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Stadsbibliotek - Stiftsavdelningen

Stadtbibliothek - Abteilung Stifts- und Landesbibliothek


Adresse. Biskopsgatan 2, Box 717, 721 20 Västerås
Telefon. (021) 14 41 30
Telefax. (021) 13 25 12
Internet. http://www.bibliotek.vasteras.se
Bibliothekssigel. <Väs>

Unterhaltsträger. Västerås kommun [Stadt Västerås]
Funktionen. Öffentliche Bibliothek und zentrale wissenschaftliche Bibliothek für das Västmanland.
Sammelgebiete. 1. Allgemeine Sammelgebiete: Alle Wissensgebiete - 2. Besonderes Sammelgebiet: Literatur zum Västmanland.

Benutzungsmöglichkeiten. Präsenzbibliothek (Stiftsabteilung). - Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10-19 Uhr, Samstag 10-15 Uhr (im Sommer eingeschränkt), Sonntag (Oktober bis März) 12-16 Uhr. - Leihverkehr: nationaler und internat. Leihverkehr.
Technische Einrichtungen für den Benutzer. Kopiergeräte (Stiftsabteilung).
Gedruckte Informationen. Faltblatt.
Hinweise für anreisende Benutzer. Vom Hauptbahnhof Fußwegnähe (ca. 10 Minuten). - Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe der Bibliothek.

1. BESTANDSGESCHICHTE

1.1 Die heutige Abteilung Stifts- und Landesbibliothek in der Stadtbibliothek Västerås geht auf die Dom- und Gymnasialbibliothek des 17. Jhs zurück, die sich ihrerseits von der mittelalterlichen Dombibliothek herleitet. Aus ihrem ursprünglichen Bestand sind heute nur noch wenige Bücher in der Stiftsbibliothek erhalten. Seit dem 16. Jh erscheint die Bibliothek in den Quellen als Dom- und als Domschulbibliothek. Bedeutung gewinnt sie seit Beginn des 17. Jhs. Unter Bischof Johannes Rudbeckius (1581-1646), der ausgeprägte wissenschaftliche Interessen besaß, erfolgte die planmäßige Erweiterung der Dombibliothek, die nun auch als Bibliothek des 1623 eingerichteten ersten Gymnasiums in Schweden diente. Das Gymnasium sollte neben der elementaren Bildung vor allem theologische Kenntnisse vermitteln und damit unmittelbar die Priesterausbildung vorbereiten.

1.2 Der Bibliotheksbestand vermehrte sich auch in der Folgezeit vor allem durch den Einsatz der Bischöfe von Västerås und durch Schenkungen von seiten der Stiftsgeistlichen. Zwischen 1589 und 1640 stieg die Anzahl Bände von 56 auf 330. 1640 veranlaßte Bischof Rudbeckius den Druck des von Petrus Olai (1493-1552) zusammengestellten Katalogs der Dombibliothek. Er ist der älteste gedruckte Katalog einer schwedischen Bibliothek. Rudbeckius förderte die Sammlung auch in anderer Hinsicht. Neben verschiedenen von ihm selbst erarbeiteten Bibliotheksinventaren schenkte er der Bibliothek während seiner Amtszeit 108 Bde. Auf seine Initiative hin wurde die Bibliothek durch eine Vielzahl hauptsächlich in Deutschland gekaufter handschriftlicher und gedruckter Musikalien bereichert.

1.3 Zwischen 1640 und etwa 1650 erhielt die Dombibliothek aus den Sammlungen schwedischer Adliger und Geistlicher einen erheblichen Teil an der schwedischen Kriegsbeute aus Bibliotheken in Böhmen und Mähren. Schenkungen erfolgten z. B. durch den königlichen Sekretär Lars Grubbe (1601-1642) sowie aus der Bibliothek Königin Christinas (1650 oder später). Christinas Bücher stammten hauptsächlich aus Bibliotheken der ab 1642 von den Schweden eingenommenen Städte Olomouc [Olmütz; Jesuiten- und Dombibliotheken], Mikulov [Nikolsburg; Sammlung Dietrichstein] und Prag (Sammlung Rosenberg).

1.4 Im weiteren Verlauf des 17. bis in die zweite Hälfte des 18. Jhs hinein entwickelte sich die Bibliothek überwiegend durch Schenkungen. Diese kamen in Form von Büchern oder Geldspenden einerseits von den Stiftsgeistlichen, andererseits auch von Bürgern, die dem Stift und dem Gymnasium verbunden waren. Der Wert der so erworbenen Literatur für den Schulunterricht am Gymnasium oder für die Zwecke des Domkapitels war begrenzt. Eine kontinuierliche systematische Bestandserweiterung konnte mit den verfügbaren finanziellen Mitteln in dieser Zeit wohl nur in sehr geringem Umfang erreicht werden.

1.5 Im 18. Jh hatte sich der Name Gymnasialbibliothek als Bezeichnung für die Bestände der Stiftsbibliothek durchgesetzt. Lektoren und Adjunkten des Gymnasiums, die die praktische Aufsicht über die Bibliothek führten, wurden aber nach wie vor von Bischof und Domkapitel eingesetzt. Die Blütezeit der Bibliothek dauerte von etwa 1770 bis 1820 und war das Ergebnis des Aufschwungs von Wissenschaft und Bildung in Schweden während der Freiheitszeit und der Gustavianischen Epoche (1718-1809).

1.6 Die Schenkung Carl J. Sparfwenfeldts (1739-1809) im Jahre 1774 stand am Anfang einer Reihe von umfangreichen Donationen, die in Västerås, wie auch in den anderen Gymnasialbibliotheken des Landes, größte Bedeutung für Umfang und Struktur des Bestandes hatten. Mit ihr gelangte vor allem ein hoher Anteil älterer schwedischer Literatur in die Bibliothek. Aber auch ausländische Literatur, vor allem in den dominierenden theologischen Fächern, und sogar wissenschaftliche Spezialsammlungen sind nachzuweisen. Erwähnenswert sind aus dem 18. Jh die Sammlung klassischer Literatur (Drucke und Handschriften) aus dem Besitz der Brüder Sernskiöld (hauptsächlich erworben nach dem Tod Samuel Sernskiölds 1797), Abraham A. Hülphers' (1734-1798) Sammlung von topographischen, genealogischen und musikgeschichtlichen Drucken, Ephemera und Handschriften sowie die mehr als 11.000 akademische Disputationen und einen großen Anteil theologischer Literatur umfassende Bibliothek Carl Fredrik Muhrbecks (1737-1795), Bischof von Visby.

1.7 Nach 1820 verlor die Bibliothek für die gebildete schwedische Gesellschaft zusehends an Bedeutung. Beschränkt auf ihre Funktion als Schulbibliothek machte im 19. Jh der Zuwachs an deutscher Literatur nur noch knapp 750 Titel aus. Zu den wenigen Schenkungen größeren Umfangs zählt ein Teil der Sammlung exegetischer und kirchengeschichtlicher Literatur des Bischofs Lars Benzelstierna (1719-1800; 1250 Bde). Im 20. Jh kamen ebenfalls nur wenige größere Erwerbungen hinzu. Dazu zählt die zwischen 1920 und 1928 als Schenkung erhaltene theologische Bibliothek Bischof Nils Lövgrens (1852-1920), ferner die Sammlung sprachwissenschaftlicher Arbeiten aus dem Besitz von A. V. Bergnys (

†1927), ein Teil der deutschen historischen und geographischen Literatur aus der Bibliothek von Prof. Gustav Kobb (1863-1934) sowie zuletzt die ebenfalls historisch ausgerichtete Sammlung von Sven O. Wijkman (1884-1949).

1.8 Erst 1878 übernahm das Gymnasium allein den Unterhalt der Bibliothek. Doch mit Rücksicht auf Größe und Bedeutung ihrer Bestände begann schon einige Jahrzehnte später, um 1920, die Diskussion über die Lösung der Bibliothek von der Schule. Damit sollten die öffentliche und wissenschaftliche Nutzung erleichtert und insbesondere die älteren Bestände auch überregional zugänglich werden. Ungefähr gleichzeitig mit der Einrichtung der staatlichen Stifts- und Landesbibliotheken in Växjö, Linköping und Skara erhielt die Gymnasialbibliothek in Västerås, verbunden mit der Inkorporierung verschiedener kleinerer Bibliotheken, ebenfalls die Aufgabe einer zentralen öffentlichen und zugleich wissenschaftlichen Bibliothek für das gesamte Verwaltungsgebiet Västmanland. Seit 1975 arbeitet die Stifts- und Landesbibliothek zwar weiterhin als Zentralbibliothek für die Region, wird aber nur noch von der Stadt Västerås unterhalten. Innerhalb der im gleichen Jahr gegründeten Stadtbibliothek Västerås bildet die Stifts- und Landesbibliothek heute eine eigene Abteilung. Zu ihren Aufgaben zählt nicht nur die Pflege der alten Buch- und Handschriftensammlung. Sie ist darüber hinaus verantwortlich für das Sammeln regionalgeschichtlicher und topographischer Literatur über das Västmanland und erwirbt planmäßig moderne wissenschaftliche Literatur aus den Geisteswissenschaften und der Theologie.

2. BESTANDSBESCHREIBUNG

2.1 Der überwiegende Teil der älteren Sammlung konnte mit Hilfe der älteren Kataloge ausgezählt werden. Da keiner der Kataloge in sich abgeschlossen ist, verzeichnet der alte Systematische Katalog (bis etwa 1850) einen erheblichen Teil der Literatur der zweiten Hälfte des 19. Jhs, der neue dagegen auch Literatur aus dem 18., 17. und sogar 16. Jh, die nicht im Vorgängerkatalog zu finden ist. Der neue Alphabetische Katalog entspricht inhaltlich dem neuen Systematischen Katalog, während der alte Alphabetische Katalog nur schwedische Arbeiten verzeichnet, darunter auch deutsche und solche älteren Titel, die im neuen, nicht aber im alten Systematischen Katalog erfaßt sind. Die nicht-katalogisierten Sammlungen (Dissertationen und zwei kleinere Bestände Belletristik) und die in den neueren Katalogen verzeichnete Literatur des 19. Jhs wurde stichprobenartig ausgewertet.

Chronologische Übersicht und Übersicht nach Sprachen

2.2 Der historische Bestand (vor 1900) der Abteilung Stifts- und Landesbibliothek umfaßt etwa 128.000 Titel. Davon machen die systematisch aufgestellten Drucke die Hälfte aus. Es folgen die Sondersammlungen von Leichenpredigten und Gedächtnisschriften mit 24.450 und die Dissertationen mit etwa 21.000 Titeln. Ganz auf Schweden konzentrieren sich die Sammlungen schwedischer öffentlicher Drucksachen (5000 Titel), der Universitäts- und Gymnasialprogramme (4500) sowie ein Teil der Schenkung Abraham Hülphers' (etwa 1500). Zum größeren Teil deutsche Drucke enthalten die beiden kleinsten Sondersammlungen mit etwa 400 älteren Musikalien und 138 Inkunabeln.

2.3 Der Gesamtbestand an Germanica bis 1900 berechnet sich auf knapp 12.000 Titel, etwa 10 Prozent des historischen Bestandes. Im historischen Bestand der allgemeinen Sammlung macht das deutsche Schrifttum ebenfalls ca. 10 Prozent aus (6500 Titel). Von den Inkunabeln sind mehr als 60 Prozent (86 Titel) deutsche Drucke, bei den Dissertationen fast 24 Prozent und bei den Musikalien über 54 Prozent. Deutsches Schrifttum stammt vor allem aus dem 16. (1363 Titel), 17. (4723) und 18. Jh (4143). Aus dem 19. Jh stammen dagegen nur etwa 750 deutsche Titel.

2.4 Entsprechend der chronologischen Verteilung dominieren unter den Germanica Drucke in lateinischer Sprache. Abgesehen von den fast ausschließlich lateinischen Inkunabeln liegt ihr Anteil vom 16. bis zum 18. Jh konstant bei etwa 74 bis 79 Prozent (ca. 1020 Titel im 16. und 3064 im 18. Jh). Der Höhepunkt liegt bei knapp 3760 Titeln im 17. Jh. Bei den 55 lateinischen Titeln des 19. Jhs handelt es sich fast ausnahmslos um naturwissenschaftliche Arbeiten. Die Zahl der Titel in deutscher Sprache steigt, ausgehend von 6 Inkunabeln, über 333 Titel im 16. Jh, fast 940 im 17. Jh auf ca. 1040 im 18. Jh kontinuierlich an. Danach geht die Zahl auf etwa 530 Werke des 19. Jhs zurück. Andere Sprachen haben, abgesehen von wenigen Drucken in einzelnen Fächern, keine Bedeutung.

Systematische Übersicht

2.5 Der größte Teil des Bestandes ist systematisch aufgestellt. Diese Ordnung spiegelt der ältere Systematische Katalog in seiner Fächeraufteilung (s. u. 3.1), wenn auch nicht in der gleichen Reihenfolge, genau wider. Der Anteil der deutschen Drucke beläuft sich hier auf ca. 6500 Titel. Die Übergänge zwischen den 10 Fachgruppen sind fließend. Am Anfang steht die theologische Literatur, wobei auffällt, daß die Bibliothek noch am Ende des 16. Jhs nur geringe Bestände an protestantischer Literatur besaß. Diese wurde zum größten Teil erst im 17. Jh erworben, teilweise in Form von Werken aus dem 16. Jh.

2.6 Als erste Untergruppe des Faches Theologie umfaßt die Kirchengeschichte insgesamt 322 Germanica. Der Schwerpunkt liegt auf der institutionellen Geschichte der protestantischen Kirchen, so bei den Auseinandersetzungen über evangelische Confessiones und katholische Konzilien (16. und 17. Jh) sowie über die Eigenentwicklung verschiedener deutscher evangelischer Landeskirchen (18. Jh). Zur Geschichte des Jesuitenordens und zur Geschichte des Papsttums liegt vor allem protestantische Literatur vor (speziell im 16. Jh). Es fällt auf, daß hier schon die Originalschriften Philipp J. Speners zu finden sind, während die eigentliche Auseinandersetzung um ihn und den Pietismus erst im Bestand der nächsten Untergruppe verfolgt werden kann. Den Abschluß bilden einzelne biographische und bibliographische Arbeiten.

2.7 Die Untergruppe Polemik und Dogmatik bildet den Schwerpunkt der theologischen Sammlung. Mehr als 900 Germanica dokumentieren die Auseinandersetzungen um die Reinheit der orthodoxen lutherischen Lehre in Deutschland und Schweden. Die Titel des 16. Jhs bieten Einblick in den Kampf um die Konsolidierung der neuen Lehre gegen die katholische Kirche und die Jesuiten, deren Lehre hauptsächlich in erbeuteten Beständen aus Olmütz und Prag repräsentiert ist (s. o. 1.3), sowie in die Bemühungen, die Lehre Melanchthons gegen die sich bildenden deutschen Landeskirchen (z. B. Auseinandersetzung Wittenbergs mit der Anhaltischen Kirchenpolitik) und die radikaleren Reformatoren (Calvin, Zwingli) zu erhalten. Nach dem Dreißigjährigen Krieg prägt der Kampf gegen in Deutschland aufkommende neue religiöse Bewegungen den Bestand. Diese Literatur beginnt mit den Wiedertäufern und erreicht in der Auseinandersetzung mit Speners Altpietismus und Johann Dippels Radikalpietismus zwischen 1680 und 1740 ihren größten Umfang. Die theologische Diskussion wird vor allem in Kleinschriften geführt, so z. B. in den 190 Abhandlungen, die in 8 Sammelbänden unter dem Titel Acta Pietistica zusammengefaßt sind. Den zeitlichen Abschluß bildet die Beschäftigung mit Herrnhutern und Quäkern.

2.8 Inhaltlich breit gefächert ist die Untergruppe zu Praktischer Theologie, Liturgik, Homiletik, Pastoraltheologie, Kirchenrecht u. a. mit 480 Germanica. Behandelt wird vor allem die protestantische Lehre; entsprechende Werke des 17. und 18. Jhs stammen in großem Umfang aus der Schenkung Bischof Muhrbecks (s. o. 1.6). Hier findet sich eine Vielzahl erklärender oder erbaulicher Predigten und Andachten, aber auch bibelkritische und kirchenrechtliche Schriften und Acta. Der Bestand zu Pastoraltheologie, Homiletik und Dogmatik ist ausnahmslos lutherisch. Unter den Katechismen finden sich aber neben lutherischen auch pietistische Werke und sogar Ausgaben des römisch-katholischen Breviarium Romanum. Durch deutsche Vermittlung verbreiteten sich im 17. Jh englische, mehr auf das Praktische gerichtete Auffassungen des Christentums in Schweden. Davon zeugen zahlreiche Übersetzungen englischer Autoren in deutscher Sprache, z. B. mehrere Ausgaben von Werken Richard Baxters aus den Jahren 1680 bis 1721.

2.9 Eine weitere Untergruppe der Theologie thält 244 Germanica auf dem Gebiet der Homiletik, Erbauungsliteratur, Dogmatik u. a., überwiegend aus dem Bereich der katholischen Kirche und von nicht-lutherischen protestantischen Bekenntnissen (vor allem englische Freikirchen). Dementsprechend finden sich hier zahlreiche Bücher aus den erbeuteten Olmützer Bibliotheken, z. B. etwa 50 Kölner Drucke des 16. Jhs. Aus der Sammlung Muhrbeck stammt der überwiegende Teil der protestantischen Literatur.

2.10 Eine Mischung von theologischer und sprachwissenschaftlicher Literatur sowie einige geographische Arbeiten enthält die Untergruppe Orientalische Sprachen (Biblischer Apparat) mit 116 Germanica. Sie umfassen vor allem Lehrbücher, Lexika, Grammatiken der hebräischen Sprache, daneben auch hebräische historische Arbeiten, Bibelkommentare und -konkordanzen. Hinzu kommen einige griechisch-lateinische und deutsche homiletische Real- und Bibel-Lexika (18. Jh) sowie weitere Konkordanzen des 17. Jhs. Ferner finden sich Arbeiten zur syrischen, chaldäischen, äthiopischen und türkischen Sprache. Religionswissenschaftliche Abhandlungen betreffen den Islam, die zoroastrische Religion Persiens sowie christliche Kirchen in Asien, Afrika und Arabien (17. Jh). Reisebeschreibungen Asiens beschließen diese Gruppe.

2.11 Den mit etwas über 91 Prozent höchsten Anteil an Germanica hat die Untergruppe Dogmatik und Schriften der Reformatoren. Unter dieser Überschrift sind zahlreiche zeitgenössische Werke Luthers, Melanchthons und anderer Reformatoren verzeichnet (96 Titel), vor allem jedoch Arbeiten aus dem 17. Jh (138) und 18. Jh (125). Im einzelnen geht es um die theologische Darstellungen der lutherisch-protestantischen Glaubenssätze (Luthers Katechismen) und ihre Durchsetzung mittels Politik und Pädagogik (Melanchthons Loci communes). Dem theologischen Zweck dient eine Vielzahl von dogmatischen, homiletischen und exegetischen Schriften.

2.12 Die überwiegend aus Büchern der Sammlung Muhrbeck bestehende Untergruppe Exegetik beinhaltet an Germanica einige Ausgaben der Werke früher protestantischer Theologen (50 Titel; z. B. Johannes Brenz), aber wiederum meist Arbeiten des 17. Jhs (168) und des 18. Jhs (83; Johann Gerhardt, Sebastian Schmidt u. a.). Inhaltlich dominieren Erklärungen des Alten und Neuen Testaments und die biblische Altertumskunde. Zu der sich anschließenden Untergruppe Heterodoxe Exegetik (224 Germanica) haben wiederum hauptsächlich die Sammlung Muhrbeck sowie die katholischen Bibliotheken aus Olmütz und Prag beigetragen. Bemerkenswert ist der hohe Anteil von Kölner Drucken des 16. Jhs. Der Bestand umfaßt auch kirchenhistorische und homiletische Arbeiten, sofern sie sich auf die Exegese beziehen. Zusammen mit der katholischen Literatur steht die nicht-lutherische protestantische Literatur aus der Schweiz (ausschließlich Calvinismus) und England. Auf die Herkunft der 63 Germancia der Untergruppe Kirchenväter scheint man dagegen nicht streng geachtet zu haben, da hier lutherische Ausgaben mit anderen zusammen aufgestellt sind. Die meisten (41 Titel) stammen aus dem 16. Jh.

2.13 Die Bibelsammlung im Fach Theologie umfaßt u. a. 94 deutsche Drucke in 9 Sprachen, die vor allem aus der Zeit zwischen 1501 und 1799 stammen. Es handelt sich um 43 deutschsprachige, 17 lateinische, 15 griechische und 13 hebräische Ausgaben; die restlichen sind arabisch, äthiopisch, syrisch, schwedisch und schließlich italienisch.

2.14 Obwohl lediglich in Hinblick auf ihre Erscheinungszeit zusammengestellt, enthalten auch die 208 deutschen Drucke des Faches Paläotypen aus der Zeit von 1500 bis 1530 vor allem theologische Literatur, u. a. die größte Gruppe von Luther-Schriften in der Bibliothek (37), Werke von Erasmus und einen großen Teil der frühesten protestantischen Streitschriften. Einen gänzlich anderen Inhalt präsentiert ein Sammelband von etwa 30 Kleinschriften in deutscher Sprache mit offenkundig österreichischem Bezug. Es handelt sich um Darstellungen von kaiserlichen Einzügen, Krönungen und Belagerungen aus den Jahren 1507 bis 1536.

2.15 Im Fach Philosophie sind einige einflußreiche europäische Philosophen mit jeweils mindestens einem Werk unter den 189 Germanica des Bestandes vertreten. Die Reihe der Autoren reicht von Aristoteles (Ausgaben des 16. Jhs) bis zu Kant, Fichte und Hegel (18. und 19. Jh). Der Bestand enthält eine größere Anzahl von Arbeiten Melanchthons aus dem 16. Jh, Jacob Böhmes aus dem 17. Jh und Samuel Pufendorfs in Ausgaben des 18. Jhs. Einen Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit der Leibniz-Wolffschen Philosophie und der Literatur ihrer Nachfolger vom Ende des 17. bis zum Ende des 18. Jhs.

2.16 Die ältere Literatur ist im Fach Rechtswissenschaft (109 Germanica), Gesetzessammlungen und Kommentare des zivilen und kanonischen Rechts, zahlreich vertreten, wenn der Akzent auch deutlich auf der juristischen und staatsrechtlichen Literatur des 17. Jhs liegt. Viele Arbeiten zum Zivilrecht aus dieser Zeit sind Kriegsbeute. Die Erwerbungen durch die Bischöfe von Västerås und ihre Bibliothekare scheinen gezielt vorgenommen worden zu sein. In den meisten Bestandsgruppen, vor allem in den nicht-theologischen Fächern, finden sich heute einige der wichtigsten und zukunftsweisenden Arbeiten aus dem 16. bis 18. Jh. Beispiele aus dem 91 Germanica umfassenden Fach Allgemeines Buch- und Bibliothekswesen, Bibliographie, Bibliotheks- und Buchauktionskataloge sind die bibliographischen Arbeiten Conrad Gesners aus dem 16. Jh und die bibliothekarischen Schriften Michael Denis' aus dem 18. Jh. Vorwiegend enthält das Fach jedoch Kataloge privater und öffentlicher Bibliotheken (etwa 60 Titel). Die bibliographischen Arbeiten werden ergänzt durch einige Literaturzeitschriften des 18. Jhs.

2.17 Ein weiteres Beispiel für das Bestreben, eine repräsentative Bibliothek aufzubauen, ist ein vollständiges Exemplar von Zedlers Universal-Lexikon (Halle und Leipzig 1732-1750) im Fach Enzyklopädie. Daneben besitzt die Bibliothek 9 weitere deutsche allgemeine Enzyklopädien. Das Fach Sprachwissenschaft und Literaturgeschichte umfaßt nicht nur verschiedene Grammatiken, Lexika und Sprachlehren unter den 506 Germanica der Gruppe. Den Gymnasiasten in Västerås bot sich die Möglichkeit, mit Hilfe von 40 deutschen Drucken aus dem 16. bis 19. Jh sowohl Französisch, Italienisch und Englisch als auch Spanisch, Portugiesisch, Russisch, Polnisch und Tschechisch zu lernen. Lehrbücher der deutschen Sprache scheint man aber erst im 19. Jh in größerer Zahl für den Unterricht benötigt zu haben. Zu dem Fach zählt auch die Schöne Literatur vom 16. bis zum 19. Jh. Kernstück ist neben barocker Literatur die in Schweden herausgegebene Bibliothek der deutschen Classiker vom Anfang des 19. Jhs. Neben Theologie waren die klassischen Sprachen die wichtigsten Unterrichtsfächer sowohl an der Domschule vor 1623 wie am Gymnasium in der Folgezeit. Diese Abteilung umfaßt 118 Titel. Darunter fallen einige Lexika, die Ausgaben der klassischen Autoren sowie Glossen, Kommentare und Konkordanzen (hauptsächlich 16. und 17. Jh). Die meisten Lehrbücher der griechischen Sprache wurden im 16. Jh gedruckt.

2.18 Das Fach Klassische lateinische und neulateinische Literatur (252 Germanica) ist in gleicher Weise geordnet. Am Anfang des Bestandes stehen 20 Lexika, gefolgt von den

 antiken, mittelalterlichen und neuzeitlichen lateinischen
Autoren sowie Übersetzungen der griechischen Texte. Hinzu kommen historische Werke, Lehrbücher der Rhetorik und Poetik. Im 18. Jh geht die Zahl der erworbenen Arbeiten zurück (auf 64 Titel gegenüber 86 im 16. Jh und 85 im 17. Jh). Die wenigen Ausgaben des 19. Jhs (17 Titel) stellen die Gesamtzahl aller in dieser Zeit durch die Bibliothek erworbenen antiken Klassiker dar.

2.19 Für die Unterweisung im Fach Geschichte (228 Germanica) bedienten sich die Lektoren neben einer großen Zahl welt- und landesgeschichtlicher Werke (aus dem 16. Jh vor allem Ausgaben der Werke Jean Froissarts und Johann Sleidanus') auch der Chroniken des 17. und 18. Jhs (z. B. Theatrum Europeum). Zahlreich sind die deutschen Schriften zur schwedischen und brandenburgischen Geschichte seit 1650. Eine eigene Abteilung bildet die Literatur zur Geschichte des klassischen Altertums in Drucken des 16. bis 19. Jhs.

2.20 Unter den 74 Germanica des Faches Geographie und Reisen bilden Schweden und der Ostseeraum zwar einen inhaltlichen Schwerpunkt (vor allem bei den Arbeiten aus dem 18. und 19. Jh), doch die fast 30 Titel aus der Zeit vor 1700 umfassen Beschreibungen der ganzen Welt. Von Sebastian Münsters Cosmographia universalis besitzt die Bibliothek insgesamt 4 lateinische und deutsche Ausgaben der zweiten Hälfte des 16. Jhs.

2.21 Die Naturwissenschaften sind nicht in der gleichen Vielfalt und Menge repräsentiert wie Theologie und Sprachen. Bei den 35 deutschen Drucken zur Mathematik handelt es sich um einzelne Werke zu bestimmten Aufgabenstellungen oder um Ausgaben mathematischer Autoren. Unter diesen sind Euklid (16. und 17. Jh), aber auch Petrus Ramus, Christian Wolff und Carl F. Gauß.

2.22 Das deutsche Schrifttum zur Mechanik besteht lediglich aus 8 Bdn des Theatrum machinarum Jacob Leupolds (Leipzig 1724-1739). Die Spannbreite physikalischer Literatur (23 Germanica) reicht von Aristoteles' Physik (Straßburg 1566) bis zu zwei Arbeiten Johann Winklers (Leipzig 1744 und 1746) über Elektrizität. Die Gruppe Astronomie (48 Titel) beinhaltet eine wissenschaftsgeschichtlich bedeutsame Sammlung bahnbrechender astronomischer Arbeiten von der Mitte des 16. bis zum Beginn des 18. Jhs; sie reichen von Kopernikus' De revolutionibus (Nürnberg 1543), Keplers Astronomia nova ([Heidelberg 1609]), Galileis Dialogus de systema mundi (Straßburg 1635), Tycho Brahes Opera omnia (Frankfurt a. M. 1648) bis zu Christian Huygens Cosmotheos in deutscher Sprache (Leipzig 1703). Daneben thält sie auch kleinere Arbeiten zu Astronomie und Chronologie.

2.23 In der Untergruppe Chemie und Geologie finden sich auch Titel zur ékonomie, Metallkunde und Mineralogie (insgesamt 23 Titel). Den mit 50 Titeln zweitgrößten Bestand an naturwissenschaftlicher Literatur verzeichnet die Untergruppe Magie, Hexenwesen, Alchemie und Astrologie. Der Schwerpunkt liegt auf Darstellungen magischer Prozeduren sowie des Hexen- und Geisterunwesens im 17. Jh (34 Titel). Zur Allgemeinen Naturwissenschaft (13 Titel) zählt eine der wenigen deutschen Zeitschriften in der Bibliothek, ein nahezu vollständiges Exemplar der Commentarii de rebus in scientia naturali et medicina gestis (Leipzig 1752-1785). Im übrigen zeigt sich deutlich der Einfluß der deutschen Naturphilosophie Christian Wolffs.

2.24 Das deutsche Schrifttum zur Botanik (19 Titel) besteht aus Kräuterbüchern des 16. bis 18. Jhs sowie aus neueren deutschsprachigen Monographien aus Deutschland und Norwegen. Die Zoologie (26 Titel) umfaßt vor allem entomologische Darstellungen des 18. und 19. Jhs, unter denen die Arbeiten von Johann Fabricius am zahlreichsten sind. Interesse an grundlegenden medizinischen Kenntnissen führte zum größten naturwissenschaftlichen Einzelbestand von 62 Titeln in der Untergruppe Medizin. Die frühen Autoritäten (Aristoteles, Galen, Albertus Magnus) und die späteren (Vesalius, Paracelsus) sind in zahlreichen deutschsprachigen wie lateinischen Ausgaben des 16. und 17. Jhs vorhanden. Daneben liegen einzelne Studien auf den Gebieten Pharmazie, Chirurgie, Gynäkologie und Kinderheilkunde vor. Im 19. Jh wurde nur noch ein medizinischer Titel für die Bibliothek erworben.

Sondersammlungen

2.25 Der Inkunabelkatalog von Isak Collijn (s. u. 3.2) verzeichnet 135 Titel, zu denen 3 weitere, von ihm nicht aufgenommene Frühdrucke zu zählen sind. Von diesen insgesamt 138 Drucken stammen 86 lateinische und 6 deutschsprachige aus dem damaligen Heiligen Römischen Reich. Die wichtigsten Druckorte sind Köln (23), Straßburg (19), Basel (16) und Nürnberg (15). Mehr als ein Viertel von ihnen stammen aus der in Böhmen, Mähren und Polen gemachten Kriegsbeute (Jesuitenbibliothek in Olmütz, Bibliothek Dietrichstein in Nikolsburg, Bibliothek Rosenberg in Prag, Jesuitenbibliothek in Braniewo [Braunsberg]). Zu den in einem eigenen Katalog verzeichneten Älteren schwedischen Drucken des 16. und 17. Jhs gehören 53 Titel, die teils in deutscher Sprache in Schweden, teils auf deutsch, lateinisch oder schwedisch in den damaligen schwedischen Besitzungen in Norddeutschland gedruckt wurden. Überschneidungen mit anderen Katalogen, z. B. dem Musikalienverzeichnis, sind bei norddeutschen Schriften, z. B. aus Rostock, möglich.

2.26 Unter den schwedischen politischen Kleinschriften aus der Sammlung von Abraham Hülphers erscheinen lediglich im Zusammenhang mit den Kriegen Schwedens im 17. und 18. Jh insgesamt 75 deutschsprachige Drucke. Die sogenannte Bergnysche Sammlung (ca. 150 bis 200 Titel; s. o. 1.7) enthält 39 Germanica des 19. Jhs aus dem Bereich der allgemeinen indogermanischen Sprachwissenschaft, dem Sanskrit und der persischen Sprache.

2.27 In der umfangreichen Sammlung von Leichenpredigten und Gedächtnisschriften (24.450 Titel), die selten mehr als zwei Bögen in Oktavformat umfassen, finden sich 55 deutsche Titel, die Mehrzahl (46) gedruckt in Schweden im 17. Jh. Sie betreffen Mitglieder des Königshauses sowie in Schweden ansässige Deutsche.

2.28 Ein wichtiger Spezialbestand enthält die älteren Musikalien bis etwa 1820. Die Blütezeit der Musikkultur an den schwedischen Gymnasien dauerte vom 17. bis etwa in die erste Hälfte des 18. Jhs. Die vor allem in den Sonntagsgottesdiensten von den Schülern aufgeführte Musik war deutsche geistliche Instrumental- und Chormusik aus der Zeit vom Ende des 16. bis zum Ende des 17. Jhs. Die Spannbreite reicht von der sogenannten Venezianischen Schule (Hassler, Prätorius) bis zur einfacheren norddeutschen Choral- und Instrumentalmusik (J. Crüger). Neben den 65 deutschen Werken aus dieser Epoche findet sich kaum gedruckte musikalische Literatur aus anderen europäischen Ländern. Ein Neuanfang wurde erst mit dem Erwerb der Ausgaben der klassischen Musik vom Ende des 18. Jhs an gemacht. Zu dieser Gruppe zählen 157 deutsche Drucke.

2.29 Zwischen 1956 und 1961 wurden alle slawischen Handschriften und Drucke, überwiegend Bestandteil der in Böhmen und Mähren gemachten Kriegsbeute, aber auch spätere Erwerbungen, in einem gedruckten Katalog erfaßt (s. u. 3.2). Von den insgesamt 235 Drucken zählen 84 zu den Germanica, in der Hauptsache lateinische und deutschsprachige, aber auch zwei tschechische Werke tschechischer und polnischer Autoren (z. B. vom Anfang des 17. Jhs Abraham Bzovius oder Johannes Amos Comenius). Es handelt sich vor allem um religiöse und historische Werke.

2.30 Der Katalog der Sammlung Ältere Periodika verzeichnet insgesamt nur 4 deutsche Zeitschriften (3 aus dem 18. Jh). Zu diesen kommen noch höchstens 10 Titel aus den verschiedenen Fächern des Systematischen Katalogs. Umfangreich ist dagegen die Sammlung von Dissertationen mit etwa 21.000 Titeln. Knapp ein Viertel dieser nicht-katalogisierten Sammlung besteht aus vornehmlich lateinischen Dissertationen, die im 17. und 18. Jh an deutschen Universitäten angefertigt wurden. Der die deutschen Disputationen enthaltende Teil der Sammlung umfaßt eine kleine Gruppe von Disputationen schwedischer Studenten an ausländischen Universitäten (41 deutsche Titel), eine größere Gruppe von Disputationen schwedischer Studenten an nicht-schwedischen Universitäten (482 Titel) sowie die Muhrbecksche Sammlung, die hochgerechnet 4340 deutsche Dissertationen in 142 Sammelbänden thält. Nahezu alle vom 16. bis zum 18. Jh existierenden norddeutschen und auch einige der protestantischen süddeutschen Universitäten sind repräsentiert. Inhaltlich konzentriert sich die Sammlung auf die theologischen Fächer. Daneben finden sich einzelne Arbeiten zu Politik, Philosophie, Philologie und zum éffentlichen Recht sowie z. B. ein Sammelband mit zumeist deutschprachigen Predigten des 17. Jhs.

3. KATALOGE

3.1 Moderne allgemeine Kataloge

Alphabetischer Katalog der ehemaligen Stifts- und Gymnasialbibliothek

[in Zettelform; nach dem Vorbild der Kataloge wissenschaftlicher Bibliotheken geordnet; verzeichnet in der Hauptsache ältere schwedische Literatur, daneben auch Bücher in Deutsch und in anderen Sprachen bis etwa Anfang des 20. Jhs; angelegt in der zweiten Hälfte des 19. Jhs]

Alfabetisk katalog [Alphabetischer Katalog].

[in Zettelform; nach den Katalogisierungsregeln der Sveriges Allmänna Biblioteksförening (SAB); verzeichnet die neuere sowie einen Teil der älteren Literatur in der Stiftsbibliothek; angelegt in den sechziger Jahren des 20. Jhs]

Systematischer Katalog der ehemaligen Stifts- und Gymnasialbibliothek

[in Zettelform; verzeichnet den überwiegenden Teil der älteren nicht-schwedischen Literatur bis etwa Anfang des 20. Jhs; angelegt in der zweiten Hälfte des 19. Jhs]

Systematisk katalog [Systematischer Katalog].

[in Zettelform; verzeichnet Literatur seit 1850, hauptsächlich des 20. Jhs, daneben auch einzelne ältere Titel; angelegt in den sechziger Jahren des 20. Jhs]

Es gibt keine zentralen Bestandsnachweise.

3.2 Moderne Sonderkataloge

Gedruckte Kataloge:

Collijn, Isak: Katalog öfver Västerås läroverksbiblioteks inkunabler. Med två bilagor [Katalog der Inkunabeln in der Bibliothek des Gymnasiums in Västerås. Mit zwei Beilagen]. Uppsala 1904 (Kataloger öfver i svenska offentliga bibliotek befintliga inkunabler 1)

Molér, Wilhelm: Förteckning över musikalier i Västerås högre allm. läroverks bibliotek t.o.m. 1850 [Verzeichnis der Musikalien in der Bibliothek des Gymnasiums in Västerås bis zum Jahre 1850]. Västerås 1917

Gawrys, Eugeniusz: Slavica Arosiensia. II. Katalog över slaviska handskrifter och tryck från 1500-, 1600- och 1700-talen i Stifts- och landsbiblioteket i Västerås. [Mit deutschem Untertitel:] Die slavischen Handschriften und Drucke des 16., 17. und 18. Jahrhunderts in der Stifts- und Landesbibliothek in Västerås. Västerås 1960 (Acta Bibliothecae Arosiensis 2) [Teil I des Katalogs verzeichnet keine Germanica]

Gawrys, Eugeniusz: Slavica Arosiensia. III. Katalog över slaviska tryck från 1500-, 1600- och 1700-talen i Stifts- och landsbiblioteket i Västerås. [Mit deutschem Untertitel:] Die slavischen Drucke des 16., 17. und 18. Jahrhunderts in der Stifts- und Landesbibliothek in Västerås. Västerås 1961 (Acta Bibliothecae Arosiensis 3)

Zettelkataloge:

Likpredikningar 1600-talet [Leichenpredigten des 17. Jhs].

[verzeichnet meist schwedische gedruckte Predigten]

Likpredikningar och Minnesskrifter 1700- [Leichenpredigten und Gedächtnisschriften seit 1700].

[verzeichnet fast ausschließlich schwedische Kleindrucke des 18. und 19. Jhs]

Div. tal, orationer och parentationer [Verschiedene Ansprachen, Lobreden und Leichenreden].

[Kleindrucke vor allem des 18. Jhs]

Latinska o rationer [Lateinische akademische Ansprachen].

[verzeichnet gedruckte akademische Reden von Schweden an in- und ausländischen Universitäten vom 16. bis zum 18. Jh]

Musikalier [Musikalien].

[verzeichnet Hss. und Drucke]

Äldre periodiska skrifter [Ältere periodische Schriften].

[verzeichnet schwedische und eine Auswahl ausländischer Periodika des 17. bis 20. Jhs]

Äldre svenska tryck 1500- & 1600-talet [Ältere schwedische Drucke des 16. und 17. Jhs].

[enthält auch einige deutsche Drucke aus dem 16. bis 18. Jh]

[Alle Kataloge sind alphabetisch geordnet.]

Ämneskatalog till Hülphers enskilda strö- och stridsskrifter [Schlagwortkatalog zu Streit- und Kleinschriften aus der Sammlung Hülpher].

[nach Schlagworten in alphabetischer Reihenfolge geordnet; deutsche Arbeiten nur unter dem Oberbegriff Geschichte]

3.3 Historische allgemeine Kataloge

Auf das Archiv der Stadtbibliothek Västerås [Västeråsbibliotekets ämbetsarkiv] wird in der gleichen Form verwiesen wie in

 Magdalena H. Hellquist; Michael R. Rajewski:
Västeråsbiblioteket. Bibliografi och bidrag till en bibliotekshistoria [Die Bibliothek in Västerås. Bibliographie und Beitrag zu einer Bibliotheksgeschichte]. Västerås 1975 (Acta Bibliothecae Arosiensis 8)

Rudbeckius, Johannes: Inventarium ecclesiasticum templi cathedralis Arosiensis ...1619

[Västerås domkyrkans MS DI:I, S. 8-15; abgedruckt in Collijn, Isak: Katalog öfver Västerås läroverksbiblioteks inkunabler ...(s. o. 3.2), S. 47-60]

Olai Dalekarlus, Petrus: Bibliotheca sive catalogus librorum templi & consistorii cathedralis Arosiae. Västerås 1640

[Norberg, Olof:] Katalog [Västeråsbibliotekets ämbetsarkiv; zwischen 1732 und 1739 zusammengestellter Systematischer Katalog mit alphabetischem Register]

Stamberg, Anders H.: Bibliotheca R. Gymnasii Arosiensis. Catalogus Bibliothecae. 1793 [Västeråsbibliotekets ämbetsarkiv]

Catalogus Bibliothecae Regii Gymnasii Arosiensis [Västeråsbibliotekets ämbetsarkiv; Kopie eines im schwedischen Reichsarchiv befindlichen hschr. Originals, wahrscheinlich vom Ende des 18. Jhs]

3.4 Historische Sonderkataloge

Katalog öfver äldre akademiska disputationer, de fleste vid tyska universitetet [Katalog älterer akademischer Disputationen, die meisten von deutschen Universitäten]. [Västeråsbibliotekets ämbetsarkiv MS Ac 33; 19. Jh; verzeichnet unter den Namen der Praeses lediglich die Titel der Arbeiten und die Respondenten]

Schröder, Johan H.: Catalogus Disputationum a Westmanno-Dalecarlis habitarum [Västeråsbibliotekets ämbetsarkiv; um 1800; aufgeführt sind jeweils Praeses, Titel der Arbeit, Respondent und Universität]

Musikalier i Inventarieförteckningen 1767-1802 [Musikalien im Inventar für die Jahre 1767 bis 1802]. [Rudbeckianska skolans arkiv vol. DVI:1 (Stadtarchiv Västerås)]

3.5 Kataloge inkorporierter Sammlungen

[Benzelstierna, Lars:] Förteckning på de böcker, hvilka herr majoren och riddaren C. Sparfwenfeldt behagat skänka till gymnasii bibliotheqvet i Westerås, in septbr. 1774 [Verzeichnis der Bücher, die Herr Major und Ritter C. Sparfwenfeldt der Bibliothek des Gymnasiums in Västerås im September 1774 zu schenken beliebte]. [Västeråsbibliotekets ämbetsarkiv]

[Wallenius, Jacob:] Bibliotheca Caroli Frederici Muhrbeck ... Greifswald 1798 [interfoliiertes Exemplar des ursprünglich für den Verkauf der Bibliothek Muhrbeck zusammengestellten Auktionskatalogs mit hschr. Anmerkungen]

Förteckning på en del af directeuren Abr. Hülphers boksamling [Verzeichnis eines Teils der Büchersammlung von Direktor Abraham Hülphers]. Västerås 1804

[Hülphers, Abraham A.:] Kataloger [Kataloge]. [Västeråsbibliotekets ämbetsarkiv; Ende 18./Anfang 19. Jh; von Hülphers selbst erarbeitete Verzeichnisse der Bücher, die in die Schenkung an die Stifts- und Gymnasialbibliothek eingegangen sind] 3.5

[Scheringsson, Reinhold:] Donatio Benzelstierniana. Förteckning på de böcker, som till Kongl. gymnasii bibliotheket i Westerås blifvit donerade ur framl. doctorns och biskopens Lars Benzelstiernas efterlemnade boksamling, år 1809 [Verzeichnis der Bücher, die im Jahre 1809 aus der hinterlassenen Büchersammlung des verstorbenen Doktors und Bischofs Lars Benzelstierna dem Königlichen Gymnasium in Västerås geschenkt worden sind]. [Västeråsbibliotekets ämbetsarkiv]

[Johanson, Carl Hans:] Förteckning öfver de böcker hvilk a blifvit till Westerås Kongl. gymnasii bibliothek aflemnade ligt ...J. H. Schröders testamente [Verzeichnis der Bücher, die nach den Bestimmungen des Testaments J(ohan) H. Schröders an das Königliche Gymnasium in Västerås abgegeben wurden]. [Rudbeckiansk a skolans arkiv é III:2 (Stadtarchiv Västerås)]

Katalog över böcker ur biskop N. Lövgrens bibliotek som skänkts till Västerås läroverksbibliotek [Katalog der Bücher, die aus Bischof N. Lövgrens Bibliothek dem Gymnasium in Västerås geschenkt worden sind]. [Västeråsbibliotekets ämbetsarkiv]

Förteckning på det väsentligaste i biskop Nils Lövgrens donation av teologisk litteratur [Verzeichnis der wichtigsten Teile der durch Bischof Nils Lövgren geschenkten Sammlung theologischer Literatur]. In: Västerås domkapitels cirkulär (1920) Nr. 759

Nils Lövgrens boksamling i Västerås Läroverksbibliotek [Nils Lövgrens Buchsammlung in der Gymnasialbibliothek Västerås]. [in Zettelform; alphabetisch geordnet; verzeichnet theologische Literatur vor allem des 19. Jhs]

Förteckning över prof. Kobbs till Västerås stad skänkta boksamling. Dat. maj 1934 [Verzeichnis der der Stadt Västerås geschenkten Büchersammlung Prof. (Gustav) Kobbs. Datum: Mai 1934]. [Västeråsbibliotekets ämbetsarkiv]

Bergnyska Samlingen [Sammlung Bergnys].

[in Zettelform; alphabetisch geordnet; thält eine kleine Sammlung vom Ende des 19. und Anfang des 20. Jhs]

Förteckning av Sven O. Wijkmans boksamling [Verzeichnis der Büchersammlung Sven O. Wijkmans]. [1950]

4. DARSTELLUNGEN ZUR GESCHICHTE DER BIBLIOTHEK

4.1 Archivalien

Liber templi Arosiensis 1621 [Västerås domkyrkans arkiv MS sign. DI:I]

Förteckning över gåvor till biblioteket (före 1805) [Verzeichnis der Schenkungen an die Bibliothek vor 1805]. [Västeråsbibliotekets ämbetsarkiv äldre handlingar III]

[Stamberg, Anders Henrik:] Gåfvo-bok till Wästerås K. gymnasii bibliotheqve [Schenkungen an die Bibliothek des Königlichen Gymnasiums in Västerås]. [Västeråsbibliotekets ämbetsarkiv; enthält Anmerkungen zu den Schenkungen Sparfwenfeldts, Sernskiölds u. a. aus den Jahren 1772 bis 1870]

Accessionsjournal (Gåvor och Köp) 1870-1907 [Erwerbungsverzeichnis der Schenkungen und Käufe aus den Jahren 1870 bis 1907]. [Västeråsbibliotekets ämbetsarkiv]

Handlingar [Akten]. [Västeråsbibliotekets ämbetsarkiv äldre handlingar Ia, b; Sammelband mit teils datierten, teils undatierten Akten, Notizen, Briefen und Bücherlisten aus den Jahren 1623 bis 1918]

4.2 Darstellungen

Schröder, Johan H.: Historiola bibliothecae regii gymnasii Arosiensis. Teil 1. Uppsala 1811-[1816]

Carlander, Carl M.: Vesterås katedral bibliotek. Vesterås h. allm. läroverks bibliotek [Dombibliothek Västerås. Gymnasialbibliothek Västerås]. In: ders.: Svenska bibliotek och exlibris [Schwedische Bibliotheken und Exlibris]. 2. , bearb. und erw. Aufl. Stockholm 1904. Bd 1, S. 242-249

Landtmanson, Samuel: Västerås läroverksbibliotek [Die Gymnasialbibliothek in Västerås]. In: Camenae Arosiensis. Festskrift vid det svenska gymnasiets trehundraårsjubileum [Camenae Arosiensis. Festschrift zum 300-Jahr Jubiläum des schwedischen Gymnasiums]. Västerås 1923, S. 151-170

Västerås stift. Västerås stifts- och landsbibliotek [Domstift Västerås. Stifts- und Landesbibliothek]. In: Betänkande och förslag angående läroverks- och landsbibliotek [Gutachten und Vorschläge zu den Schul- und Landesbibliotheken]. Uppsala 1924, S. 233-260 (Statens offentliga utredningar 7)

Walde, Otto: Stifts- och läroverksbibliotek. Västerås [Stifts- und Schulbibliotheken. Västerås]. In: Samuel E. Bring (Hrsg.): Svend Dahls Bibliotekshandbok [Svend Dahls Bibliothekshandbuch]. Bd 2. Stockholm 1931, S. 231-233 [S. 46 und 65 kurze Hinweise auf die mittelalterliche Dombibliothek]

Landsbiblioteket Västerås [Stifts- und Landesbibliothek Västerås]. Västerås 1958, S. 55-90

Schröder, Johan H.: Kort historia över Kungliga Gymnasiets i Västerås bibliotek. Fösta delen. évers. från latinet och försedd med anmärkningar och efterskrift av Åke Åberg [Kurze Geschichte der Bibliothek des Königlichen Gymnasiums in Västerås. Erster Teil. Übersetzt aus dem Lateinischen und versehen mit Anmerkungen und einer Nachschrift von Åke Åberg]. Västerås 1971 (Acta Bibliothecae Arosiensis 5)

Hellquist, Magdalena H.; Michael R. Rajewski: Västeråsbiblioteket. Bibliografi och bidrag till en bibliotekshistoria [Die Bibliothek in Västerås. Bibliographie und Beitrag zu einer Bibliotheksgeschichte]. Västerås 1975 (Acta Bibliothecae Arosiensis 8)

Callmer, Christian: Schweden. In: Christian Callmer, Torben Nielsen (Hrsg.): Bibliotheken der nordischen Länder in Vergangenheit und Gegenwart. Wiesbaden 1983, S. 163-225 (Elemente des Buch- und Bibliothekswesens 9) [zur Bibliothek in Västerås S. 213]

5. VERÖFFENTLICHUNGEN ZU DEN BESTÄNDEN

Åberg, Åke: Västerås mellan Kellgren och Onkel Adam. Studier i provinsens litterära villkor och system [Västerås zwischen Kellgren und Onkel Adam. Studien zu Bedingungen und Strukturen literarischer Kultur in der Provinz]. Västerås 1987 (Västerås kulturnämnds skriftserie 15) [zur Entwicklung der Bibliothek S. 81-85]

Åberg, Åke: Västerås domkyrkas bibliotek år 1640. Efter Petrus Olai Dalekarlus' katalog [Die Bibliothek der Domkirche in Västerås im Jahre 1640. Nach dem Katalog Petrus Olais von Dalarna]. Västerås 1973 (Acta Bibliothecae Arosiensis 6)

Collijn, Isak: Rester af svenska medeltidsbibliotek i Linköpings, Strängnäs och Västerås stifts- och läroverksbiblioteks inkunabelsamlingar [Reste schwedischer Bibliotheken des Mittelalters in den Inkunabelsammlungen der Stifts- und Gymnasialbibliotheken in Linköping, Strängnäs und Västerås]. In: Samlaren [Der Sammler] 25 (1904) S. 205-213

Davidsson, Åke: The collections of early music in Swedish libraries. In: Fontes Artis Musicae 33 (1986) S. 135-145

Gawrys, Eugeniusz: Die Strängnäs-Dubletten in der Stifts- und Landesbibliothek in Västerås. In: Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen [Nordische Zeitschrift für Buch- und Bibliothekswesen] 48 (1961) S. 81-83

Kallstenius, Gottfried: Musiken vid allmänna läroverket i Västerås före 1850 [Musik am Gymnasium in Västerås vor 1850]. In: Camenae Arosien-

sis. Festskrift vid det svenska gymnasiets trehundraårsjubileum [Camenae Arosiensis. Festschrift zum 300-Jahr Jubliäum des schwedischen Gymnasiums]. Västerås 1923, S. 183-208

Liber Bibliothecae Arosiensis. Västerås domkyrkans böcker 1589. En utställning anordnad i Länsmuseet av Västerås stifts- och landsbibliotek den 20 nov.-den 5 dec. 1971 [Die Bücher in der Dombibliothek Västerås im Jahre 1589. Eine Ausstellung der Stifts- und Landesbibliothek Västerås im Landesmuseum vom 20. November bis 5. Dezember 1971]. Västerås 1971

Rüetschi, Kurt J.: Heinrich Bullinger und Schweden. Die Bücher des Züricher Antistes in Västerås. In: Zwingliana 15 (1981) S. 453-468 [zur Bedeutung einiger deutscher lutherischer Arbeiten in der Bibliothek]

Schröder, Johan H.: Underrättelse om en högst sällsynt Tysk éfwersättning af Il Decamerone di M. Giovanni boccaccio, tryckt i Augsburg 1490, som förvaras i Westerås Gymnasii Bibliothek [Bericht über eine in der Bibliothek des Gymnasiums in Västerås aufbewahrte höchst seltene deutsche Übersetzung des Decamerone Giovanni Boccaccios, gedruckt in Augsburg im Jahre 1490]. In: Svensk litteratur-tidning [Zeitschrift für schwedische Literatur] (1814) Heft 16, S. 248-252

Sundberg, Stig: En märklig anatomibok i Stifts- och landsbiblioteket i Västerås [Ein bemerkenswertes Anatomiebuch in der Stifts- und Landesbibliothek in Västerås]. In: Nordisk medicinhistorisk årsbok [Nordisches medizingeschichtliches Jahrbuch] 1973, S. 109-123 [über Andreas Vesalius, De humani corporis fabrica libri septem, 2. Aufl. Basel 1555]

Walde, Otto: Storhetstidens litterära krigsbyten. En kulturhistorisk-bibliografisk studie [Die literarische Kriegsbeute der Großmachtzeit. Eine kulturgeschichtlich-bibliographische Studie]. 2 Bde. Uppsala und Stockholm 1916-1920 [zur Stiftsbibliothek Västerås Bd 1, S. 25-27, 101, 104, 122, 141-143, 151, 167, 196, 224, 230-246, 304-305, 316-317; Bd 2, S. 81, 91, 171-173]

Walde, Otto: Biskop Erasmus Nicolai i Västerås och hans bibliotek [Bischof Erasmus Nicolai in Västerås und seine Bibliothek]. In: Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen 28 (1941) S. 15-33

Wikander, David: Kyrkomusikens utveckling [Die Entwicklung der Kirchenmusik]. In: Västerås stift i ord och bild [Das Bistum Västerås in Wort und Bild]. Stockholm 1951, S. 201-216

Stand: April 1994

Wolfgang Undorf


Quelle: Handbuch der historischen Buchbestände in Deutschland. Digitalisiert von Günter Kükenshöner.
Hrsg. von Bernhard Fabian. Hildesheim: Olms Neue Medien 2003.