludwig von Marburg zum Paradies, 1504]

Hausurkunden I 154 [Haus zur Viole, 1510]

Barfüßer-Bücher Nr. 1-3 [1487-1528; Bibliothek des Franziskanerklosters]

Allgemeiner Almosenkasten, Rechenbuch [1531-1568; Ausgaben für Erwerbung und Bucheinband] Zur Geschichte der Stadtbibliothek:

Lucius, Johann J.: [Statistik der Bände der Stadtbibliothek nach Fächern und Formaten] [2 Teile 1726 bzw. 1729, nach Formaten, Ms.]

Lucius, Ludwig: Buchhändlerbuch [1731]

Ausleihregister für Bücher [1738-1885, 1898-1899]

Ausleihregister für Handschriften, Dokumente und Urkunden [1828-1870]

Beweisbuch [1819-1882/83]

Drucksachen [ca. 1820-1930]

Geschenkbuch [1866-1887]

Briefbuch [1866-1887]

Standortverzeichnisse [1835, 1893, 1902, 1938; teilweise gedruckt]

Fremdenbuch [1888-1931]

Zugangsverzeichnisse der Stadtbibliothek Frankfurt am Main. Frankfurt a. M. 1. 1891-24.1914. 1924-1927; F.2 1920-1924; F.3 1924-1930

Verzeichnis verkäuflicher Dubletten [1896]

Buchbinder-Kontrollbuch [1916-1926]

4.2 Darstellungen

zur Geschichte der Bibliothek

Übergreifende Darstellungen:

Ebrard, Friedrich C.: Die Stadtbibliothek in Frankfurt am Main. Frankfurt a. M. 1896

Kiessling, Edith: Die Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Blüte, Untergang und Wiederaufbau einer Bibliothek. Frankfurt a. M. 1969

Lehmann, Klaus-Dieter (Hrsg.): Bibliotheca Publica Francofurtensis. 500 Jahre Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. 2 Bde. Frankfurt a. M. 1984. 1. Textband [enthält eine Darstellung der Geschichte der Bibliothek]. 2. Tafelband [Abb. und erläuternde Bibliographie wertvoller Stücke aus dem Bestand der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt] Kleinere Beiträge (chronologisch, in Auswahl):

[Tentzel, Wilhelm E.]: Monatliche Unterredungen Einiger Guten Freunde von Allerhand Büchern und andern annehmlichen Geschichten. Leipzig 1698, S. 491-509

Lersner, Achilles A. von: Der Weit-berühmten Freyen Reichs-, Wahl- und Handels-Stadt Franckfurt am Mayn Chronica oder ordentliche Beschreibung der Stadt Franckfurt Herkunfft und Auffnehmen ...verfasset und zusammengetragen. Frankfurt a. M. 1706 [zur Bibliothek: Bd. 2, S. 95-99]

Lersner, Achilles A. von: Nachgehohlte, vermehrte und Continuierte Chronica der ...freyen Reichs-, Wahl- und Handels-Stadt Franckfurth am Mayn ...Frankfurt a. M. 1734 [zur Bibliothek: Bd. 2, S. 114-115]

Hüsgen, Henrich S.: Artistisches Magazin ... Frankfurt a. M. 1790, S. 462-488

Grotefend, Hermann: Die Entstehung der Stadtbibliothek zu Frankfurt. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte und Altertumskunde in Frankfurt a. M. Frankfurt a. M. 1881. S. 162-169

Bericht über die Verwaltung der Stadtbibliothek zu Frankfurt am Main. Frankfurt a. M. 1 (1884/85) bis 45 (1928-29)

Ebrard, Friedrich C.: Das Einteilungssystem der Frankfurter Stadtbibliothek. Frankfurt a. M. 1896

Berghoeffer, Christian W.: Der Büchertausch der Stadtbibliothek und der v. Rothschild'schen Bibliothek. In: Frankfurter Zeitung und Handelsblatt. Erstes Morgenblatt 48 (1903) Nr. 250 vom 9. September 1903, S. 1-2

Ebrard, Friedrich C.: Die Frankfurter Bibliotheken. In: Jahrbuch der Frankfurter Bürgerschaft (1925) S. 72-77 [zur Stadtbibliothek S. 72-75]

Oehler, Richard (Hrsg.): Führer durch die kulturellen Einrichtungen der Stadt Frankfurt am Main. Frankfurt a. M. 1937 [zur Stadtbibliothek S. 121-128]

Waas, Adolf: Zur älteren Geschichte der Stadtbibliothek in Frankfurt a. M. In: Zentralblatt für Bibliothekswesen (1942) Heft 1/2, S. 29-37

Stadt- und Universitätsbibliothek, Senckenbergische Bibliothek, Frankfurt am Main. Jahresbericht. 1964 ff.

Becker, Gisela: Die heutige Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt a. M. seit der Gründung der Universität im Jahre 1914. Entwicklung - Aufgabenstellung - Verwaltungsorganisation. Assessorarbeit. Köln: Bibliothekar-Lehrinstitut 1968

Knorr, Friedrich: Die Frankfurter Bibliotheken in Oberfranken. In: Jahrbuch der Coburger Landesstiftung (1970) S. 161-178

Stadt- und Universitätsbibliothek/Senckenbergische Bibliothek Frankfurt am Main. Situationsbericht. Frankfurt a. M. 1975

Köttelwesch, Clemens: Frankfurts Bibliotheken als Zeugnisse städtischen Bürgersinns. In: Aus dem Antiquariat, Heft 12 (1976). (Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel. Frankfurter Ausgabe. 1976, 103, Beilage)

Lehmann, Klaus-Dieter: Die Stadt- und Universitätsbibliothek, Senckenbergische Bibliothek Frankfurt am Main. In: DFW. Zeitschrift für Allgemein- und Spezialbibliotheken (1978) Sonderheft, S. 21-23

5. VERÖFFENTLICHUNGEN ZU DEN BESTÄNDEN

5.1 Allgemeines:

Matthiae, Friedrich Chr.: Von einigen bedeutenden Bereicherungen der Stadtbibliothek. In: Einladungsschrift zu den ...auf ... April 1819 festgesetzten oeffentlichen Prüfungen ...im Gymnasium zu Frankfurt am Mayn (1819) S. 1-10

Diehl, Robert: Die Sondersammlungen der Stadtbibliothek. In: Frankfurter Wochenschau (1941) S. 15-18 5.1

Walde, O.: Neue bücher- und bibliotheksgeschichtliche Forschungen in deutschen Bibliotheken. In: Nordisk tidskrift för bök- och biblioteksväsen 19 (1942) S. 165-262 [über die Stadtbibliothek Frankfurt S. 176-183]

Sudhoff, Siegfried: Bibliothekarische Spezialitäten. Ein Einblick in die Sondersammlungen der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt a. M. In: Die Hochschulbibliothek (1978) S. 217-229

Burgholz, Angela; Dinges, Ingrid; Eckert, Hans: Die Bestände des 16.-18. Jahrhunderts der Stadt- und Universitätsbibliothek zu Frankfurt am Main. Frankfurt 1983 [Projektarbeit FSA 2 an der Bibliotheksschule Frankfurt a. M.]

5.2 Nach Schlagwörtern:

Amerika

Ebrard, Friedrich C.: Die Amerikanische Abteilung der Stadtbibliothek Frankfurt am Main. Bericht über ihre Gründung und Entwicklung 1905-1908. Frankfurt a. M. 1908 Asien

Schütz, Ludwig H.: Die chinesische Enzyklopädie der Frankfurter Stadtbibliothek. In: Jahresbericht des Frankfurter Vereins für orientalische Sprachen 3/4 (1913/15) S. 39-46

Pretzell, Klaus-Albrecht: Topographie asienkundlicher Schrifttumssammlungen. Hamburg 1978 [Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt S. 98-101] Bundesbibliothek

Traut, Hermann: Die Archive des vormaligen Deutschen Bundes und der Deutschen konstituierenden Nationalversammlung und ihre Übergabe an die Stadt Frankfurt a. M. im Jahre 1867. In: Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst (1929) S. 204-219

Stollberg, Jochen: Die Bibliothek der ehemaligen Deutschen Bundesversammlung. Kurzer Abriß ihrer Geschichte und der Struktur ihres Bestandes. In: Archiv für Geschichte des Buchwesens 26 (1986) S. 297-315 Buntpapier

Hodes, Franz: Die Buntpapiersammlung der Frankfurter Stadtbibliothek. In: Jahrbuch für Einbandkunst 4 (1937) S. 126-130 Exlibris

Zülch, Walter K.: Das älteste städtische Exlibris von 1511. In: Der Kunstwanderer (1925) November-Heft, S. 111-112 Frankfurt

Lenz, Robert: Die Sammlung Frankfurt der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. In: Aus dem Antiquariat 9 (1973) S. A 375-A 380 Germanistik

Köttelwesch, Clemens: Die Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt a. M. Schwerpunkt: Deutsche Literatur und Literaturwissenschaft. In: Der Literat (1977) Heft 8

Estermann, Alfred; Koch, Hans-Albrecht: Deutsche Literatur in Titelblättern. Reproduktionen aus Büchern der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. München 1978 Inkunabeln

Kelchner, Ernst: Die Marienthaler Drucke der Stadtbibliothek zu Frankfurt a. M. Frankfurt a. M. 1883

Kelchner, Ernst: Der Pergamentdruck der Agenda Ecclesiae Moguntinensis von 1480 der Stadtbibliothek zu Frankfurt am Main. Frankfurt a. M. 1885

Sarnow, Emil: Formschnitte und Kupferstiche im Besitz der Stadtbibliothek zu Frankfurt a. M. Straßburg 1912. (Einblattdrucke des 15. Jahrhunderts. 33)

Oehler, Richard: Der Inkunabel-Diebstahl in der Stadtbibliothek Frankfurt am Main. Zentralblatt für Bibliothekswesen 47 (1930) S. 46-51

Sack, Vera: In: Kurt Ohly; Vera Sack: Inkunabelkatalog der Stadt- und Universitätsbibliothek und anderer öffentlicher Sammlungen in Frankfurt am Main. Frankfurt a. M. 1967, S. VII-XXVIII [Geschichte der Sammlung]

Sack, Vera: Über Verlegereinbände und Buchhandel Peter Schöffers. In: Archiv für Geschichte des Buchwesens 13 (1973) Sp. 249-287 [Frankfurter Inkunabeln in Einbänden der Mainzer Werkstatt 'M mit Krone I']

Sack, Vera: Unbekannte Donate. Neue Funde in Freiburg und Frankfurt. In: Archiv für Geschichte des Buchwesens 13 (1973) Sp. 1461-1512

Der Antichrist. Faksimile der 1. typographischen Ausgabe, Inkunabel der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main, Inc.fol.116. Hamburg 1979 [Kommentar-Band: Der Antichrist und die fünfzehn Zeichen vor dem Jüngsten Gericht]

Powitz, Gerhardt: Die Frankfurter Gutenberg-Bibel. Ein Beitrag zum Buchwesen des 15. Jahrhunderts. Frankfurt a. M. 1990. (Frankfurter Bibliotheksschriften 3) Judaica

Freimann, Aron (Bearb.): Ausstellung hebräischer Druckwerke. 1. und verm. 2. Aufl. Frankfurt a. M. 1902 [Ausstellungskatalog]

Weiß, Leo: Die Frankfurter Judaica-Sammlung. In: Jüdische Rundschau vom 19. Januar 1937

Loewy, Ernst: Die Judaica- und Hebraica-Sammlung der Stadt- und Universitätsbibliothek. In: Bulletin des Leo Baeck-Instituts 8 (1965) S. 55-64

Rosenbohm, Rolf: Nachrichten von der aufgehenden Morgenröte. Die Überlieferung der jüdischen Logen in der Frankfurter Stadtbibliothek. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 11. August 1977, S. 21

Bohnke-Kollwitz, Jutta; Freimark, Peter; Seiler, Martin (Hrsg.): Jüdische Sammlungen in deutschen Bibliotheken. Köln 1981, S. 34 Kinderbücher

Staub, Hermann: Zur Bibliographie alter deutscher Kinderbücher. Marginalien aus Anlaß des Erscheinens der beiden Kataloge der Sammlungen Karl Hobreckers. In: Wolfenbütteler Notizen zur Buchgeschichte 9 (1986) Heft 2, S. 90-96

Unruh, Ilse: Aus einem Frankfurter Bücherschrank. Die Kinder- und Jugendbuchsammlung Christa von der Marwitz in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. In: Aus dem Antiquariat 10 (1987) S. A 409-A 411

Musik, Theater, Film

Heidtmann, Frank: Wie finde ich film- und theaterwissenschaftliche Literatur? Berlin 1978, S. 19

Mohr, Albert R.; Schaefer, Hartmut: Friedrich Nicolas Manskopf 1869-1928. Ausstellung der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Frankfurt a. M. 1978

Schaefer, Hartmut: Mozart und seine Opern in Frankfurt am Main. Zur 100jährigen Wiederkehr der Eröffnung des Frankfurter Opernhauses mit Mozarts Don Giovanni. Frankfurt a. M. 1980

Schäfer, Hartmut (Hrsg.): Komponisten in Frankfurt am Main. Begleitheft zur Ausstellung ...Bd 1: Von Telemann bis zur Gegenwart. Frankfurt a. M. 1979; Bd 2: Vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Frankfurt a. M. 1981

Didion, Robert: Überlieferungsgeschichte der Opernsammlung. In: Thematischer Katalog der Opernsammlung in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Frankfurt a. M. 1990, S. 1-70 Recht

Holthöfer, Ernst; Scholz, Reiner: Frankfurt am Main als Druckort juristischer Literatur 1530-1630. Frankfurt a. M. 1986 [Ausstellungskatalog]

5.3 Nach Personen:

Börne, Ludwig

Estermann, Alfred (Bearb.): Ludwig Börne, 1786-1837. Frankfurt a. M. 1986

Freytag, Gustav

Brückner, Annemarie: Volkstümliche Erzählstoffe auf Einblattdrucken der Gustav-Freytag-Sammlung. In: Zeitschrift für Volkskunde 57 (1961) S. 230-238

Lerner, Franz: Münz- und Geldprobleme in Flugschriften der frühen Neuzeit. In: 75 Jahre Frankfurter Numismatische Gesellschaft (1981) S. 43-54

Goethe, Johann Wolfgang von

Paschek, Karl: Goethe und seine Wirkung heute. Ausstellung der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main mit einem ergänzenden Beitrag des Stadtarchivs. Frankfurt a. M. 1974 Hoffmann, Heinrich

Mann, Gunter: Struwwelpeter-Hoffmann. Ausstellung zum 150. Geburtstag Heinrich Hoffmanns [13. Juni 1959]. Hrsg. von der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Frankfurt a. M. 1959 Familie von Holzhausen

Traut, Hermann: Die Herren von Holzhausen und ihre Bibliothek. In: Frankfurter Zeitung vom 27. November 1925. Stadt-Blatt, S. 1-2 Jeidels, Julius H.

Berghoeffer, Christian W.: Die Bibliothek Julius H. Jeidels zu Frankfurt am Main. Frankfurt a. M. 1897 Ludolf, Hiob

Ruppersberg, Otto: Hiob Ludolfs Vermächtnis an die Stadtbibliothek. In: Frankfurter Beiträge Arthur Richel gewidmet (1933) S. 40-43 Schopenhauer, Arthur

Kuentzel, Gerhard; Leber, Beate: Arthur Schopenhauer. Ausstellung zum 100. Todestag Arthur Schopenhauers. Frankfurt a. M. 1960

Hübscher, Arthur (Hrsg.): Arthur Schopenhauer. Der handschriftliche Nachlaß. Bd 5, Frankfurt am Main 1968 [dort auch S. XIII-XVIII zur Geschichte dieser Bibliothek]

Hübscher, Arthur: Kleiner Führer durch die Ausstellung Schopenhauer lesen in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Frankfurt a. M. 1981

Estermann, Alfred: Sammeln, Forschen, Informieren. Das Frankfurter Schopenhauer-Archiv. In: Schopenhauer-Jahrbuch 67 (1986) S. 165-176

Estermann, Alfred: Die Autographen des Schopenhauer-Archivs der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Stuttgart-Bad Cannstatt 1988, S. 7-13 Stoltze, Friedrich

Estermann, Alfred: Kleindeutschland und Großkrähwinkel. Friedrich Stoltze und seine Zeitschriften. Frankfurt a. M. 1981 [Ausstellung im Stoltze-Museum der Stadtsparkasse und in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main]

Estermann, Alfred: Ein Schreiber als Leser. Friedrich Stoltzes Bibliothek. Ausstellung im Stoltze-Museum der Stadtsparkasse Frankfurt am Main vom 20. Oktober 1986. Frankfurt a. M. 1986 [Stoltze-Bibliothek in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt] Stand: August 1991

Jutta Hager

Gerhardt Powitz

Jochen Stollberg

Werner Wenzel


Quelle: Handbuch der historischen Buchbestände in Deutschland. Digitalisiert von Günter Kükenshöner.
Hrsg. von Bernhard Fabian. Hildesheim: Olms Neue Medien 2003.